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Toyota investiert in ein fliegendes Auto

Skydrive von Cartivator

Toyota investiert in ein fliegendes Auto



Das japanische Skydrive-Projekt von Cartivator konnte sich die Unterstützung von Toyota sichern. Mit Hilfe des Automobilkonzerns soll der Prototyp bereits 2020 die olympische Flamme in Tokio entzünden.

by Patrizia Zernatto

Ein fliegendes Auto für Olympia

Fliegende Autos sind nicht mehr nur ein Produkt aus Science-Fiction Filmen, sondern werden zum weltweiten Hype der Zukunftsmobilität. Neben Unternehmen wie Uber, PAL-V oder Airbus sicherte sich jetzt auch Toyota seinen Platz am Himmel oder besser noch, die Japaner schaffen es wahrscheinlich sogar bis zum Olymp.





Ein Entwickler Team von 30 Personen arbeitet bereits seit 2012 am Skydive Prototyp, doch musste das dafür notwendige Geld zuvor noch per Crowdfunding aufgebracht werden. Toyota investierte nun beinahe 350.000 Euro (42,5 Millionen Yen) in das Projekt des Start-Up Unternehmens zur Entwicklung des fliegenden Autos.

Mit rund 2,9 Metern Länge und 1,3 Metern Breite, soll das Flugobjekt, das auf Drohnen-Technologie basiert, das kleinste fliegende Auto der Welt werden und es laut Cartivator auf bis zu 100 km/h in etwa 10 Metern Höhe schaffen. Bekannt ist bereits, dass der Skydive drei Räder und vier Rotoren haben wird, mit denen er senkrecht abheben soll.

Ein erster bemannter Prototyp soll bereits Ende 2018 abheben und bis 2020 hofft man, damit auch die olympische Flamme in Tokio entzünden zu können.

Photo & Video Credit: Toyota, Cartivator, Yahoo

Crashtestdummies

Wenn Crashtest-Dummies fad ist

Toyota Safety Sense – Sicher ist sicher!

Wenn Crashtest-Dummies fad ist



Der Job des Crashtest-Dummies ist auch nicht mehr das, was er mal war. Toyota Safety Sense umfasst ein ganzes Paket neu entwickelter, aktiver Sicherheitstechnologien, die den Dummies den ganzen Spaß nehmen.

by Patrizia Zernatto

Crashtest-Dummy müsste man heutzutage sein…

…denn die Arbeit für die lebensgroßen Puppen, mit denen die Auswirkungen von Verkehrsunfällen auf den menschlichen Körper simuliert werden, ist jetzt einfacher (bzw. fader) denn je.

Moderne Sicherheitstechnologien machen das Fahren einfacher, angenehmer und, wie der Name schon sagt, natürlich vorrangig sicherer. Die Sicherheits-Assistenten erhöhen beim Fahrer die Wahrnehmung der Verkehrsumgebung und verbessern seine Entscheidungsprozesse. Vom Pre-Collision System (PCS) über den Spurhalteassistent (LDA) bis hin zum Fernlichtassistent (AHB) und auch die Verkehrsschilderkennung (RSA) darf nicht fehlen, um möglichst viele Verkehrsunfälle zu verhindern. Das Toyota Safety Sense-Paket ist zwar nur eine der unzähligen Sicherheitslösungen der Automobilhersteller am Markt, doch da sich der Konzern so viel Mühe mit leicht verständlichen Videos gemacht hat, stellen wir hier das breite Spektrum der neu entwickelten Technologien der Japaner genauer vor.

Pre-Collision System (PCS)

Dieses System erkennt Objekte vor dem Fahrzeug und reduziert damit die Gefahr eines Zusammenstoßes. Der Fahrer wird dadurch im Fall des Falles mit akustischen und optischen Warnsignalen zum Bremsen aufgefordert und gleichzeitig wird das Bremssystem vorbereitet, die Bremskraft zu erhöhen, sobald das Bremspedal betätigt wird. Außerdem verringert das System die Geschwindigkeit automatisch, falls der Fahrer nicht rechtzeitig einschreitet.

