Ach du großer Spoiler

1,2 Millionen US-Dollar teurer Ford GT Mk II vorgestellt

Ford lässt die Fesseln der Zulassungsbehörden dieser Welt sowie der Rennreglements hinter sich – der GT Mk II darf nur am Track sein Unwesen treiben. Macht aber nix, denn woanders fühlt er sich eh nicht wohl.

Text: Maximilian Barcelli

So ein Ford GT ist ja an und für sich kein Kind von Traurigkeit. Sechs Zylinder in V-Anordnung werkeln zwischen Fahrgastkabine und Hinterachse und lassen 656 PS auf eben diese los. Kombiniert mit einem Leergewicht von nicht einmal 1,4 Tonnen sowie einem Doppelkupplungsgetriebe, das die Gänge ratzfatz durchschnalzt, ermöglicht das dem Supersportler einen Paradesprint von 2,8 Sekunden. Die Beschleunigungsorgie endet auch nicht so schnell, erst bei knapp 350 Sachen ist Ende im Gelände.

Nicht nur auf der Straße, auch auf der Rennstrecke sammelte Ford mit dem Supersportler Erfahrungen. Die Amerikaner beteiligten sich an der Langstrecken-Weltmeisterschaft – und die Erfahrungen, die sie dort gewannen, packen sie jetzt in ein Auto.

Dabei verzichten sie beim Ford GT Mk II auf eine Straßenzulassung, Rennreglements schränken sie genauso wenig ein. Kurz gesagt: Die Ingenieure durften so richtig die Sau rauslassen. Und das sieht man auch. Die aerodynamischen Anbauteile sind heftig, vor allem Heckspoiler und -diffusor setzen dominierende Akzente im Design – und generieren zusammen mit Frontsplitter und Co. nebenbei auch noch 400 Prozent mehr Abtrieb als der normale GT. Doch wer jetzt glaubt, die Amis haben sich lediglich Aerodynamik und Fahrwerk gewidmet, der irrt gewaltig. Der GT Mk II hat 90 Kilogramm abgespeckt und leistet zusätzlich brachiale 700 PS.

Zwei Haken hat die Sache allerdings noch. Zum einen wäre da der stolze Preis von mindestens 1,2 Millionen US-Dollar. Zum anderen ist der Ford GT Mk II auf 45 Stück limitiert. Vielleicht wird’s also durch nur ein normaler GT. Oder ein Fiesta – man muss ja nicht immer so angeben, richtig?