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50 Years of Driving Performance / Nürburgring 2017

Mercedes-AMG Project One: F1 für die Straße

Who the f*ck is Bugatti?

Das AMG Project One ist ein F1-Wagen für die Straße



Dagegen sieht selbst der neue Bugatti Chiron fast schon wieder ein bisschen alt aus. Denn wenn sich der schnelle Mercedes-Ableger AMG auf der IAA zum 50. Geburtstag einen neuen Sportwagen schenkt und dafür gleich die Kategorie des „Hypercars“ in Anspruch nimmt, dann steckt unter der strömungsgünstigen Karbon-Karosserie nichts Anderes als reine Formel 1-Technik, die auf Biegen und Brechen in das Korsett der Straßenverkehrsordnung gebracht wurde.

Von Thomas Geiger



„Das hat vor uns noch keiner gemacht“, sagt AMG-Chef Tobias Moers. Und selbst bei Ford oder McLaren werden sie dem kaum widersprechen. Denn so nah Autos wie der legendäre GT oder der fast noch berühmtere F1 am Rennwagen geblieben sind, war die Ausgangsbasis da immer ein Tourenwagen und kein Formel-Fahrzeug. Und auch die Leistung von mehr als 1.000 PS ist nahezu unerreicht – selbst wenn der Bugatti da mit 1.500 PS einen soliden Vorsprung hat.



Wie ernst es Moers und seiner Mannschaft mit der Nähe zwischen Rennsport und der Raserei für Ultrareiche ist, belegt nicht nur der Schattenriss, den die schnellen Schwaben zuletzt immer wieder gezeigt haben und der genau über die Silhouette von Lewis Hamiltons Silberpfeil passt. Sondern am Rande des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring hat sich AMG zum ersten Mal etwas tiefer in die Karten schauen lassen und den Antrieb vorgestellt, der das „Project One“ zum ultimativen Überflieger machen soll. Und sieht tatsächlich verdammt nach Formel 1 aus. In seinem Zentrum steht ein gerade mal 1,6 Liter großer V6-Motor, der direkt hinter der Kabine montiert wird. Nach den gleichen Skizzen wie für die Formel 1 ebenfalls im englischen Brixworth gebaut, bringt ihn ein elektrischer Turbo auf bis zu 11.000 Touren. So schnell dreht sonst kein anderes Straßenauto. Er wird kombiniert mit vier weiteren E-Maschinen, von denen zwei auf die Vorderräder wirken. Gespeist werden sie mit denselben Akkus, die Mercedes auch in der Formel 1 einsetzt. „Nur dass wir die Kapazität etwa vervierfachen und so im Alltag bis zu 25 Kilometer elektrischer Reichweite bieten“, sagt Moers. Wobei kaum anzunehmen ist, dass irgendjemand dieses Auto im Flüstermodus fahren wird oder durch den Hybridantrieb tatsächlich Sprit sparen will.



Viel eher lässt sich mit diesem Paket eine Fahrdynamik erreichen, die ihresgleichen sucht. Nachdem AMG schon beim SLS e-cell mit Torque Vectoring an vier einzelnen Rädern experimentiert hat, sollte das Project One um die Ecken gehen wie kein anderer Sportwagen und so dem Bugatti lässig davonfahren können. Selbst wenn der auf der Gerade mehr als 400 km/h schafft.

Und auch auf der Gerade ist das Rennen längst noch nicht gelaufen. Zwar gibt es noch nicht mal ansatzweise offizielle Daten. Doch als definitiv schnellster Silberpfeil aller Zeiten sollte der Überflieger in weniger als 2,5 Sekunden von 0 auf 100 sprinten und bei 350 km/h noch reichlich Luft nach oben haben.



Aber nicht nur bei Antrieb, Fahrleistungen und Fahrverhalten dringt Mercedes in neue Sphären vor. Sondern auch beim Preis sprengen die Schwaben den Rahmen und eifern den knapp drei Millionen Euro des Bugatti Chiron nach. Denn wer ab 2019 einen der gerade mal 275 Project One fahren oder in seine klimatisierte Sammler-Garage stellen möchte, der sollte sich – so hört man aus Kreisen der potentiellen Kunden – auf rund 2,8 Millionen Euro einstellen. So kommen manche Schnellfahrer schon zum Hyperventilieren, noch bevor sie das erste Mal Gas gegeben haben.

