Professioneller Parkplatzdrift

WRC in Mexico

Text: Maximilian Barcelli

Die Rallye ist ein atemberaubender Sport. Hohe Geschwindigkeiten, enge Kurven, diverse idyllischen Landschaften, welche durch das Gebrüll der Motoren zur einer einzigartigen Kulisse werden und die Natur angemessen huldigen – all das macht die WRC sowohl für Fahrer als auch Zuseher zu einem Erlebnis der Sonderklasse.

Was eifrige Fans, im Gegensatz zur Formel-1, in der WRC ebenfalls nicht vermissen werden, ist Spannung. In den ersten drei Rennen gewannen jeweils drei verschiedene Fahrer, welche wiederum allesamt für andere Teams fahren. In der letztjährigen F1 gab es in 21 Rennen nur insgesamt vier Rennsieger in zwei Teams.

Der Zuseher ist also ausgesorgt, was aber tun, wenn man als WRC-Fahrer das Bedürfnis nach mehr Spannung und Action hat. Man könnte beispielsweise, zum Ärger des Co-Piloten, einfach mal die Strecke verlassen, ein paar Runden auf dem Parkplatz drehen und dann letztendlich wieder auf die Strecke zu fahren.

Das bewundernswerte an dieser Situation (abgesehen von den haarscharfen Drifts durch die geparkten Autos der Zuseher)? Der britische Rallyefahrer Kris Meeke und sein wegweisender Beifahrer Paul Nagle gewannen das Rennen mit etwa 13 Sekunden Vorsprung!

Ein schön anzusehendes Onboard-Video ist ebenfalls vorhanden. Dieses lässt das Zwerchfell noch stärker arbeiten und gleichzeitig steigt die Wertschätzung und der Respekt gegenüber des Teams in die Höhe. Also liebe Formel-1, die Erwartungen für die anstehende Saison sind hoch!