Tanner Foust und Tim Johnson im Drift

Driftprofi trifft Radprofi

Volkswagen veranlasste kürzlich eine Kombination der eher ungewöhnlichen Art. Als Vorschau für die „USA Cycling Time Trials“ durfte sich vor wenigen Tagen der U.S „Cycling champion“ Tim Johnson auf den Beifahrersitz des 900-PS-Passats von Tanner Foust zwängen. Auf dem Cycling-Time-Trials-Kurs in Chattanooga, Tennessee, wurde der Radprofi plötzlich ganz still.

Von Karl Jereb

Als wir vor einiger Zeit das neue Prachtexemplar von Tanner Foust, Driftprofi und Moderator bei Top Gear USA, zu Gesicht bekamen, waren wir mehr als überrascht. Die Koryphäe im Gebiet des Quertreibens von vierrädrigen Vehikeln entschied sich für eine Familienkutsche par excellence: den Volkswagen Passat. Es ist leicht denkbar, dass die Wolfsburger das Potential des Amerikaners einzuschätzen vermochten und ihn für den Einsatz eines ihrer Gefährte eine stattliche Summe boten. Außerdem ist am 900-PS-Rockstar-Passat ohnehin so gut wie nichts mehr von der Stange. Getriebeumbau, Antriebsumbau und Gewichtsreduktion in der Größenkategorie „Weight Watchers“ machen den Passat zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten im Milieu der Quertreiber.

Tanner Foust und Tim Johnson: Auf gut Glück!

Tim Johnson ist üblicherweise auf einem unmotorisierten Zweirad unterwegs, besser bekannt als Drahtesel und fühlt sich im Tanner-Foust-Passat sichtlich unwohl. Das liegt aber nicht unbedingt daran, dass der Radprofi eine gewisse Scheu vor Autos hat, sondern sowohl an der Fahrweise des Driftprofis sowie der schier unbändigen Kraft der getunten Familienkutsche. Am TT-Kurs in Tennessee, welcher eigentlich Hochheitsgebiet von Rennrädern ist, machen die zwei Profis unterschiedlicher Fortbewegungsmittel eine kurze Spritztour. Zur großen Erheiterung aller Zuseher, befindet sich inmitten der Strecke ein wunderbarer Kreisverkehr. Das Ende des Kurses besiegeln zwei Wagen der örtlichen Polizei, die Zeugen eines wunderbaren 180° werden und anschließend einer meterlangen Burnout-Spur. Insgesamt ein gelungenes Video von VW, ein schöner Marketing-Gag für die Wolfsburger und wahrscheinlich ihre Art der Promotion eines Radrennens. Wie sonst sollte man denn so etwas ins Rampenlicht steuern?