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Die Rekordfahrt des Nio EP9 im Video

Mittendrin statt nur dabei

Die Rekordfahrt des Nio EP9



Erst vorgestern hat uns die Kunde von der unglaublichen Nordschleifen-Rundenzeit des Nio EP9 erreicht – lediglich lächerliche 6:45,90 hat der Elektrohypersportwagen gebraucht, um die grüne Hölle zu bezwingen. Jetzt gibt es auch das Video zur Fahrt. Bitte, nehmt Platz im Cockpit des EP9, während Geschichte geschrieben wird.

Text: Jakob Stantejsky



Also, auch wir geben es jetzt ganz unumwunden zu: Der Sound des Nio EP9 ist eine Katastrophe, wenn man ihn mit einer glücklichen Zylinderfamilie unter der Haube vergleicht. Aber andererseits…wie der chinesische Flitzer jedes Mal aus der Kurve hinausschießt, sucht doch seinesgleichen und wirkt fast hypnotisch. Auch wenn man Elektromotoren vielleicht das typische Rennsportfeeling absprechen will, sollten wir daran denken, das es sich hier auch nur um die Macht der Gewohnheit handelt. Wäre es andersrum, fänden wir das Verbrennergeröhre wahrscheinlich grässlich. Schlussendlich ist das alles egal, wir genießen einfach die fantastische Fahrt in einem fantastischen Gefährt.

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Nordschleifenrekord für den EP9?!

Eine brandneue Ära

Nordschleifenrekord für den EP9?



Erinnert ihr euch noch an den Nio EP9? Diesen chinesischen Elektrohypersportwagen? Der mit den 1360 PS? Falls nein, jetzt vergesst ihr ihn nie wieder, denn er hat gerade eine unfassbare Rundenzeit auf die Nordschleife geknallt. Da werden alle Anderen bleich vor Neid.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Nio



Vor ein paar Monaten waren wir noch überrascht, als der Lamborghini Huracán Performante mit einer Fabelzeit von 6:52,01 dem Porsche 918 Spyder den Nordschleifenrekord für Serienautos abnahm. Doch jetzt stehen wir blöd da und staunen über den Nio EP9, der auch die Zeit des Italieners vollständig pulverisiert hat. 6:45,90 lautet die unglaubliche Rundenzeit, die der Chinese auf den Asphalt geknallt hat. Klar, der EP9 ist kein Serienauto, daher kann er dem Lambo seinen Rekord nicht abjagen – doch er hat eindrucksvoll bewiesen, dass Elektroautos längst weit aus dem Schatten ihrer Benzinbrüder getreten sind.

Den Rekord für straßenzugelassene Autos hält übrigens der Radical SR8 noch aus dem Jahr 2009: 6:48,28 ist aber ebenfalls eine Zeit, über die der EP9 nur schmunzeln kann.

Über sechs, beziehungsweise über zwei Sekunden hat das chinesische E-Monster also zwischen sich und seine Konkurrenten gebracht. Im Rennsport spricht man hier durchaus von der einen oder anderen Welt. Und auch wenn der Nio EP9 demnächst wohl kaum in Serie gehen wird: 6:45,90 sind einfach blitzschnell – schneller als die Traditionsbewussten Herren aus Deutschland und Italien, jedenfalls.


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SCG003

Im SCG003-Cockpit am Nürburgring

Alle einsteigen!

Im SCG003-Cockpit am Nürburgring



Könnt ihr euch noch an unseren Artikel über Jim Glickenhaus‘ geplanten Nordschleifenrekord für Serienfahrzeuge erinnern? Der soll diesen Herbst im SCG003 Stradale über die Bühne gehen und man will eine Fabelzeit von 6:30 Minuten erreichen. Die Rennstreckenversion des Wagens, namens SCG003, war nun auch auf dem Nürburgring unterwegs und wir fahren alle eine Runde mit.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Scuderia Cameron Glickenhaus



Auch wenn es leider keine Zeitmessung gibt, steht eines fest: Der SCG003 legt eine flotte Sohle auf den Asphalt. Mit dem Stradale peilt Rennsportenthusiast und Schwervermögender Jim Glickenhaus eine Rundenzeit von 6:30 an – über 20 Sekunden will er also schneller sein als der momentane Rekordhalter Lamborghini Huracán Performante. Wenn die Straßenversion des SCG003 also schon solche Zeiten in Petto haben könnte, was heißt das dann erst für den reinrassigen Rennwagen? Doch lassen wir die Zahlenspielerei mal weg und konzentrieren uns auf diese Fahrt, die im Rahmen der Qualifikation für die Langstreckenmeisterschaft Nürburgring aufgenommen wurde. Denn das hat sie auf jeden Fall verdient – ganz großer Sport!

