Die wirklich bezahlbaren Traumautos

So wurden Matchbox-Autos in den 60ern hergestellt

Jeder von uns hat mit ihnen gespielt, sie zum Fliegen gebracht und die coolsten Kinderzimmer-Stunts damit hingelegt. Die Rede ist von den Matchbox Autos. Alte, englische Kurzdokumentarfilme zeigen, wie die Spielzeugklassiker früher hergestellt wurden.

Text: Tizian Ballweber

Matchbox, dass bedeutet entweder „Streichholzschachtel“ oder eben Spaß für kleine Jungs und Mädchen. Zwei so unterschiedliche Dinge, die doch etwas gemeinsam haben. Denn weil die ersten Verpackungen der kleinen Autos eben stark an Streichholzschachteln erinnerten, bekamen sie diesen Namen übertragen.
Die Geschichte beginnt mit zwei Schulfreunden, die sich einen Pub kauften und dort mit Druckguss-Maschinen als Zulieferer für Zinkguss-Bauteile für den Maschinenbau arbeiteten. Während des Koreakriegs musste die Firma „Lesney“ dann auf Kriegsprodukte umsteigen. Nach Ende des Krieges begannen sie dann, Spielzeug für das nahende Weihnachtsgeschäft zu produzieren, um sich so über Wasser zu halten.

Diese beiden Videos von British Pathé zeigen, wie die Modelle in den 1960er Jahren in England produziert wurden. Ein detailgetreues Modell des originalen Autos wird zunächst in Holz geschnitzt. Das dient dann wiederum als Vorlage für die Druckgussform. Die Autos werden dann gegossen und, nachdem überflüssiges Material aussortiert wurde, lackiert. Zum Schluss noch in die namensgebende Streichholzverpackung und ab damit in die Spielzeugläden dieser Welt.

Mittlerweile gehört die Marke Matchbox zu Mattel, der Firma, die auch die Barbie-Puppe produziert. Zwar sind die Matchbox Autos auf der ganzen Welt bekannt, beliebter sind aber die Schwestermodelle von Hot Wheels, die meist ausgefallener sind als die normalen Autos von Matchbox. So oder so, Kinder spielen immer noch gerne damit.

Also in Videospielen und auf Apps.