Beiträge

Ra_00017

Rapid auf der Überholspur

Komm vorbei mit deinem Skoda!

Rapid auf der Überholspur

Der Wiener hat eine Gaudi, wenn er den grünen Skoda Rapid begutachtet. Abstiegsgefährdet, ineffizient, und so geht das munter weiter. Es lassen sich so einige Assoziationen mit dem Traditionsverein herstellen, die negativen passen aber nicht zum Auto.



Text: Maximilian Barcelli

Beim Rundgang um den facegelifteten Rapid Spaceback sticht der aggressivere Look sofort hervor, der, zumindest was das Heck betrifft, durch diverse schwarze Elemente erreicht wurde. Auch wenn den Tschechen dieses Farbenspiel durchaus gelungen ist, schmerzt das Komiker-Herz ein wenig. Ein grün-weißer Rapid wäre doch zu schön gewesen, so werden wir uns nur mit dem Namen vergnügen müssen – und mit dem Auto!



Nach geschätzten fünf Stunden der Witzelei hat dann wirklich jedes lähmende Wortspiel Erwähnung gefunden und es wird der Arbeit nachgegangen. Schließlich möchte ich euch ja vermitteln, wie sich dieses Auto fährt und ob es den heutigen Anforderungen in der Kompaktliga (ha-ha) gerecht wird. Motorisch hat sich Skoda jedenfalls weiterentwickelt, denn die Tschechen schießen den nicht mehr ganz zeitgemäßen Vierzylinder ab und gönnen den facegelifteten Rapid einen neuen Dreizylinder Motor mit einem Liter Hubraum und Turbolader. Dieser leistet entweder 95 PS, steht der Fahrspaß beim Autofahren allerdings nicht komplett im Hintergrund steht auch ein 110 PS starker Tscheche zur Verfügung.

Innen gibt sich der Skoda Rapid edler, als der Preis es zugeben möchte. Komfort wird großgeschrieben, Peinlichkeiten sucht man hier vergebens. Alles ist auf seinem Platz und wirkt aufgeräumt, durch den Radstand von 2602 Millimeter (sowohl Kombi, als auch Limousine) mangelt es auch nicht an Platz. Die Simply Clever Lösungen – einige davon sind wirklich praktisch – tragen zur Sympathie des Autos bei. Neu sind die USB-Ports im Fond des Rapid, dank denen die Kiddies noch mehr Zeit mit dem Smartphone verbringen können. Bekannte Helfer wie der Tickethalter an der Frontscheibe oder der Eiskratzer in der Tankklappe sind zwar nicht neu, freuen tut’s mich trotzdem, dass diese wieder mit an Bord sind.



Und wie fährt er sich denn jetzt? So, wie sich das Auto optisch gibt. Unaufgeregt, komfortabel und sogar ein bisschen sportlich, wenn man es drauf anlegt. Der große Fahrspaß bleibt zwar aus, für rekordverdächtige Runden auf der Rennstrecke ist der Skoda Rapid aber auch nicht konzipiert. Und dank der großen Auswahl bei der Motorisierung, werden individuellen Bedürfnisse in hohem Maße erfüllt. Bissiger kann auch schon mal der 1,6 Liter-Dieselmotor werden, der 116 Pferde auf den Asphalt bringt und mittels Sportlenkrad signalisiert, dass du dich im Top-Modell befindest. Die knapp zehn Sekunden, die das Auto braucht, um auf 100 km/h zu beschleunigen, reichen zwar nicht um die Aufmerksamkeit des Nachwuchses weg vom Smartphone zu lenken (was würde da schon reichen?), bei Beschleunigungs- und Überholmanöver lässt einem der Rapid allerdings nicht im Stich.



Stichwort Kinder: Der Skoda Rapid ist ein hervorragendes Familiengefährt, auch wenn die Länge des Wagens dies erstmal skeptisch betrachten lässt. Mit einem Kofferraumvolumen von 415 Litern (Spaceback) beziehungsweise 550 Litern passt reichlich Gepäck für den nächsten Lignano-Urlaub rein. Auch das trägt zur grundsympathischen Art des Skoda Rapid bei. Was aber vor allem raussticht, ist weder die feine Optik, noch der hochwertige Innenraum, sondern die freundliche Art, mit welcher das Fahrzeug die Insassen aufnimmt. Im Rapid kommst du dir wie Zuhause vor.

VE_001

Mit dem Skoda Vision E in die Zukunft

Der schönste Skoda?

