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ClearMotion macht das Fahren zum Genuss

Technologie gegen Schwerkraft

ClearMotion macht das Fahren zum Genuss

ClearMotion präsentiert eine neue Idee zum Thema intelligente Federung für autonome Fahrzeuge. Erste Prototypen davon werden bereits weltweit von Automobilherstellern getestet.

by Patrizia Zernatto

Aktives Fahrwerk der Extra-Klasse

Also jetzt mal ehrlich, die Szene mit den Sektgläsern im Video vom US-amerikanischen Unternehmen ClearMotion kann doch nur getrickst sein, oder? 

Aber zunächst hier die Fakten: ClearMotion möchte die Fahrt im autonomen Fahrzeug für die Passagiere so angenehm wie möglich machen, doch Unebenheiten im Boden können für Vibrationen sorgen oder in Kurven auch zu starken Schwankbewegungen führen.

ClearMotion will (neben einigen anderen Anbietern) diese unangenehmen Problemchen dank der Activalve-Technologie beheben. Elektrohydraulische Module an den Gasfedern der Räder können den Druck innerhalb der Feder in Millisekunden anpassen. Die Firma nutzt dafür Teleskopdämpfer mit einer eigenen Pumpe und einem elektrischen Hydraulikventil. Sobald das Fahrzeug über eine Unebenheit fährt, drückt die Pumpe den Ring während der Ausfederungsbewegung nach unten und zieht ihn dann während des Kompressionshubs zurück nach oben. Die aktive Aufhängung hält die Karosserie so still wie möglich und so können selbst voll gefüllte Sektgläser sicher ans Ziel gebracht werden.
Dieses System ist nicht ganz neu, bereits Bose experimentierte mit Bose Ride in diesem Gebiet und Daimler nutzt sein Airmatic-System, um die Bodenbeschaffenheit der Fahrbahn zu erkennen und die Federung daran anzupassen. Inspiriert wurde man bei ClearMotion von japanischen Hochgeschwindigkeitszügen, die Passagiere selbst bei voller Fahrt vollkommen ruhig transportieren. Die Reduktion von Vibrationen und diversen Schwankbewegungen führt dabei auch zu weniger Reiseübelkeit.

Photo & Video Credit: ClearMotionInc

Patrizia Zernatto

Unter dem Pseudonym P.S. Hunter war „Pacey“ lange Zeit als US-Korrespondentin für Motorblock tätig.

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