Skoda Octavia 4×4

Auf allen Vieren

Skoda macht den Octavia per Allradantrieb zum Allwetter-Mobil.

von Greg Josel

Mit sieben Modellreihen ist die aktuelle Skoda Produktpalette die umfassendste und zugleich aktuell jüngste der 120-jährigen Unternehmensgeschichte. Traditionell stark vertreten sind in Österreich natürlich auch die Allradfahrzeuge von Skoda. Insgesamt bietet Skoda derzeit fünf verschiedene Allradmodelle an, das sechste (der neue Skoda Octavia Scout im chicen Offroad-Trim) steht bereits in den Startlöchern. Alle fünf Allradmodelle – Skoda Octavia Combi 4×4, Skoda Yeti 4×4 und Skoda Yeti Outdoor 4×4 sowie Skoda Superb 4×4 und Skoda Superb Combi 4×4 – wurden komplett erneuert oder überarbeitet.

Traktions-Talent

Nun seit zwei Jahren auf dem Markt ist der neue Octavia 4×4, der in der Kompaktklasse zu den Topsellern am Markt gehört und den Abstand zur hauseigenen VW-Konkurrenz immer weiter schmälert. In drei Motorisierungsvarianten, als 1,6 TDI mit 105 PS, 2,0 TDI mit 150 PS und als 1,8 TSI-Benziner ist der Octavia mit Allrad zu haben und setzt dabei auf eine Haldex- Kupplung der fünften Generation. Bereits in der Grundversion ist das Fahrzeug an Vorder- und Hinterachse mit Elektronischer Differenzialsperre EDS ausgestattet, das stabiles Anfahren auf schwierigerem Untergrund ermöglicht. Das System unterstützt das gleichmäßige und komfortable Anfahren auf unterschiedlich griffigen Fahrbahnoberflächen. Dreht ein Rad durch, wird die Antriebskraft an das gegenüber liegende Rad übertragen; dabei bremst EDS das durchdrehende Rad gezielt ab und sorgt für einen Krafttransfer zu dem besser greifenden Rad. Positiver Nebeneffekt: weniger Reifenverschleiß. Als Hinterachse kommt die innovative Mehrlenkerachse mit einem Längslenker, drei Querlenkern und Torsionsstabilisator zum Einsatz. Das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel dieser Technologien sorgt für beste Fahreigenschaften, für exzellentes Anfahrverhalten, sehr gute Beschleunigungswerte sowie für höchste Zugkraft. Der Octavia Combi 4×4 mit Motor 2,0 TDI/150 PS zieht bis zu 2 t; das sind 400 kg oder 25% mehr als bei der Variante mit Frontantrieb. Das Allrad-System ist über die Steuerung der Haldex-5-Kupplung so programmiert, dass im normalen Fahrbetrieb und bei geringer Last der Antrieb weitgehend über die Vorderachse erfolgt. Diese elektronische Kupplungs-Vorsteuerung spart Kraftstoff, da die Hinterachse nur zugeschaltet wird, wenn dies notwendig ist. Solange die Kupplung entkoppelt ist, entsteht geringere Verlustreibung mit entsprechenden Vorteilen für den Verbrauch. Bei Bedarf werden die Hinterräder innerhalb von Sekundenbruchteilen stufenlos aktiviert, und zwar so schnell, dass ein Traktionsverlust nahezu ausgeschlossen ist.