Mit dem Vision E in die Zukunft



Donnerstagmittag in einem Fotostudio in Ingolstadt – die Nervosität steigt. Kommt sie oder kommt sie nicht? In nicht einmal zwei Wochen soll diese Studie von Skoda, an der vielleicht die Zukunft der ganzen Marke hängt, in Shanghai sein. Und jetzt schafft sie es nicht einmal die zehn Kilometer aus der geheimen Werkstatt, weil irgendwas im Innenraum noch klemmt. Vielleicht auch, weil der Fahrer mit dem hermetisch versiegelten Lastwagen einfach den Weg nicht findet. Dabei dängt die Zeit und zu allem Übel hat sich auch noch der Vorstand zur finalen Designabnahme angesagt.

Von Thomas Geiger



All das ist jetzt elf Tage her und mittlerweile vorbei und vergessen. Schließlich hat es am Ende ja doch noch gereicht und ab jetzt stiehlt der Vision E auf der Motorshow in Shanghai vielen andern Studien die Schau. Denn mit dem elektrischen SUV-Coupé beweist Skoda, dass nicht nur Nobelmarken wie Tesla oder Jaguar, Träumer wie Faraday Future oder Nio und die zwei Klassen höher angesiedelte Schwester Audi begehrenswerte Batteriefahrzeuge bauen können.

Technisch ist der Vision E keine große Überraschung. Denn erstens nutzt er den von der Konzernmutter VW schon drei Jahre vor dem ersten Serienmodell bis zur Sättigungsgrenze durch die Schlagzeilen geprügelten Modularen Elektrizitätsbaukasten. Und zweitens sind 225 kW Leistung aus zwei Motoren, 180 km/h Höchstgeschwindigkeit und mehr als 500 Kilometer Reichweite für eine Studie kein großer Wurf, wenn ein Opel Ampera-E schon heute auf 520 und ein Renault Zoe auf 400 Kilometer kommen.



Doch so unspektakulär der Antrieb, so sensationell ist das Design. Denn wo Ampera-E oder Zoe im hier und heute verhaftet sind, sieht der Vision-E genau wie die viel teureren Studien und Serien-Modelle von Tesla & Co tatsächlich nach Zukunft aus und macht dabei einfach eine gute Figur: Ein bisschen kleiner, aber vor allem schlanker und schnittiger als der Kodiak und nicht minder robust, steht er auf großen Rädern, funkelt mit einem von innen beleuchtetem Ornat aus Bleikristall und reckt eine glatte Nase in den Wind, die ganz neu ist und ihn trotzdem sofort als Skoda ausweist: „Das wird unser typisches Gesicht für Elektrofahrzeuge“, sagt Karl Neuhold, der das Exterieur-Design verantwortet: Ohne Kühlergrill, aber trotzdem sofort als Skoda erkennbar, weil am Ende der profilierten Motorhaube wie eh und je der gefiederte Pfeil thront, und weil die Studie das Vier-Augen-Gesicht des Octavia übernimmt, das mit einem durchgehenden Lichtleiter verbunden wird.



Dazu gibt es einen Innenraum, der ohne Mitteltunnel deutlich mehr Platz bietet, ein Anzeige- und Bedienkonzept, das mit großen Touchscreens, Gesten- und Blicksteuerung ebenfalls den Aufbruch in eine neue Zeit wagt, und Assistenzsysteme, die noch einen weiteren Schritt nach vorne machen. So kann der Vision E nicht nur automatisch auf einer induktiven Ladeplatte parken, sondern nach dem so genannten Level 3 auch selbstständig über die Autobahn rollen. Damit der Fahrer dabei nicht ganz wegdriftet oder sich zu tief in den Möglichkeiten des Infotainments verliert, überwacht Skoda neben seiner Aufmerksamkeit sogar seinen Herzschlag. Und natürlich haben sich die Tschechen auch wieder ein paar Neuigkeiten aus der Rubrik Simply Clever einfallen lassen – zum Beispiel Frontsitze, die man um 20 Grad drehen kann.

Eine wunderbare Karosserie und ein atemberaubendes Ambiente – und dies ist das Versprechen von Karl Neuhold: „Natürlich werden wir nicht alles übernehmen können und haben bei manchen Details etwas überzeichnet“, räumt der Chef fürs Exterieur-Design ein. „Aber die Vision E ist vom Serienmodell nur noch so weit entfernt wie damals die Vision S vom Kodiak.“ Und bei diesen beiden Autos sind die Parallelen so augenfällig, dass man am Ende fast schon überrascht war. Selbst ein wenig von dem Bleikristall-Ornat möchte Neuhold in die Produktion retten, weil er den Kontrast zwischen traditioneller Handwerkskunst aus Böhmen mit dem Hightech von Antrieb und Bedienung reizvoll findet.



