I came in like…

Eine 4-Tonnen-Abrissbirne gegen drei Autos

Im Geiste sind wir alle (hoffentlich) noch kleine Kinder und haben dementsprechend viel Spaß an sinnloser Zerstörung. Die Slow Mo Guys haben sich (und uns) jetzt einen Traum erfüllt, indem sie mit einer waschechten vier Tonnen-Abrissbirne gegen drei Autos vorgegangen sind. In HD und ultralangsam entsteht so echte Schönheit aus dem Massaker.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: The Slo Mo Guys

Aber natürlich geht es Gav und Dan – und uns! – nicht nur um Spaß an der Freude, sondern ums wissenschaftliche Experimentieren. So stehen mit einem Buick LeSabre, einem Honda Element und einem BMW Dreier E46 nicht nur drei verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung; die müssen den Angriff der vier Tonnen-Kugel auch auf unterschiedliche Weise über sich ergehen lassen. So kassiert der Amerikaner die voll ausgeschwungene Breitseite in die Nierengegend, während der Japaner mit einer heftigen Watschen auf die Schläfe davonkommt. Beide machen sich da in meinen Augen gar nicht so schlecht, und stehen trotz teilweise brutaler Verbeulung noch recht komplett da. Im Falle des Honda muss man wohl eher von liegen sprechen, aber selbst die fehlende B-Säule versaut ihm seine Widerstandsfähigkeit nicht. Doch kommen wir zum wahren Opfer in dieser Geschichte: Der BMW wird von der Abrissbirne nicht per Pendelbewegung besucht, sondern bekommt eine Privataudienz senkrecht von oben aus 35 Metern. Da entwickeln sich Kräfte, die sogar den Motorblock zu Brei verwandeln – obwohl der alles andere als aus Pappmaché ist.

Doch kehren wir noch einmal zum künstlerischen Aspekt des Ganzen zurück: Auch falls man mit der sinnbefreiten Zerstörung nichts anfangen kann (wobei die Autos wohl eh schon schrottreif waren), die Desintegration der Fahrzeuge entwickelt eine ganz eigene Ästhetik. Außerdem ist es einfach spannend mit anzusehen, was die Physik so anrichten kann, wenn man sie lässt.