Pre-Collision System mit Fußgänger-Erkennung

Das Pre-Collision System kommt auch mit Fußgänger-Erkennung und nutzt dabei eine Kamera und ein Radar, um Unfälle mit Fußgängern zu vermeiden. Der Fahrer wird im Falle einer möglichen Kollision mit akustischen und optischen Signalen gewarnt.

Spurwechselwarner (LDA)

Dieses Warnsystem überwacht Fahrbahnmarkierungen und hilft dabei, in der Spur zu bleiben. Falls der Blinker nicht betätigt wird, doch das Fahrzeug trotzdem die Spur verlässt, wird der Fahrer mit einem akustischen und optischen Signal (bei einigen Modellen wird auch der Lenkeinschlag korrigiert) verständigt. Ein weiterer Vorteil im LDA liegt daran, dass “blink-faule” Fahrer dazu angehalten werden, den Signalhebel zu betätigen und nicht einfach so in die nächste Spur wechseln.

Automatisches Fernlichtsystem (AHB)

Das AHB wechselt automatisch zwischen Abblend- und Fernlicht, indem der Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge und die Heckleuchten vorausfahrender Fahrzeuge sowie die Straßenbeleuchtung erkannt werden. Es verhilft somit zur bestmöglichen Nachtsicht, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Verkehrszeichen-Assistent (RSA)

Dieses Sicherheitssystem identifiziert Verkehrszeichen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverbote, Informationen zum Straßenzustand sowie Schnellstraßen- und Autobahnschilder. Falls der Fahrer eines dieser Schilder übersieht und die Fahrweise nicht anpasst, meldet das RSA den Verstoß.

Adaptiver Tempomat

Bei Fahrten mit aktiver Geschwindigkeitsregelanlage sorgt der adaptive Tempomat dafür, dass das Fahrzeug automatisch einen gewissen Sicherheitsabstand zum Vordermann hält. Dafür wird die Frontkamera und das Milimeterwellen-Radar zur Abstandsmessung genutzt und der Abstand angepasst.

Photo & Video Credit: Toyota USAToyota Austria

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Das schnellste SUV der Welt

Familienausflug mit 2000 PS

Das schnellste SUV der Welt

Um die brachiale Gewalt eines Power-SUV zu veranschaulichen, ließ sich Porsche etwas Besonderes einfallen. Doch die Zuffenhausener sind nicht die einzigen, die in letzter Zeit einen neuen Weltrekord aufstellten.



Text: Maximilian Barcelli

Wie macht man die Kraft, die in einem Cayenne lauert, für Menschen, welche mit Zahlen wie 570 PS oder 4,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h nur wenig anfangen können, deutlich? Klar, der beste Weg wäre natürlich die Familie ins Auto einzupacken – die Oma kommt am besten auch noch mit – und einen netten Tag auf der Nordschleife zu verbringen. Das nötige Kleingeld hat aber nicht jeder und das weiß offensichtlich auch Porsche. Also ließen die Zuffenhausener ihren SUV das größte Passagierflugzeug der Welt ziehen. Resultat? Weltrekord – und jeder weiß jetzt, was 570 Pferdchen (etwas weniger reichen für den A 380 auch, wie Porsche eindrucksvoll bewies) unter der Haube alles möglich machen.

Die Konkurrenz schläft jedoch nicht und der Kampf um Weltrekorde geht in die zweite Runde. Doch diesmal ist es kein deutscher Premiumhersteller (die ja eigentlich mit dem Bau solcher Absurditäten vertraut sind), der den nächsten SUV-Rekord einheimst, sondern Toyota. Die Japaner lassen mit einem leicht modifiziertem Land Cruiser aufhorchen und haben nun offiziell den schnellsten SUV der Welt in ihren Reihen.

