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2017 Honda Civic Sedan (2)

Honda Civic Limousine: Kompakt ganz groß?

Ein Kompakter mit Mittelklasseherz

Die Honda Civic Limousine



Bisher lag der Fokus des Honda Civic eher auf der Kompaktklassenkonkurrenz. Doch wenn die Japaner zum Fünftürer jetzt die Limousine nachreichen, dann verschiebt sich dieser ein wenig. Denn mit 4,65 Metern Länge, reichlich Platz auf allen Plätzen und einem Kofferraum von gewaltigen 519 Litern ist das Stufenheck dem Golfplatz längst entwachsen und schielt frech in die Mittelklasse.

Von Thomas Geiger



Das kommt nicht von ungefähr. Vor allem natürlich, weil der zehnte Civic ein globales Projekt ist, auch jenseits des Atlantiks verkauft wird und es die Amerikaner schließlich gerne eine Nummer größer haben. Aber das Wachstum passt auch den Europäern gut in den Kram. Schließlich wurde vor zwei Jahren der Accord eingestellt und Honda hat deshalb oberhalb des Civic keine andere Limousine mehr zu bieten. Da passt so ein Aufsteiger an der Nahtstelle zur Mittelklasse gut ins Programm.



Zumal der Civic den Klassensprung beim Antrieb gut rechtfertigen kann. Unter der Haube steckt schließlich ein Vierzylinder-Turbo, der zwar nur 1,5 Liter Hubraum hat, dafür aber auf 182 PS kommt und entsprechend engagiert zur Sache geht. 240 Nm reichen für einen Sprint von 0 auf 100 in 8,1 Sekunden und dass dem Auto bei 210 km/h schon wieder die Luft ausgeht, wird die eher rationale Kundschaft bei Honda weniger stören. Schon deshalb nicht, weil der downgesizte Motor zwar absolut vibrationsarm läuft, sich auf der Autobahn aber ordentlich in den Vordergrund spielt und alles andere als ein Leisetreter ist.



Auch bei der Ausstattung haben die Japaner so einen Sprung gemacht, dass sich der Civic vor Passat & Co. nicht verstecken muss. Er hat zwar kein animiertes, aber immerhin digitales Cockpit, eine große Touchscreen-Navigation und schon in der Grundausstattung mehr Assistenten, als manche Importmodelle in der Mittelklasse gegen Aufpreis bieten. Nicht umsonst sind Spurführungshilfe mit Lenkunterstützung genauso serienmäßig wie die automatische Abstandsregelung und die vorausschauende Notbremse.

Nur beim Ambiente hakt es noch ein wenig. Denn auch wenn alles hübsch ordentlich angerichtet ist, sich vornehm anfasst und man an jeder Ecke über eine praktische Ablage bis hin zur multifunktionalen Mittelkonsole stolpert, fehlt der düsteren Plastiklandschaft die Finesse, der Glanz und der Glamour, die in der Mittelklasse mittlerweile sogar die Koreaner bieten. Da merkt man dann doch, dass der Civic im Grunde seines Herzens ein Kompakter geblieben ist, der nur ein bisschen aus dem Leim gegangen ist.



Das gilt übrigens auch für die Preise, die, wie das ganze Auto, zwischen den Klassengrenzen angesiedelt sein. Weil es die Limousine, anders als den Fünftürer, nicht mit dem 129 PS starken Dreizylinder gibt und die Ausstattung so umfangreich ist, geht es erst bei 25.520 Euro los. Für ein kompaktes Stufenheck, das in der Praxis mit Autos wie dem Toyota Corolla oder dem Mazda 3 konkurriert, ist das eine stolze Ansage. Aber für eine Limousine, die es zumindest auf dem Papier mit einem Passat oder gar einem Dreier aufnehmen kann, ist das fast ein Schnäppchen. Erst recht, wenn der Viertürer nominell auch noch etwa 2.000 Euro günstiger ist als das gleich angetriebene aber besser ausgestattete Schrägheck.



