Unfall auf der Nordschleife

Schwarzer Tag für den Motorsport

Im Rahmen der „VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring“ (Verein Langstrecke Nürburgring) ist beim heutigen ersten Rennen der Saison der „worst case“ eingetreten – ein Zuschauer wurde beim Unfall auf der Nordschleife tödlich verletzt.

Die VLN Rennserie auf der Nordschleife des Nürburgrings ist eine Breitensportveranstaltung, bei der in 10 Rennen pro Saison über verschiedene Langstreckendistanzen (4- und 6-Stunden-Rennen) ein Meister gekürt wird. Auch viele Profiteams mit hochkarätigen Rennwagen haben den Reiz der Rennen auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt für sich entdeckt. Somit ist die Veranstaltung auch für Zuschauer eine sehenswerte Sache. Leider aber – wie für alle Teilnehmer an einer Motorsportveranstaltung – mit gewissem Risiko, woran jeder Fan heute auf tragische Art und Weise erinnert wurde.

Abflug am Flugplatz

An einem schnellen und sehr anspruchsvollen Streckenabschnitt, dem sogenannten „Flugplatz“, hat heute der völlig verkleidete Unterboden eines Nissan GT-R Nismo zu einer Tragödie geführt. Zeitgleich mit der Entlastung der Achsen des Rennwagens durch die schnell gefahrene Kuppe vor einer doppelten Rechtskurve dürfte ein kräftiger Windstoß die Aerodynamik des Nissan GT-R so negativ ausgenutzt haben, dass er in völlig undenkbar scheinender Art und Weise wie ein Blatt Papier davongeweht wurde. Bedauerlicherweise so hoch und weit, dass der Rennwagen hinter den meterhohen, mit Stahlseilen und nach FIA-Regularien aufgestellten Zuschauerzaun katapultiert wurde. Ein Zuschauer wurde dabei tödlich verletzt, einige andere sollen anderen Medienberichten zufolge glimpflich und mit leichten körperlichen Verletzungen davongekommen sein. Unsere Gedanken sind mit der Familie und den Angehörigen des Verunglückten. Ein schwarzer Tag auch für alle Nordschleifen-Fans und den Motorsport.