Also wirklich alles vorbei und vergessen mit der Zitterpartie auf dem Weg ins Studio und nach Shanghai? Nicht ganz. Denn der holprige Start in die Elektromobilität ist symptomatisch für Skoda. Schließlich gehört die tschechische VW-Tochter zu den letzten Volumenmarken, die auf den Elektro-Express aufspringt. VW baut schon seit Jahren Batterie- und Plug-In-Modelle, Audi hat den A3 am Stecker, die Franzosen fahren mit Strom und die meisten Japaner auch. Und Skoda hatte bislang nicht einmal einen Hybrid im Angebot. Zu teuer war den Tschechen bislang die Technologie, als dass sie sich auf dieses Abenteuer hätten einlassen und sich davon die Preise oder die Rendite verderben lassen wollen. Doch jetzt, wo sich der VW-Konzern gerade neu erfinden will, die Politik die Daumenschrauben der CO2-Vorgaben anzieht und wichtige Absatzmärkte wie China strenge Quotenregelungen anstreben, schwenkt auch Skoda um und Firmenchef Bernhard Meier bläst zur Offensive und verspricht bis zum Jahr 2025 fünf reine Elektrofahrzeuge – darunter auch die Serienfassung des Vision E. Schließlich will er bis dahin jedes vierte Fahrzeug mit Steckdosen-Anschluss ausliefern.

Dazu zählen neben den fünf reinen Stromern für ihn allerdings auch Plug-In-Hybride, mit denen die Offensive 2019 beginnen soll. Anders als bei der Studie auf dem Weg nach Shanghai sollte das dann auch keine Zitterpartie mehr werden. Denn als Basisfahrzeug dient der sattsam bekannte Superb und selbst wenn Skoda auf eine neue Zellgeneration und mehr als 50 Kilometer Reichweite hofft, läuft sich die Batterietechnik unter dem Blech seit Jahren im VW Passat GTE warm.

OcC_019

Skoda Octavia: Shitstorm im Wasserglas

Skoda Octavia Update

Shitstorm im Wasserglas

Der aufgefrischte Skoda Octavia hat es mit den ersten veröffentlichten Fotos geschafft zu schockieren. Ein paar Monate später lehnen wir uns beruhigt zurück: Entwicklung hat stattgefunden, die Revolution ist ausgeblieben. Alles bleibt besser.




von Bernhard Katzinger

Es war schon beinahe so etwas wie ein Shitstorm, der losbrach angesichts der ersten Bilder des überarbeiteten Skoda-Topsellers. Stein des Anstoßes war die neue Front des Octavia, die verdächtigt wurde, mit Doppelscheinwerfern und breiterem Grill einen auf E-Klasse machen zu wollen.

Doppelscheinwerfer oder nicht, am Erfolg des Kompakt-Tschechen wird sich mit dem Update nicht viel ändern. Solide Technik, Motoren von sparsam bis bärig, praktische Detaillösungen im Inneren. Sparmeister und Öko-Angebot ist der 1.0 TSI mit drei Zylindern und 115 PS. Wie die meisten Aggregate, ist auch der Triple-Octavia wahlweise mit dem 7-Gang-DSG verfügbar. Das funktioniert so fein, dass nur verbissene Puristen zum Handschalter greifen werden.




Dieseltränen

Was im Skoda schmerzlich klar wird: Wir werden den Diesel-Pkw noch so manche Träne nachweinen. Denn gerade in den stärkeren Versionen mit 150 oder 184 PS liefern gerade die Selbstzünder im Octavia Vortrieb mit einer Souveränität, für die ein Benziner schon mit sechs Zylindern antreten müsste.




Neu ist die Antriebskombination mit 2,0 TDI (150 PS) mit 7-stufigem DSG-Getriebe und Allradantrieb. Dieser verteilt Traktion salomonisch per elektronischer Lamellenkupplung, die – der Gewichtsverteilung wegen – vor der Hinterachse sitzt. Die Hälfte aller Käufer, so spekuliert man in Mlada Boleslav, sollen zum Zweiliterdiesel in der niedrigeren Leistungsstufe greifen.

Fortschritt nach Maß

Während man sich bei Hybrid- oder gar Elektroantrieb vornehm zurückhält, hat man sich bei den Assistenten und Infotainment-Systemen ordentlich bedient aus den Konzern-Regalen – selbst der Trailer-Assist für sorgloses Rangieren mit dem Anhänger ist verfügbar, ebenso wie Autonom-Fahr-Funktionen wie adaptiver Tempomat, Spurwechsel- sowie Travel Assist mit Verkehrszeichenerkennung.




