Sag beim Abschied laut Servus

Wiederauferstehung: Der Aston Martin Vantage V600

Ersetzt zu werden ist nie schön – ganz besonders, wenn der Ersetzende ein leistungsstärkerer, frischerer Mensch ist. Fahrzeugen geht’s da nicht anders. Und ja, Fahrzeuge haben auch Gefühle. Keine Diskussion.

Text: Maximilian Barcelli

Vor kurzem hat’s nun also den Aston Martin Vantage erwischt. Die neue Generation ist ab Juni im Handel (ist irgendwie komisch das so bei einem Aston Martin auszudrücken), die alte hat ausgedient. Allerdings noch nicht komplett, der Vantage verabschiedet sich mit einem Knall.

Zu verdanken haben wir das in erster Linie aber nicht dem britischen Hersteller, sondern irgendeinem stinkreichen Erdkollegen. Er oder sie spazierte nämlich smooth as fuck bei Aston Martin rein – oder besser noch: flog mit dem Helikopter aufs Dach der Zentrale und klatschte erstmal ein nettes Sümmchen auf den Tisch. Die Gegenleistung, die der Helikopterbesitzer dafür verlangte: Ein neuer Aston Martin Vantage V600.

Und offensichtlich war das nette Sümmchen nett genug: Der Wunsch des Kunden wird nämlich in Erfüllung gehen! Während der Ur-V600 aus dem Jahr 1998 allerdings auf einen V8-Motor setzte, bedient sich Aston Martin beim gegenwärtigen Sondermodell eines V12ers. Der V12, der ja sowieso schon im alten Vantage werkelt, aber noch ein wenig überarbeitet wird, um auf runde 600 Pferdchen zu kommen. Sortiert wird die Kraft händisch. Schön.

Schön. So könnte man auch das neue Optik-Kleid betiteln, das der alte Vantage nun trägt: Zu der neuen Heckschürze gesellt sich eine ebenfalls neue Abgasanlage mit vier Endrohren dazu. Ansonsten spricht der Aston Martin Vantage V600 die Sprache des Carbons. Egal ob am Exterieur oder in den Innenräumlichkeiten des Boliden: Das leichte Material ist überall zu finden. 14 Modelle werden übrigens produziert: Sieben Coupés und ebenso viele Cabrios. Ersetzt werden war schon mal schwieriger.