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Der Koenigsegg Jesko soll die 300 mph (482 km/h) Marke knacken!

Gegen die Physik

Der Koenigsegg Jesko soll die 300 mph (482 km/h) Marke knacken!

Der Bugatti Veyron war das erste straßenzugelassene Serienfahrzeug, das die 400er Marke geknackt hat. Mittlerweile sind wir bei 457 km/h angekommen – nur, wie lange noch?

Text: Maximilian Barcelli

Geht es nach Koenigsegg, dann wird dieser Rekord schon bald abgelöst – und dass, obwohl die Schweden selbst diesen Rekord mit dem Agera RS halten. Nun hat sich der Hypersportwagenhersteller ein neues Ziel gesetzt: Die 300 mph (rund 482 km/h) sollen erstmals geknackt werden.
Und dieser Bursche soll es richten: der neue Koenigsegg Jesko, der aktuell in Genf Premiere feiert und den Agera RS beerbt. Schon beim ersten Blick zeigt sich, wie ernst es der Jesko meint. Die aerodynamischen Maßnahmen rund um das Auto – darf man dazu überhaupt noch Auto sagen? – sind nicht nur da, um eine gute Figur zu machen. Bei 250 km/h (was nur ein Hauch über der halben Spitzengeschwindigkeit ist, das muss man erstmal verdauen), sorgen Unterboden, Splitter und der monströse Heckspoiler für einen Abtrieb von 800 Kilogramm. Wenn da jemand überhaupt mithalten kann, dann lediglich der McLaren Senna.
Bei 275 Stundenkilometern pressen übrigens schon 1.000 Kilogramm den Jesko gen Asphalt, maximal sollen bis zu 1.400 Kilogramm abtrieb drin sein. Was 80 Kilo weniger als das trockene Eigengewicht sind. Ein leichter Fahrer, wenig Sprit im Wagen – und Zack! – schon ist es möglich auf der Decke zu fahren.
Abgesehen von Simulationen, in denen der virtuelle Koenigsegg Jesko schon die 300 mph geknackt haben soll, macht vor allem eines die Berechnungen glaubhaft: Die exorbitante Leistung. Beziehungsweise die exorbitante Leistung kombiniert mit dem geringen Gewicht. Auf die Waage bringt der Schwede – wie Mathematikexperten sicherlich schon wissen – 1320 Kilogramm. Die werden von einem Doppelturbo-V8-Motor nach vorne gepeitscht, der, wenn das Aggregat mit E85 rennt, 1.600 PS aus seinen fünf Litern Hubraum schöpft.
Eine Pferdestärke muss also nicht einmal ein Kilogramm – exakt sind es 0,825 kg – bewegen. Und selbst wenn der Bioethanol ausgeht und der Tank mit Benzin für Normalos gefüllt ist, leistet der Motor noch immer 1.280 PS. Ein Leistungsgewicht von 1,03 kg/PS ist ja auch nicht so übel. Wenn der Koenigsegg Jesko die 300 mph Marke nicht knackt, dann tut es niemand. Zumindest noch nicht.

Maximilian Barcelli

Bei 7.000 Touren beginnt der Spaß für den mehr begeisterten denn begnadeten Autofahrer.

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