Bei der Wahnsinnsfahrt saß NASCAR-Fahrer Carl Edwards hinterm Steuer, welcher den Land Cruiser auf 370,2 km/h peitschte und trotz Erfahrungen im Rennsport, die ein oder andere Schrecksekunde erleben durfte. Was für so einen Rekord nötig ist? Ein 2000 PS leistender (sagte ich „leicht modifiziert“?) V8 Motor mit 5,7 Liter Hubraum wäre mal kein schlechter Anfang. Da kann auch der (zugegebenermaßen Serien-) Cayenne auf der Nordschleife einpacken gehen.


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Toyota Project Portal: Rasanter Truck

Diesel vs. Strom

Toyota Project Portal



Wir alle kennen die leidige Thematik: Man steht bei der Ampel hinter einem LKW und verpasst gefühlt vier Grünphasen, weil das Ding jedes Mal mehr Zeit zum Beschleunigen braucht als ein rheumatischer Elefant die Mausefalle aufwärts. Toyota präsentiert nun die Lösung: Trucks mit Elektroantrieb, der von einer Wasserstoffzelle geladen wird – Project Portal.

Text: Jakob Stantejsky



Klar, zum Sprintkönig wird auch Dank dieser Technologie kein Truck je werden. Doch ein Unterschied von sechs Sekunden auf diese kurze Distanz spricht eine deutliche Sprache, was die Fähigkeiten des 670 PS-Elektromotors angeht. Auch die Elefantenrennen auf der Autobahn könnten ein gutes Stück erträglicher werden, wenn der überholende Laster mit einem ordentlich Tritt aufs Gaspedal seinen langsameren Artgenossen zügig hinter sich lässt.

Toyotas Project Portal verheißt nicht nur auf dem Papier spannende Neuerungen, sondern kann sich auch im Test sehen lassen. Klar muss jedoch sein, dass wir alle sicher noch eine ganze Weile warten müssen, bevor sich ein vergleichbarer Truck in Serie auf den Straßen wiederfindet. Denn auch wenn die Wasserstoffzelle viel verspricht, noch ist ihre Zeit nicht reif.

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Toyota Yaris

Überraschend spritzig!

Toyota Yaris

Wenn bei einer Autovorstellung die Worte „dynamisch“, „sportlich“ oder „agil“ nur karg fallen, wird man doch ein wenig stutzig. Der Toyota Yaris gibt nicht vor etwas zu sein, was er nicht ist und brilliert dabei mit der dennoch vorhandenen Dynamik.



Text: Maximilian Barcelli

Lange nach einem passenden Wort für den neuen Toyota Yaris – beziehungsweise dessen Optik – gesucht, noch länger nichts gefunden. Wenn man dann allerdings um 6 Uhr morgens im niederländischen Leiden dem Schlaf Adieu sagt, sich auf den kommenden Tag vorbereitet wie man es immer tut (nämlich mit einer Zigarette und viel Kaffee), die Terrassentür des Hotelzimmers öffnet und einem plötzlich geschätzte 50 Yaris anstarren, dann kommen die primitivsten Gedanken, gehüllt in einem noch primitiveren Wortschatz, zum Vorschein. „Najo, schaun jo eh ordentlich spritzig aus.“ Und da war es schon. Spritzig. Das Wort, welches die Optik des neuen Toyota Yaris formidabel beschreibt. Da man aber Menschen nicht nach dem Äußeren beurteilen sollte und es sich mit Fahrzeugen ähnlich hält, ist es nun an der Zeit die inneren Werte des Fahrzeuges kennenzulernen und das bedeutet nicht nur einen Blick auf das Datenblatt zu werfen, das bedeutet den Yaris durch etliche niederländische Kreisverkehre zu fetzen.