Natürlich wissen sie auch bei Honda, dass sie es trotz des guten Platzangebots, der umfangreichen Grundausstattung und des virtuellen Preisvorteils nicht wirklich mit Passat & Co aufnehmen können. Erst recht nicht, weil die Japaner auf dem in dieser Klasse so wichtigen Flottenmarkt keine Rolle spielen. Doch ändert das nichts an ihren Erwartungen. Nachdem sie bislang nur wenige Hundert Limousinen veekauft haben, wollen sie den Anteil jetzt auf 20 Prozent steigern und über 1.000 Viertürer pro Jahr auf die Straße bringen.

Honda Clarity Fuel Cell

Honda Clarity: Aufschwung für die Brennstoffzelle

Elektrokiller

Hondas Clarity macht Hoffnung



Sie ist die Untote unter den alternativen Antrieben. Denn genau so oft, wie die Brennstoffzelle schon bejubelt wurde, hat man sie auch wieder totgesagt. Das Wasserstoff-Kraftwerk für die mobile Stromerzeugung feiert jetzt gerade wieder Revival. Denn nach Hyundai mit dem iX35 und Toyota mit dem Mirai bringt jetzt auch Honda ein neues Modell auf die Straße, das zumindest formal die Kriterien der Serienproduktion erfüllt: Vorhang auf für den neuen Clarity.

Von Thomas Geiger



Das Auto ist zwar eine Premiere, aber für Honda nur noch Evolution statt Revolution. Schließlich haben die Japaner bereits eine Clarity-Generation am Markt, die im PR-Getrommel um den Toyota Mirai allerdings irgendwie untergegangen ist. Deshalb haut jetzt auch der ewige Rivale gehörig auf die Pauke und feiert den Beginn einer neuen Ära.



Die fußt vor allem auf einer deutlich verbesserten Brennstoffzelle selbst: Weil die Membranen jetzt dünner sind und sie alles geschickter verpackt haben, sparen die Entwickler ein Drittel des Bauraums. Das reicht, um den so genannten Stack mitsamt des Elektromotors vorn unter die Haube zu quetschen und schafft innen spürbar mehr Platz. Mit 4,90 Metern nicht länger als früher der Honda Accord, sitzt man deshalb vorne wie hinten bequem wie in einer Luxuslimousine. Und obwohl unter der Sitzbank und hinter der Rücklehne die Karbontanks für über fünf Kilo Wasserstoff montiert sind, bleibt endlich ein vernünftiger Kofferraum von 334 Litern.



So kompliziert die Technik ist, so einfach lässt sich Captain Futures neuer Dienstwagen fahren: Wie bei jedem anderen Elektroauto ist der Antritt spontan und die Reise gespenstisch leise. Nur dass man im FCV immer mal wieder ein Rauschen und Zischen hört, wenn der Wasserdampf aus dem System geblasen wird. Auch auf Spaß muss man nicht verzichten. Die Brennstoffzelle hat eine Leistung von 100 kW. Doch weil ähnlich wie bei einem Hybriden noch eine Pufferbatterie zugeschaltet wird, kann der E-Motor vorübergehend bis zu 130 kW abrufen. In der alten Welt sind das 174 PS und mehr als genug, selbst für den knapp zwei Tonnen schweren Technologieträger. Deshalb beschleunigt er mit seinen 300 Nm auch in 9,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h, wird bei spätestens 165 km/h allerdings wieder eingefangen. Damit fährt er nicht nur dynamischer als die meisten konventionellen Elektro-Autos, sondern vor allem länger. Denn wo den meisten Stromern nach 300, 400 oder vielleicht 500 Kilometern der Saft ausgeht, verspricht Honda eine Reichweite von 650 Kilometern. Und wo Elektroautos danach für Stunden an die Steckdose müssen, braucht der Clarity nur ein paar Minuten zum Tanken – wenn man denn eine Wasserstoff-Säule in der Nähe hat. Dumm nur, dass die noch Mangelware sind.