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NIO EP9: Ohne Fahrer auf die Piste

Ohne Fahrer auf die Piste

Der NIO EP9 knallt Fabelzeiten hin



Vor nicht allzu langer Zeit haben wir euch schon vom NIO EP9 aus der chinesischen Elektroautoschmiede NextEV berichtet. Kurz bevor der Hypersportwagen auf den amerikanischen Markt losgelassen wird, haben die Entwickler ihn ohne Fahrer auf den Circuit of the Americas in Texas geschickt. Angestellt hat er sich dabei ziemlich ordentlich, wie ich finde. Auf jeden Fall besser als manch anderes selbstfahrendes Wägelchen

Text: Jakob Stantejsky


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Normalerweise spricht man von Kilowatt, wenn man die Stärke eines Elektromotors einordnen will. Doch die sind für den NIO EP9 nur Peanuts, leisten seine vier Aggregate doch zusammen ein ganzes Megawatt. Umgerechnet bedeutet das, dass wir hier von einem Auto mit 1360 PS sprechen! 2,7 Sekunden auf 100 km/h und 7,1 auf 200 sind da nur die logische Konsequenz.

Nachdem der NIO EP9 (ein etwas handlicherer Name wäre eine wahre Wohltat) auch auf der Nordschleife schon eine recht fabulöse Zeit von 7:05,12 auf den Asphalt gezimmert hat, durfte er als Belohnung jetzt auf den Circuit of the Americas in Texas – und das ganz alleine. Am 23. Februar stellte er vor Ort noch mit Besatzung den Serienwagenrekord (die Serie besteht bislang aus sechs Exemplaren) mit einer Rundenzeit von 2:11,30 auf, fahrerlos kam der NIO EP9 immerhin auf 2:40,33. Eine knappe halbe Minute ist natürlich eine Welt auf der Rennstrecke, doch für ein selbstfahrendes Auto ist das doch sehr respektabel. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit hat sich der NIO EP9 allein nicht lumpen lassen und ganze 257 km/h auf die Strecke gebracht. Mit Lenker am Steuer waren es auch „nur“ 274, also wirklich kein dramatischer Unterschied. Ich werde das chinesische Elektromonster jedenfalls im Auge behalten und wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Stromer den Nordschleifenrekord an sich reißt. Der NIO EP9 wäre im Moment der erste Kandidat.


Koenigsegg Regera

Koenigsegg Regera – Hypersport in Monterey!

Hypersport in Monterey!


Koenigsegg Regera





Die diesjährige Monterey Car Week bescherte einen wahnwitzigen Auftritt, denn Christian von Koenigsegg kam mit dem Koenigsegg Regera vorbei. Und dem Agera R. Und dem Agera XS.

Von Karl Jereb

Der Koenigsegg Regera ist wohl als größte Konkurrenz des bislang quasi ungeschlagenen Hypersportwagenproduzenten Bugatti anzusehen. Denn im Gegensatz zu Hennessey, schaffen es die Schweden locker, eine Serienfertigung aus der Fabrik zu stanzen. Da der Koenigsegg Regera bereits vor einiger Zeit vorgestellt wurde und ein derart unglaubliches Konzept aufweist, müssen wir zugeben, schon am Projekt gezweifelt zu haben. Der Regera, was übersetzt so viel wie Regieren oder Herrschen heißt, verfügt über eine komplette Systemleistung von 1.800 Pferdchen. Allerdings kann die gesamte Kraft nicht auf einmal abgerufen werden und sie benötigt Hochoktankraftstoff. Doch wir finden, dass 1.500 PS ebenfalls genügen, um in Velden die Eislutschger nach der Reihe zu Boden fallen lassen.

Möglich ist das Pferdchen-Spektakel dank des Einsatzes dreier Elektromotoren, die in Kombination mit einem Fünfliter-Twinturbo-V8 werkeln. Der Regera kommt dank der Hybridtechnik ohne herkömmliches Getriebe aus, was sich der Chef, Christian, auch gleich patentieren ließ. Trotz all diesen technischen Gimmicks, bringt der Koenigsegg Regera nur 1.420 Kilogramm auf die Waage. Aufgrund dieser, aller Informationen, die bei seiner Präsentation zur Verfügung standen, kann man ein gewisses Misstrauen wohl als gerechtfertigt ansehen. Doch nun bewies Christian von Koenigsegg, dass der Herrscher tatsächlich serienfertig ist. Zu sehen ist er auf zwei Videos, einerseits von Spencer Berke und andererseits von TheStradman. Preis des Gefährts? Als ob wir diese Info nötig hätten.