Vier Motorvarianten gönnen die Japaner dem neuen Yaris, drei davon werden in Österreich erhältlich sein (Toyota schießt den ohnehin schon sterbenden Diesel aus der Verkaufspalette) und zwei werden von mir getestet. Der 69 PS starke 1-Liter-Motor wird von mir zwar dankend abgelehnt, benötigt man allerdings keinen stärkeren Wagen und ist eher auf den Sinn eines Fahrzeuges inklusive Kosten und Verbrauch bedacht, eignet sich diese Motorvariante wunderbar. Mich interessiert allerdings was der Yaris in petto hat, wenn er aus dem Vollen schöpft. Zuerst führt der Weg also in den stärkeren Benziner, 111 PS leistet dieser und bringt den Yaris in genau elf Sekunden auf Landstraßengeschwindigkeit. Schluss ist erst bei 175 km/h, was für die österreichischen Straßen mehr als ausreichend sein sollte. Der Hybrid bringt 100 Pferdchen auf den Asphalt und ist später fällig.



Es geht in das Innere des Autos. Die Sitze sind komfortabel und sogar größere Menschen haben, trotz einer Länge von nur 3945 Millimeter und einer Höhe von 1,510 Meter, kein schwerwiegendes Platzproblem. Selbst nach stundenlangen Fahrten sitzt man noch immer bequem im Yaris, was ihn, gepaart mit der Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h (beim Hybriden sind es zehn weniger) und einem Verbrauch von nicht einmal fünf Litern pro 100 Kilometer, zu einem wunderbaren Langstreckenfahrzeug macht. Im Stadtgebiet punktet der Japaner mit seiner parkplatzfreundlichen Länge und schafft somit (fast) den perfekten Spagat zwischen Langstrecken- und Stadtauto. Solch eine Länge schlägt zwangsweise immer auf das Kofferraumvolumen und dieses macht den Yaris dann unterm Strich doch nicht zum perfekten Fahrzeug für längere Strecken, zumindest wenn es um Familien mit Kindern geht. Wer Perfektion will, muss halt auch (viel) tiefer in die Tasche greifen.



Zurück zur Spritzigkeit des Autos und zur großen Überraschung, welche sich beim ersten Ritt durch die holländische Prärie mit dem Toyota Yaris offenbarte. Der quirlige Japaner sieht nicht nur spritzig aus, er fährt sich auch tatsächlich so. Wenn man bedenkt, dass 111 Pferdestärken auf nur etwa eine Tonne fallen, ist das Spritzige in diesem Fahrzeug nicht mehr so verwunderlich. Dank der neuen, direkteren Lenkung und den neu konstruierten Motorhalterungen inklusive einer ebenfalls neuen Abstimmung für Stoßdämpfer, lässt sich der Yaris um Kurven und Kreisverkehre schleudern und bereitet einiges an Freude. Auch die Bremsen lassen nichts zu wünschen übrig, die Notbremsung von 100 auf 0 liegt mir immer noch im Magen. Schnell wird klar, der Toyota Yaris ist nicht nur Mittel zum Zweck, er bereitet auch großen Fahrspaß.



Auf der Autobahn ist der Japaner ebenfalls ein äußerst zuverlässiger fahrbarer Untersatz. Am Beschleunigungsstreifen greifen die 111 Pferdestärken an, ist einmal Reisegeschwindigkeit erreicht, gleitet der Yaris gemütlich bei Tempo 120.  Die Außengeräusche halten sich dabei in Zaum, vor allem die Hybridvariante fühlt sich auf den niederländischen Autobahnen daheim und trägt dazu bei, dass sich die Geldbörse des Fahrers durchaus wohlfühlt. Einzig und alleine das Fehlen der Komfortblinker war anfangs (zumindest für mich) ungewohnt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und einigen, für die hinteren Verkehrsteilnehmer, überraschenden Spurenwechsel, hat man aber auch dies verinnerlicht.



Alles in allem ist der neue Toyota Yaris ein spritziger (da ist es schon wieder) Kleinwagen, der seinem Fahrer nicht unspektakulär von A nach B bringt, sondern diesem auch große Freude bereitet. Die Inneneinrichtung sieht schick aus, die äußeren Werte, welche im Endeffekt dann doch wichtig sind, stimmen auch. Aggressiv schaut er drein aber dennoch nicht sich selbstüberschätzend. Überschätzt ist bei diesem Auto nämlich wirklich gar nichts, das durfte ich in den Niederlanden selbst herausfinden. Die Ausstattung ist solide, Komfort ist vorhanden, Verbrauch ist gut, man kann frech grinsen, wenn sich der Wagen in eine noch so kleine Parklücke zwängt und last but not least: Der neue Toyota Yaris lässt sich auch ganz sportlich Fahren und macht ordentlich Spaß dabei. Was will man mehr?


:Infoporn

Motor: 1.0 VVT-i
Leistung: 69 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h in: 15,3 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 155 km/h
Verbrauch: 4,1l/100 km
Gewicht: 980 kg
Preis: ab 10.990 Euro

Motor: 1.5 Dual VVT-iE
Leistung: 111 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h in: 11 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h
Verbrauch: 4,6l/100 km
Gewicht: 1.040
Preis: ab 12.990 Euro

Motor: 1.5 VVT-i Hybrid
Leistung: 100 PS
Beschleunigung von 0-100 km/h in: 11,8 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Verbrauch: 3,3l/100 km
Gewicht: 1.090
Preis: ab 15.090

HyperFocal: 0

Der Toyota GT86 Tiger geht auf die Jagd

Die Jagd ist eröffnet!

Für den Toyota GT86 Tiger



Der GT86 ist sicher eines der, wenn nicht sogar das emotionalste Auto, das zurzeit die heiligen Hallen Toyotas verlässt. Nun legen die Japaner jedoch noch einen drauf und lassen eine ganz besondere Sonderedition von der Leine: den Toyota GT86 Tiger.

Text: Jakob Stantejsky



Zugegeben, Toyota steht gemeinhin nicht unbedingt für rassige Sportwagen und leidenschaftliche Raserei. Doch der GT86 hatte immer seine kleine, aber sehr feine Fangemeinde. Der spendieren die Japaner nun also den GT86 Tiger, eine für den deutschsprachigen Raum auf 30 Stück limitierte Sonderanfertigung. Die Raubkatze basiert auf der Topausstattung des „normalen“ GT86 und wartet noch mit einigen zusätzlichen Extras auf. Einerseits wäre da einmal die namensgebende Lackierung: Ein exklusiv erhältliches Orange mit schwarzen Zierstreifen und Außenspiegeln, Lufteinlässen und Heckspoiler in der selben Farbe. Die Felgen kommen im eleganten Anthrazit daher. Äußerst fesch ist er schon mal, der Gute. Innen geht es ähnlich edel weiter, mit Leder und Wildleder, das von orangenen Nähten zusammengehalten wird.

Unter der Haube bleibt alles beim Alten, der Motor liefert weiterhin 200 PS aus zwei Litern Hubraum an das manuelle Sechsganggetriebe ab. Wer jetzt schon funkelnde Augen kriegt, muss gar nicht mal so tief in die Tasche greifen (für so ein Sondermodell): Der GT86 Tiger ist schon ab 34.990 Euro erhältlich. Wenn ihr schnell genug seid, natürlich, denn lange werden die 30 Exemplare nicht halten…vermuten wir.

Window

Konzeptidee: Interaktive Seitenfenster

Window to the World & Windows of Opportunity

Konzeptidee: Interaktive Seitenfenster


Toyota: Window to the World


GM: Windows of Opportunity

Bereits 2012 präsentierte Toyota sein Design Konzept namens „Window to the World” und auch GM stellte seine Ideen zum Thema interaktives Seitenfenster vor, doch was hat sich in den letzten fünf Jahren getan?

by Patrizia Zernatto

Interaktivität für die Passagiere

Back to Nature kombiniert mit technischem KnowHow: DVD-Player für die Rücksitze sind zwar schön und gut, allerdings beschallt man mit Mickey Mouse und Co. entweder das gesamte Auto oder die Kids müssen sich Kopfhörer aufsetzen. Auch Game Boy und andere Spielekonsolen sind nur so lange spannend, bis sich die Batterie zu Ende neigt. Warum also nicht ganz einfach die vorbeirauschende Welt als Programm nutzen?