Zwar erweist sich der Clarity bei den ersten Tests tatsächlich als alltagstaugliches Auto, das jedem konventionellen Stromer mindestens ebenbürtig ist. Und zumindest in Japan und in den USA kann mit ihm über spezielle Leasingprogramme beinahe jedermann in die Zukunft starten. Doch so ein ganz alltägliches Auto ist er offenbar doch noch nicht. Denn weil die Kosten zu hoch sind und die Infrastruktur zu lückenhaft, wird es ihn in Europa bis auf weiteres nicht zu kaufen geben. Von ein paar Schaustücken für Flottentests abgesehen, muss die Zukunft bei uns noch warten.

All-new Honda Civic Type R races into view at Geneva

Nordschleifenrekord für den Honda Civic Type R

Alles nach Plan

Nordschleifenrekord für den Civic Type R



Der Honda Civic Type R ist so eine Karre, wie sie sich ein 14-jähriger aufzeichnen würde. Riesenspoiler, unzählige Lufteinlässe, monströse Schürzen und aggressive Formensprache. Aber dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – ist der Type R auch ein richtig geiles Auto. Außerdem ist er jetzt offiziell der schnellste Fronttriebler der Welt auf dem Nürburgring.

Text: Jakob Stantejsky



Mit einer Zeit von 7 Minuten, 43 Sekunden und 80 Hundertsteln hat der Japaner dem VW Golf GTI Clubsport S um ungefähr drei Sekunden dessen bisherigen Rekord abgejagt. Ehrlich gesagt war zu erwarten, dass genau das passieren würde, aber nur deshalb muss man es ja nicht totschweigen. Außerdem soll erwähnt sein, dass es sich beim Golf um eine umgebaute Version ohne Rücksitze handelte, während der Type R nicht weiter verändert wurde.

Um das Ganze mal in Relation zu sehen: Der Lamborghini Huracán Performante hält zurzeit den Rundenrekord für das schnellste Serienauto mit 06:52:01. Der ist aber ein waschechter Supersportwagen, da finden wir die Zeit des Type R doch ziemlich respektabel. Unten gibt’s übrigens die gesamte Fahrt im Cockpit mitzuerleben.


Honda PR MC0617 -Honda Fireblade Track Days 2017

Honda Fireblade Track Days 2017

Mit der neuen Fireblade am Slovakiaring

Honda Fireblade Track Days 2017

25 Jahre ist es schon wieder her, als die erste Honda Fireblade das Licht der Welt erblickte. Zum Jubiläum lädt Honda Interessenten zum Test auf die Rennstrecke.



Am 27. und 28. Mai erfüllen die Japaner den Traum vieler Motorradfahrer. Honda lädt in die Slowakei und bietet den Teilnehmern für nicht einmal 150 Euro einen Tag voller Spannung und Adrenalinschübe. Egal ob Anfänger oder Profi, jeder darf sie testen, die neue CBR1000RR Fireblade und Fireblade SP. Pro Tag werden je fünf Turns gefahren. Der spannende Slovakiaring kombiniert mit den 192 Pferdchen, die die Fireblade auf den Asphalt zaubert, werden jeden einzelnen Ritt unvergesslich machen.



Verpassen sollte man dieses Mega-Event auf keinen Fall, hat sich die Fireblade doch ziemlich verändert. 15 Kilogramm hat das Motorrad pünktlich zur Badesaison abgespeckt, dazu kommt noch eine Leistungssteigerung von 11 PS. Bei der Elektronik wurde ebenfalls fleißig rumgewerkelt um alles auf den neusten Stand zu bringen. Das neue ABS ist nur die Spitze vom Eisberg. Wen Worte allerdings weniger überzeugen als Visuelles, der lasse sich einfach vom folgenden Onboard-Video berauschen.



Neben dem Testen der zwei Superbikes wird man auch drei Turns mit dem eigenen zweispurigen Fahrzeug bestreiten. Dies bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, ein Gefühl für ihre privaten Motorräder zu bekommen und diese am Limit kennen zu lernen. Falls ihr eine Ducati fährt, braucht ihr den Zorn der japanischen Konkurrenz nicht fürchten, denn jeder Motorradhersteller ist am 27. Und 28. Mai in der Slowakei willkommen. Glückliche Besitzer einer neuen Fireblade sind ebenfalls nicht ausgeschlossen, sondern haben die Möglichkeit an einem der beiden Tage gratis teilzunehmen – oder sie investieren 149 Euro und erleben das vermutlich beste Wochenende ihres Lebens. Die Anmeldung ist bereits im Gange und bei jedem Honda Motorrad Verkaufshändler in Österreich möglich.