Bild&Video: YouTube

Bugatti Chiron

Bugatti Vision GT Fail – Peinlicher Fauxpas!

Peinlicher Fauxpas!


Bugatti Vision GT Fail




Der Bugatti Vision GT ist die Hardcore-Variante des ohnehin schon ziemlich harten Bugatti Chiron. Was die Betreiber ihm beim diesjährigen Pebble Beach Concours d’Elegance antun, ist mehr als ein peinlicher Fauxpas.

Von Karl Jereb

Zuerst aber die guten Nachrichten. Obwohl, ob sie wirklich gut sind, muss wohl jeder selbst entscheiden. Den meisten Lesern wird es wohl mehr oder minder egal sein. Doch kommen wir zum Punkt: der Bugatti Vision GT, ein Einzelstück wie man sich wohl schon gedacht haben wird, wurde beim diesjährigen Pebble Beach Concours d’Elegance an einen privaten Käufer übergeben. Das ist schon relativ ungewöhnlich, und insofern fehlen auch sämtliche Infos über Kaufzeitpunkt, Käufer und Preis. Wahrscheinlich darf sich irgendein saudischer Ölbesitzer über den 1.500 PS-starken Bugatti Vision GT freuen. Doch dies nur zum Aufwärmen.

Während des lustigen Beisammenseins auf dem wohl nobelsten Fahrzeug-Salon der Welt sind den Betreibern des Bugatti Vision GT gleich zwei Pannen unterlaufen, die uns der YouTuber „Marchettino“ zur Verfügung gestellt hat.

Erstens: beim Rangieren des atemberaubenden Hypersportlers ging dem Fahrer nach kurzer Zeit der Sprit aus, woraufhin ein Mitarbeiter mit Samthandschuhen angetrabt kam, um die Millionenmühle wieder zum Leben zu erwecken. Wirklich ein sensationeller Auftritt. Doch auch der darauffolgende Fluchtversuch scheiterte. Wobei auch der findigste Zuseher des Aufladeversuchs wohl seine Schwierigkeiten haben wird herauszufinden, woran die Herren Bugattis denn da gescheitert sind. Auf jeden Fall dauert das schlichte Aufladen des Bugatti Vision GT länger, als das Inkrafttreten der Verwaltungsreform. Trotzdem ist es in gewisser Weise ein Genuss, dem Wahnsinnsgefährt zuzusehen.

Bild&Video: YouTube

Bugatti Chiron

Bugatti Chiron Sitzprobe – Eine Runde Goodwood!

Eine Runde Goodwood!


Bugatti Chiron Sitzprobe




Mit dem Bugatti Chiron ist den deutsch-französischen Autobauern wieder einmal ein Wurf der Superlative gelungen. Nun war der 1.500 PS-Bolide beim Goodwood Festival Of Speed zu Gast und zeigte einen Hill Climb, bei dem wir alle aus der Cockpit-Perspektive teilhaben können.

Von Karl Jereb

Der Bugatti Chiron ist mit seinen 1.500 Pferdestärken und 1.600 Newtonmetern Drehmoment das wohl wahnwitzigste Serienauto der Welt. Damit holt er seinen bis zu 1.200 PS-starken Vorgänger, Veyron der Name, locker ein und so ziemlich alles andere am Planeten Erde ebenfalls. Koenigsegg könnte ihm mit dem Regera ein wenig Wind aus den Segeln nehmen, oder Hennessey mit dem Venom V5. Doch allzu viel Konkurrenz gibt es in dieser Liga nicht. Auf jeden Fall hat der Bugatti Chiron nun das alljährliche Goodwood Festival Of Speed des Lord March besucht und selbstredend für ordentlich Aufsehen gesorgt. Am Steuer des fabulösen Hill Climbs sitzt Rennfahrer Andy Wallace, daneben Will Beaumont vom britischen Evo-Magazin. Und wir? Wir sitzen ebenfalls am Beifahrersitz, wenngleich nicht wirklich. Mittels Bewegtbildaufnahmegerät sind wir aber dennoch ziemlich nah am Geschehen und erfreuen uns der virtuellen Sitzprobe im Bugatti Chiron am Goodwood Festival Of Speed.

Bild&Video: YouTube

Sergio Marchionne

Sergio Marchionne neuer Ferrari CEO – Viel Erfolg!

Viel Erfolg!


Sergio Marchionne neuer Ferrari CEO


Sergio Marchionne

Sergio Marchionne ist nun offiziell der neue CEO der italienischen Sportwagenmanufaktur Ferrari. Der 63-Jährige soll die Cavalli Rampante zu Höchstform treiben und die Produktion ebendieser steigern.

Von Karl Jereb

Schon länger wurde vermutet, dass Amedeo Felisa in Rente geht und Sergio Marchionne seinen Platz als CEO bei Ferrari einnehmen wird. Nun ist es tatsächlich geschehen. Felisa geht mit 69 Jahren auf dem Buckel in die wohlverdiente Pension und wird vom sechs Jahre jüngeren Marchionne ersetzt. Allerdings wird sich Felisa nicht ganz verabschieden, er soll den Ingenieuren als technischer Berater zur Seite stehen. Sergio Marchionne ist bereits Chief Executive Officer der Fiat Chrysler Automobiles, seine neue Position soll die Markenverbundenheit mit Ferrari stärken. Seit Oktober 2014 ist Marchionne bereits Chairman bei Ferrari, nun hat er weitere Möglichkeiten, den Kurs der Sportwagenmanufaktur zu steuern. Eine seiner ersten Überraschungen lieferte er in einem kurzen Interview indem er sagte, dass die Entwicklung des LaFerrari Spider bereits weit fortgeschritten ist. Zum lang ersehnten Ferrari Dino äußerte er sich nicht.

Bergauf!

Als neuer Boss will er die Produktion steigern und das bisherige Ziel von 9.000 Modellen bis 2019 erhöhen. Außerdem sollen neue Markenlizenzen vergeben werden und ein Ferrari-Park, über den wir bereits berichtet haben, gebaut werden. Ferrari befindet sich momentan auf einer Hochphase im Verkauf. Im ersten Quartal seien 1.882 Modelle verkauft worden, ein Gewinn von 15% gegenüber dem Vorjahr. Mit dem Wechsel zu Sergio Marchionne ging auch die Mailänder Börse in die Höhe und bescherte Anlegern einen Gewinn von 4,3 Prozent. Die Sterne stehen also gut für den 63-Jährigen, wir wünschen ihm, dass es so bleibt!

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Porsche 960 – Kommt der neue Supersportler?

Neuer Supersportler im Anmarsch?


Porsche 960



Porsche 960! Mit der Patentierung der neuen Baureihen-Kennzahl bringen die Zuffenhausener einen Stein ins Rollen, der die wildesten Spekulationen mit sich bringt. Doch was hat die Maßnahme tatsächlich zu bedeuten? Kommt das lang vermutete Mittelmodell zwischen 918 Spyder und 911 Turbo S tatsächlich?

Von Karl Jereb

Die Gerüchteküche brodelt bereits seit einiger Zeit, Porsche wolle den Slot zwischen Hypersportler 918 Spyder und Supersportler 911 Turbo S besetzen. Während sich die Lage in letzter Zeit wieder beruhigt hat – wohl auch wegen der zahllosen Ankündigungen, etwa von neuen Vierzylindern für Cayman und Boxster, oder aber, dass man künftig ausschließlich beatmete Motoren einsetzen wolle, und natürlich auch aufgrund der geänderten Nomenklatur – flammt die Diskussion dank der Headline: „Porsche patentiert 960“, wieder von Neuem auf.

Die britische Autozeitschrift „Car“ hat als erste über die Patentierung berichtet und bekam daraufhin gleich Nachricht von einem Porsche-Sprecher: „We won’t comment on future product. We’re just looking to preserve the nameplate identity and combinations that we don’t have, and to avoid going through the labour of proving a later claim based on our traditions.”

Der Sprecher wollte uns, die Öffentlichkeit, also nur davon überzeugen, dass Porsche versucht, die Nomenklatur schon im Vorhinein zu reservieren, ohne explizit an einem neuen Modell zu arbeiten.

Jetzt wird’s spannend!

Es geht aber noch weiter im Text: „There’s not been much on the topic of new models but, if you look, there are blank spots in our range – and you have to look at what the competition is doing and keep these things in mind.”

Viel wird also nicht über ein kommendes Modell verraten, doch die entscheidende Info fällt: “Wenn man genau schaut, gibt es noch unbesetzte Plätze in unserer Modellpalette”, und die Konkurrenz schläft nicht! Wenn das keine eindeutige Deklarierung hin zu einem neuen Modell ist.

Alles Weitere wäre zu diesem Zeitpunkt allerdings reine Spekulation. Doch ein Detail an der Sache dürfen nicht außer Acht lassen: der vorletzte Über-Porsche wurde 959 genannt. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was uns in Zukunft aus dem Hause Porsche erwartet und halten die Augen nach handfesten News bezüglich des 960 offen!

Bild: gtspirit.com