Zusammen mit dem Copenhagen Institute of Interaction Design entwickelte Toyota Motor Europe bereits 2012 das preisgekrönte „Window to the World“ Vehikel Konzept, das es den Passagieren auf den Rücksitzen erlaubt, die Fenster zur Welt interaktiv zu nutzen. Im Vordergrund stand das “Erlebnis Fahren” und vor allem für Kinder sollte so die Fahrt von A nach B angenehmer und interessanter gestaltet werden.

Neben Toyota veröffentlichte auch das General Motors Research and Development Department ziemlich zeitgleich ein ähnliches System namens “Windows of Opportunity”. Auch hier wurden die Seitenfenster zum Bildschirm und das Entwicklungsteam stellte gleich mehrere Apps zur Auswahl vor. Von Foofu, einer App, die dem Passagier erlaubt am Fenster zu zeichnen, bis hin zu Otto, dem animierten Cartoon Charakter, der während der Fahrt nicht nur Gesellschaft leistet, sondern auch Wissenswertes zu berichten hat. Mit Internetverbindung wäre es sogar möglich, sich mit anderen Advanced Tech Windows irgendwo am Globus zu verbinden.

“Windows of Opportunity is just one of many projects underway at GM that could reinvent the passenger experience in years to come”, so Omer Tsimhoni vom GM Advanced Technical Center in Israel.

Zur Serienproduktion kam es allerdings weder bei Toyota noch bei GM und nach dem ersten Hype vor fünf Jahren wurde es auch still um diese Projekte. Die Idee ist allerdings so gut, dass wir darauf wetten würden, dass man sie in der Zukunft in den autonomen Fahrzeugen finden können wird.

Video Credit: Toyota EuropeSpeedtuningmx

WüstenRennen

Offroad Drag Race in der Wüste

Bring a machine gun to a gun fight…

Offroad Drag Race in der Wüste



Ein Drag Race muss nicht unbedingt auf einem abgesperrten Race Track über die Bühne gehen. Vor allem für Offroad Champs wie den Mercedes-Benz G500 4×4², den Toyota Land Cruiser und den Nissan Patrol eignen sich Sanddünen doch viel besser.

by Patrizia Zernatto

Mercedes-Benz G500 4×4² gegen Toyota Land Cruiser und Nissan Patrol: Weder der Land Cruiser noch der Patrol brauchen sich vor dieser Challenge fürchten, möchte man meinen. Doch der G500 4×4²  hat ein paar Asse im Ärmel, mit deren Hilfe die Dünen im Eiltempo nicht nur so schnell wie möglich, sondern auch möglichst ohne Steckenbleiben überwunden werden.

Selbst die Testfahrer von CrankandPiston geben das offen zu. Daher ist der Ausgang auch nicht wirklich verwunderlich. Dass der Mercedes-Benz die Konkurrenz jedoch so vernichtend zerstört, hätten ich offen gestanden nicht gedacht. Das ist ja so, als wenn man mit einer Uzi zum Pistolenduell auftaucht.

Video Credit: crankandpiston



Stiegholzer-28

Offroad wohnen in der HellsKlamm

Wohnen in der Hellsklamm

Wer braucht schon Straßen?

„Wo wir hinfahren, brauchen wir keine Straßen.“ Doc Brown, der schrullige „Zurück in die Zukunft“-Held im weißen Kittel, bringt es auf den Punkt. Zimmer, Kuchl, Kabinett und Allradantrieb machen uns autark.

Text: Rainer Behounek | Fotos: Maximilian „Maquez“ Lottmann




Offroad kennt viele Schreibweisen. Einmal sauschnell hingefetzt, das andere Mal langsam und vorsichtig hinkalligrafiert. Eines verbindet alle Herangehensweisen: das Lesen des sich ständig verändernden Untergrundes. Auch wenn die meisten Herrschaften im Offroad-Zirkus hinter dem Lenkrad aussehen wie gewaltbereite Rugby-Spieler, brauchen sie doch das geübte Auge eines Golfers, das die Wege einordnet in lose und zu lose. Auf geteerte Straßen kann man sich verlassen, auf einen mit Steinen und Wurzeln gepflasterten Waldweg nicht. Offroad, der Name sagt es bereits, findet abseits zivilisierter Gegenden statt.

Dort, wo der Alltag nicht hinkommt, beginnt für viele die Freiheit. Und weil man in der Freiheit nicht nach drei Stunden umdrehen will, bloß weil man weder Essen noch Wasser dabeihat, sind die Leute erfinderisch geworden und haben ihre mobilen Untersätze entsprechend angepasst. Heute gibt es professionelle Um- und Aufbauten für jeden Geländewagen. Von luxuriös bis spartanisch, Hauptsache praktisch. Aber wie praktisch sind die Umbauten eigentlich?

Offroad-Mekka

Wir machen die Probe aufs Exempel und begeben uns mit Land Rover Defender Ex-Tec-Umbau und Toyota Hilux GaZell-Umbau ins österreichische, ach was, europaweite Offroad-Mekka. Denn mit 200 Hektar unbefestigten Straßen in allen Schwierigkeitsgraden ist die HellsKlamm im niederösterreichischen Kaumberg eines der besten Fleckerln Österreichs, auf dem Offroader und die, die es gerne werden möchten, so richtig die Sau rauslassen können.

Gleich auf den ersten Metern sind wir von der professionellen Herangehensweise der beiden Aufbauten beeindruckt. Da wurden nicht bloß Kästen draufgesetzt oder reingebaut. Die Fahrwerke wurden speziell auf das Mehrgewicht abgestimmt und die Schwerpunkte so gut es geht in die Fahrzeugmitte verlagert, weshalb wir selbst steile Passagen und Verschränkungen ohne Probleme bewältigen. „Beim Defender sind alle Anbauteile wie Markise und Tisch mit Verstrebungen befestigt, die vom Fahrzeug weggehen. Das hat den Vorteil, dass wir nicht auf den Untergrund angewiesen sind. Wir können mit dem Defender fahren, ohne die Stangen abmontieren zu müssen. Die bei Ex-Tec haben sich was überlegt, das Auto steckt voller Details“, meint Clemens Stiegholzer, Wiens unumstrittener Offroad-Gottseibeiuns und neuerdings auch erste Adresse, wenn es um Offroad-An- und Umbauten geht.

„Die beiden Umbauten von Ex-Tec und GaZell haben den Vorteil, dass sie alle Annehmlichkeiten bieten, das Auto aber kompakt genug lassen, um es in einen genormten Schiffscontainer hineinzubringen. So lassen sich oft auf günstige Art und Weise lästige, tagelange Anreise- oder Verbindungsetappen abkürzen.“

Voll im Element

Wir kraxeln weiter in der HellsKlamm und stechen von einer Lichtung direkt in einen Waldweg mit unzähligen Baumstämmen am Boden. Bei jedem Meter denk ich mir: „Alles klar, der Zusatztank ist gleich Geschichte.“ Nix da. Die beiden Geländewagen sind voll in ihrem Element und das Einzige, was im Innenraum wackelt, bin ich. Die Kästen sind solide verbaut und mit speziellen Verschlusskappen versehen, sodass sie unmöglich aufspringen können. Der Defender ist ein Umbau, alle Teile wurden in die Karosserie eingebaut, sodass er von außen fast unverändert aussieht. Wer genau hinschaut, sieht das geteilte Dach, unter dem sich das Ausstelldach befindet. Der Toyota Hilux wurde mit einem Aufbau versehen, der Vorteil: Wer will, kann ihn schnell und unkompliziert abnehmen und hat einen voll funktionsfähigen Pick-up.

Meine Meinung dazu: Ich steh drauf, wenn ein Fahrzeug zum Multitool wird. Wenn egal was kommen kann, von der Zombie-Apokalypse bis zu mehr als drei Sackerln beim Billa, und man trotzdem völlig vorbereitet ist. Außerdem sollen die Mädls ja auf den Outback-Typ stehen. Wenn ihr also in nächster Zeit einen geilen weißen Defender seht, einfach nachschreien.




Infobox

Ex-Tec spezialisiert sich auf Rallye- und Expeditionstechnik und ist insbesondere bekannt für seine einzigartigen Landrover Defender-Umbauten. Ga-Zell ist ein französischer Hersteller von Kabinenaufbauten für verschiedene Offroader, von leeren bis zu voll ausgestatten Wohnkabinen.

Info: www.stiegholzer-4wd.at

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Dude, ich weiß, wie alt dein Auto ist

Dude, ich weiß wie alt dein Auto ist

von Hannes Kropik

Die Iren sind ein geschäftstüchtiges Völkchen. Mit einem simplen Trick heizen sie den Verkauf von Neuwagen an. Damit Apple keine Steuern zahlen muss vermutlich.



Der Neid, sagt man, ist ein Hund. Da, schau Mutti, die Nachbarn haben einen neuen Rasenmäher. Einen neuen Flatscreen. Einen neuen Grill. Wir brauchen auch einen, noch größer, noch besser. Sie kennen das …

In Irland macht sich der Finanzminister diese simple Psycho-Reaktion schon seit Mitte der 1980er zunutze. Und zwar so: Die Nummerntafel beginnt mit einer Ziffernkombination, die auf die Erstanmeldung des Wagens hinweist – und verbleibt (anders als bei uns) bei einer späteren Neuanschaffung nicht beim Besitzer, sondern fix am Auto. Der glückliche Besitzer des Nissan im Bild oben freut sich also erst seit wenigen Monaten über einen Neuwagen, während der Almera unten schon seit 2004 die irischen Straßen unsicher macht.

Und weil der Ire eben nicht nur geschäftstüchtig ist, sondern auch ein wenig abergläubisch, hat er das System vor wenigen Jahren noch einmal verfeinert! Aus Angst vor der Unglückszahl 13 am Taferl, wurde die Kennzahl aufs Halbjahr der Ausstellung erweitert; Autos, die von Jänner bis Juni angemeldet wurden, sind heuer an der Eröffnungssequenz 161 erkenntlich, die allerneuesten Anschaffungen tragen bereits die Nummer 162 – Glück für den Iren, der längstens drei Monate im nagelneuen Toyota Yaris (Bild unten) herumglüht.



Irland hat sich – nicht zuletzt dank einer kreativen Steuerpolitik, die Apple jetzt eine Nachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro bescheren könnte – als Hotspot für amerikanische IT-Giganten etabliert. Unter anderen haben Apple, Google, Facebook, Twitter und Amazon ihre europäischen Headquarters nach Dublin verlegt. Und das bedeutet für den irischen Autohandel eine mehr als solide sprudelnde Einnahmequelle: Welcher Spitzenmanager will schon in einem zwei Jahre alten Dienstauto gesehen werden?

Die Zahlen zeigen, dass der Schmäh trotz der seit 2008 grassierenden Wirtschaftskrise (wieder) aufgeht: Audi verkaufte laut Statistik der Irish Times 2014 genau 4259 Neuwagen, im Jahr davor waren es 3687 gewesen. Eine ähnliche Kurve gibt es bei BMW (von 3530 auf 4011), Mercedes (von 1459 auf 2050), Land Rover (406 auf 532) und Jaguar (154 auf 190), Porsche konnte seine Zahl sogar verdoppeln – von 24 auf 48.