Alle weiteren Infos gibt’s unter: http://www.honda.at/motorcycles/experience-honda/event/honda-fireblade-track-days


2017 Civic Type R

Honda Civic Type R in brav?

H&R Sportfedern

Honda Civic Type R in brav?



Sowohl über den Honda Civic als auch über die mehr als 300 PS starke Sportvariante Type R, die beide 2017 den Markt erobern sollen, haben wir bereits berichtet. Doch was, wenn man das sportliche Handling ohne den überaggressiven Look und den hohen Preis haben will? Dann geht man zu H&R.

Text: Jakob Stantejsky



Denn die Serienwagenveredeler bieten für zahlreiche Modelle vieler Hersteller mehr oder weniger kleine Aufwertungen. Im Programm haben sie auch den neuen Honda Civic, für den sie eine maßgeschneiderte Sportfederung gebastelt haben. Für nur (und das ist nicht ironisch gemeint) 308 Euro lässt sich das Auto so 35 Millimeter tieferlegen und deutlich straffer abstimmen. So bekommt man durchaus richtiges Sportwagenfeeling für kleines Geld. Und 180 PS sind für ein Auto dieser Größenordnung alles andere als schwachbrüstig.



Noch einen Schritt weiter kann man bald mit der „Trak+“ Spurverbreiterung gehen, die die serienmäßigen oder selbstausgesuchten Räder schön an den Radhauskanten ausrichtet. Wieviel für dieses Service zu löhnen sein wird, haben die Tuner jedoch noch nicht verlautbaren lassen. Summa summarum sind die H&R-Modifikationen eine sinnvolle Alternative zum Type R, sofern man auf das gewöhnungsbedürftige Äußere und die 140 PS extra verzichten kann. Dafür spart man aber auch viele tausend Euro.

All-new Honda Civic Type R races into view at Geneva

Honda Civic Type R: Hear me Roar!

Hear me roar!

Starring Honda Civic Type R



Der Honda Civic ist eine dieser Kultkarren, die es schon ewig gibt und die immer ihre Fans haben werden. Und um Letztere zu befriedigen, darf eine Sportversion auf keinen Fall fehlen. In diesem Fall heißt ebendie Civic Type R und hat einiges zu bieten. Die Neuauflage 2017 hat nun ihren allerersten öffentlichen Soundcheck abgeliefert – und macht damit Lust auf mehr.

Text: Jakob Stantejsky



Ja, von der einen Minute Video bekommen wir leider tatsächlich nur während der letzten paar Sekunden wirklich was auf die Ohren. In dieser Hinsicht hätten wir uns natürlich auch mehr gewünscht. Doch was wir hören, taugt richtig viel! Jetzt können wir uns jedenfalls sicher sein: Der neue Civic Type R schaut nicht nur extrem fetzig aus, er klingt auch richtig hungrig – am Speiseplan steht vor allem Fahrspaß.



Das bereitgestellte Besteck ist mehr als nur tauglich: der 310 PS-Vierzylinder arbeitet mit bis zu 400 Nm Drehmoment daran, den Civic Type R auf bis zu 270 km/h zu jagen. Von 0 auf 100 löffelt man sich in kurzweiligen 5,7 Sekunden, während der Wagen in großen Schlucken 7,3 Liter auf 100 km zu sich nimmt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: der Tisch muss gedeckt werden! Denn noch müssen wir auf den Civic Type R ein wenig warten. Bis dahin können wir uns ja nochmal daran erinnern, dass er seit 2015 (damals noch als Entwicklungsmodell) auch den Rundenrekord auf der Nordschleife unter allen frontgetriebenen Kompaktsportlern hält.