Auf diesem Flughafen parken tausende Mercedes

Dass Autohersteller Fahrzeuge auf dem Weg von der Fabrik zum Kunden immer wieder zwischenlagern müssen, ist nichts Ungewöhnliches. Was Daimler allerdings auf dem ehemaligen Flughafen Ahlhorn in Niedersachsen aufführt, mutet doch etwas absurd an.

Text: Jakob Stantejsky

Vor rund einem Jahr hat Daimler das Gelände des früheren Militärflugplatzes gepachtet und nutzt seitdem die 2,6 Kilometer lange Landebahn als Zwischenlager für diverse Mercedes-Modelle, die auf ihrem Weg zum Kunden auf Komplikationen stoßen. Vor allem die SUVs GLE und GLS sind derzeit zahlreich vertreten. In einer Fabrik in den USA gefertigt, weisen sie Mängel auf, die vor dem Verkauf behoben werden müssen.

Das übernimmt das Werk in Bremen, das allerdings natürlich seine Kapazitäten auch noch für die eigene Produktion benötigt. Deshalb stapeln sich die Wagen mittlerweile fast schon auf dem Flughafengelände und ein Ende scheint nicht in Sicht. Für bis zu zwei Jahre soll der Flugplatz geschlossen bleiben, also vielleicht kann Daimler den logistischen Albtraum bis dahin beenden. Die Bilder muten jedenfalls schon leicht gespenstisch an. Jedoch handelt es sich eben nicht um einen Autofriedhof, sondern, ganz im Gegenteil, um zigtausende Fahrzeuge, die noch nigelnagel neu sind.