TVR ist zurück

Never say never!

Der britische Sportwagenhersteller TVR wird ein weiteres Mal wiederbelebt. Nach der letzten Pleite 2012 steht nun ein Neustart bevor. Mit prominenter Hilfe.

Von Karl Jereb

Les Edgar, Technologieunternehmer und Millionär kaufte vor kurzem die Namensrechte an der britischen Nobelmarke, um diese spätestens ab 2017 wieder auf die Straßen des Erdballs in Automobilform zu bringen. Schon bislang war die Geschichte der Marke bewegt. Die bekanntesten Namensträger hießen Tuscan, Sagaris und Cerbera, erfreuten und verwunderten zugleich die autoaffine Weltbevölkerung mit Designs, die außergewöhnlicher nur so manch Prototyp zu offerieren weiß. Die Wiederbelebung der Marke wurde jahrelang forciert bis schlussendlich ein fertiges Konzept mit prominenter Besetzung ausgearbeitet wurde. Les Edgar liefert einen Teil des nötigen Schotters, kein geringerer als Gordon Murray, Erfolgsdesigner der McLaren-Ära in der Formel 1 und auch jener, der den Legendären McLaren F1 designte, kümmert sich von nun an ums Aussehen der zukünftigen Modelle und Motorspezialist Cosworth wird für entsprechenden Vortrieb sorgen. Gerüchten zufolge wird ein V8 eingesetzt.

TVR: „Unser Netzwerk brach zusammen“

So äußerte sich die Firma bei der Veröffentlichung der neuen Pläne und startete gleich mit einem kleinen Blue Screen: Die Server brachen zusammen, der Andrang war offensichtlich zu hoch. Potentielle Kunden dürfen sich mit rund 8.000 Euro in ihr Fahrzeug einkaufen, um die Produktion, welche übrigens am Morgen des 7. Juli 2015 startete, zu garantieren, quasi Crowdfunding auf höchstem Niveau. Mitglieder des TVR Car Clubs dürfen sich sogar ihr eigenes Fahrzeug reservieren und dies für schlappe 4.000 Euro. Die Fahrzeuge werden übrigens eher komfortlos, leicht und an den Fahrer angepasst, alles Eigenschaften, die sich das Fahrerherz üblicherweise wünscht.