Was fehlt, ist die im ebenfalls aufgefrischten Golf intensiv angepriesene Gestensteuerung – die Frage ist nur, wem sie fehlt. Das neue, schnelle und helle 9-Zoll-Display ergibt sehr viel mehr Sinn, leider ist die Mittelkonsole mit viel Klavierlack – und damit bald mit Fingertappern – versehen.

Wohin mit den Flaschen?

Besonders stolz sind die Tschechen auf die praktischen Simply Clever-Details, vom Haken für die Einkaufstasche im Kofferraum über den variablen Ladeboden ebendort bis zum – mittlerweile klassischen – Tickethalter hinter der Frontscheibe und dem Regenschirm unter dem Beifahrersitz. Und überhaupt, so viele Trinkflaschen wie in der Fahrerkabine des Octavia bringt man gefühlt in keinem anderen Auto der Welt unter – wetten?

Was wird das Ganze kosten? Der Einstieg liegt hierzulande bei 19.980 für den 86 PS-Benziner mit 5-Gangschaltung und Stufenheck, der Aufpreis für den Kombi liegt bei 660 Euro. Der höchste Grundpreis wird mit 33.420 Euro für den 184 PS-Diesel mit Allrad und 6-Gang DSG fällig.


P13_0838

Gebrauchtwagenparadies willhaben.at

Das Gebrauchtwagenuniversum von willhaben.at

9.000 Autos zum Preis von einem!

Text: Maximilian Barcelli

Das Internet ist etwas Schönes. Es erspart einem den Weg zum Arzt (Dr. Google leistet Abhilfe) oder eine mühselige Ausbildung (den Master in nur 3 Monaten absolvieren ist neuerdings kein Problem mehr). Das Internet hat aber noch so viel mehr zu bieten als panikverbreitende Netdoktoren. Im Word Wide Web herrscht reger Handel. Vom Nasal Koks bis hin zum Fedora Hut. Um der Cosa Nostra tatsächlich neues Leben einzuhauchen wäre ein dunkler Anzug ebenfalls von Vorteil. Dieser ist – wie alles Materielle auf dieser Welt – im Netz erwerbbar. Sollte man allerdings ein wohlwollender Bürger sein und (hoffentlich) keine Mafia-Karriere in Betracht ziehen, die digitale Kaufsucht  dennoch zu groß sein, wie wäre es dann einfach mit einem neuen alten Auto?

Alles zu haben

150 Euro ist generell nicht wenig Geld. Damit lässt sich nicht nur in der virtuellen Welt etwas anfangen (Doktortitel leicht gemacht). Auch im „echten“ Leben – was auch immer das bedeuten mag – kann man sich selbst schon ein wenig verwöhnen. Ob es ein Besuch in der Therme wird, ein paar neue Bücher oder eine Kartfahrt durch die Straßen Wiens. Man könnte das Geld zum Beispiel auch für eine Markentasche für die werte Frau/Freundin zum Fenster rauswerfen. Oder man investiert das Geld in etwas sinnvolles. Mobilität zum Beispiel.

Ein Auto, um konkret zu werden. Für 150 Euro? Ja, das gibt’s! Zu finden ist solch ein Auto auf der Seite für alles: willhaben.at. Egal ob ihr ein Haus kaufen möchtet, einen Beruf braucht um euch dieses Haus  leisten zu können oder ein Fahrzeug um das Büro des neuen Jobs zu erreichen, auf willhaben.at werdet ihr fündig. Dort findet man einen bald 20 Jahre alten Škoda Felicia, den man für läppische 150 Euro sein Eigen nennen darf. Pickerl ist (noch) vorhanden, die Servolenkung fehlt halt.



Die andere Seite der Medaille: Der Porsche 918 Spyder

Wir finden uns auf der anderen Seite der Preispalette wieder. Es wird teuer. Es wird richtig teuer. 1.390.000 Euro muss man aus dem Portemonnaie zaubern um der Besitzer eines Porsche 918 Spyder Hybrid Cabrios zu sein. Dafür hat man dann allerdings auch eine Servolenkung!



Und mit 607 PS ist der Porsche auch 553 Pferdestärken stärker als der Felicia. Argument für den Škoda: Man könnte 9.265 Exemplare kaufen (sie müssten halt alle 150 Euro kosten) und würde noch immer billiger aussteigen als mit einem einzigen Spyder. Alle Fahrzeuge zusammen hätten dann auch mehr Pferdestärken (etwa 500.000) unter der Haube. Spaß haben kann man mit beiden, wie dieses Video beweist: