Was uns bewegte, das uns bewegte

Die persönlichen Lieblingsautos der Motorblock-Redaktion 2018!

Ein Autoreiches Jahr mit Höhen, ein paar Tiefen und noch mehr Höhen ist zu Ende gegangen, ein neues beginnt. Bevor jedoch die ersten Testwagen 2019 eintrudeln, stellt die Motorblock-Redaktion ihre persönlichen Highlights in den verschiedensten Kategorien vor. Von Elektrofahrzeug bis Sportwagen ist alles dabei. Filmisch wurde unser Jahresrückblick übrigens auch festgehalten – Ratespiel und Ohrfeigen inklusive. Für die Lesemuffel also, bitte runterscrollen.

Von Jakob Stantejsky, Tizian Ballweber und Maximilian Barcelli

Kleinst- bis Kompaktklasse

Fiat Tipo (Jakob Stantejsky)

Erwartet habe ich vor den zwei Wochen mit dem Fiat Tipo ehrlich gesagt nichts allzu Spektakuläres. Bekommen habe ich allerdings einen Kompaktwagen, der alles Wichtige abhakt. Bequem, praktisch, angenehm zu fahren und vor allem ausnehmend fesch ist der rote Italiener – und deshalb auch mein Lieblingsauto 2018 in dieser Kategorie.

Hyundai i30 Fastback (Tizian Ballweber)

Der flotteste Vertreter der Golf-Klasse: als Fastback macht der eh schon schöne i30 noch mehr her. So einen Entenbürzel sieht man sonst nur an, naja, Enten.

Ford Focus ST-Line (Maximilian Barcelli)

2018 kam die neue Focus-Generation auf den Markt. Kein Grund, der alten nicht noch einmal auf den Zahn zu fühlen. Was diese nicht kann: Digital am Zug der Zeit sein. Was sie wiederum kann – und das so gut, dass sie sich in meiner persönlichen Liste gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte: Fahrwerk, Lenkung, Getriebe. Sachen eben, die bei mobilen Riesensmartphones oft auf der Strecke bleiben.

Mittel- bis Oberklasse

Alfa Romeo Giulia Veloce (Jakob Stantejsky)

Abgesehen davon, dass die Giulia knackiger ausschaut als das Hinterteil eines frischen Apfels, fährt sie sich auch noch wie eine feurige Diva. Zugegeben, ich bin noch nie eine feurige Diva gefahren, aber so muss sich das anfühlen. Ein waschechtes Driver’s Car eben. Dass dabei auch noch Platz für fünf ist, steigert den Spaß nur.

Volvo XC90 Excellence (Tizian Ballweber)

Dieses Luxus-SUV ist schon mehr als Oberklasse. 407 PS bewegen den 2,3 Tonnen-Koloss voran. Im Fond befinden sich 2 extrafeine Sitze, mit Lüftung und Sitzheizung. Platz im Überfluss und das erhabenste Fahrgefühl machen den XC90 zum besten Auto meines vergangen Jahres.

BMW M5 (Maximilian Barcelli)

Der Facettenreichtum des BMW M5 ist schon bemerkenswert: Auf der einen Seite verkauft sich der Münchner als edle Business-Limousine, mit der jeder Depp fahren kann. Und auf der anderen Seite – die Seite, auf der Allrad und ESP ausgedient haben – quittiert das muskulöse Heck jeden noch so sensiblen Gasstoß mit einem gefährlichen Tänzchen.

SUV / Geländewagen

Rolls-Royce Cullinan (Jakob Stantejsky)

Nachdem ich mich selbst nicht gerade als SUV-Enthusiasten betrachte, kommt nur das opulenteste und erhabenste aller Sports Utility Vehicle als Favorit 2018 in Frage. Denn mit Sports haben SUVs sowieso nie das Geringste zu tun. Der luxuriöse Cullinan schmeißt auch noch die Utility über Bord und treibt den Gedanken somit auf die Spitze.

BMW X5 (Tizian Ballweber)

Wenn scho, denn scho. Denn wenn man sich ein SUV anschaffen will (warum auch immer) dann wenigstens ein ordentliches. Und der X5 fährt sich nicht nur ordentlich, Exterieur und Interieur sind es auch.

Mercedes-AMG G 63 (Maximilian Barcelli)

Weil Offroad-tauglich. Weil Onroad-tauglich. Weil luxuriös. Weil Graz. Weil ikonisch. Weil sauschnell – zumindest längsdynamisch. Weil in jeglicher Hinsicht einfach ausufernd: Die neue G-Klasse als 63er AMG.

Schönstes Interieur

Peugeot 508 (Jakob Stantejsky)

So schnittig der neue 508 von außen auch aussieht, das Interieur ist der wahre Star bei diesem Auto. Der Spagat zwischen modern und klassisch, aufgeräumt und spektakulär gelingt dank der vielen glatten Flächen in Holzoptik, den eleganten Klavierlackschaltern und dem kleinen Lenkrad perfekt und macht den 508 wirklich einzigartig.

Peugeot 508 (Tizian Ballweber)

Da haben sich die Franzosen etwas getraut: mit dem i-Cockpit im neuen 508 ist ihnen ein Meisterwerk gelungen. Kleines, handliches Lenkrad mit darüberliegendem Tacho, feinste Materialien und alles in allem ein Ort, an dem man sich wohlfühlt.

Range Rover (Maximilian Barcelli)

Eine ganz schwere Wahl, die beinahe ident zu der meiner Kollegen ausgefallen wäre. Und wieso nur beinahe? Im Fond des Range Rover kann man besser den Herrgott einen guten Mann sein lassen.

Schönstes Exterieur

BMW 8er (Jakob Stantejsky)

Vor einer schönen Coupéform knie ich ja nur allzu gern vor Begeisterung nieder. Als ich den Achter zum ersten Mal erblicken durfte, bekam ich tatsächlich leicht weiche Knie. Denn eine derart kompromisslos durchgezogenen Coupélinie findet man sonst kaum. Dieses Fahrzeug könnte ich einfach stundenlang anstarren und daher fiel mir die Entscheidung nicht schwer.

Volvo V90 Cross Country Ocean Race (Tizian Ballweber)

Ein Volvo Kombi ist an sich schon eine Augenweide. Als Cross Country und in der Ocean Race Edition macht der V90 noch mehr her.

Alfa Romeo Giulia Veloce (Maximilian Barcelli)

Die Giulia von Alfa Romeo ist ja von Haus aus kein hässliches Entlein. Aber in Himmelblau gehüllt, mit den filigranen Felgen, hinter denen giftige gelbe Bremssättel lauern – wer dieses Auto nicht schön findet, der zieht auch ein Quinoah-Leibchen einem Steak vor.

Hot Hatch

Seat Leon Cupra R (Jakob Stantejsky)

So cool mattgraue Autos auch ausschauen (ja, Geschmackssache), mit den kupferfarbenen Akzenten setzt Seat beim Leon Cupra R noch einen drauf. Davon abgesehen kann der wilde Spanier so viel und macht den Tanz auf der Rennstrecke zum reinen Vergnügen. Im Alltag ist man zwar immer noch sehr sportlich, aber auch komfortabel unterwegs. Besser konnte das 2018 kein anderer Kompaktsportler.

Peugeot 308 GTi (Tizian Ballweber)

Sportlich, aber nicht zu sportlich. Gemütlich, aber nicht zu gemütlich. Für mich ist der 308 GTi das Beste aus zwei Welten: flotter Kurvenräuber und dennoch feiner Langstrecken-Cruiser.

Honda Civic Type R (Maximilian Barcelli)

Dass der Honda Civic Type R Rekorde auf sämtlichen Rennstrecken dieser Welt brach (Nordschleife, Spa, usw.), sagt vieles, jedoch nicht genug. Deshalb ergänze ich den Rest: Der Wagen macht einfach verdammt viel Spaß – auch als Amateur und abseits des Tracks. Schüchtern darf man bei dem Design aber nicht sein.

Cabrio

Mazda MX-5 (Jakob Stantejsky)

Mit dem facegelifteten MX-5 samt 20 extra-PS durfte ich dieses Jahr über die Transfogarascher Hochstraße brennen. Eine der geilsten Straßen der Welt mit dem lustigsten Auto der Welt zu befahren, das bleibt halt im Gedächtnis kleben. Und zaubert mir bei jedem Zurückdenken wieder ein Grinsen ins Gesicht.

Ford Mustang GT Convertible (Tizian Ballweber)

Viele Cabrios hatten wir dieses Jahr nicht. Aber auch wenn es hunderte gewesen wären, wäre die Auswahl schnell getroffen worden. Bei offenem Verdeck den V8-Klang genießen ist einfach was unglaublich Geiles.

Abarth 124 Spider (Maximilian Barcelli)

Das Italo-Pendant zum japanischen MX-5 zieht in Sachen Getriebe „dank“ der wenig überzeugenden Automatik zwar den kürzeren, dafür ist die Musik, die aus den vier Lautsprechern da beim Heck rauskommt, betörend. Neujahrskonzert nix dagegen.

Bestes Preis-Leistungsverhältnis

Ford Mustang GT Convertible (Jakob Stantejsky)

Fünf Liter Hubraum. Acht Zylinder. 450 Pferdestärken. Cabrio. Ab 65.493,33 Euro. Muss ich da wirklich noch mehr sagen? Ein europäischer Sportwagen mit diesen Eckdaten kostet locker das Doppelte. Beziehungsweise gibt es eh kaum noch Autos hier, die überhaupt so viel Hubraum haben.

KIA Optima SW (Tizian Ballweber)

Viele Optimas sieht man nicht und Kombis schon gar nicht. Warum dieses fabelhafte Auto keine Käufer findet, erschließt sich mir nicht. Es ist günstig und hat alles was man braucht.

Dacia Duster (Maximilian Barcelli)

Viel Auto für quasi kein Geld. Der Duster stellt sich im Gelände besser als die meisten SUVs an, trumpft mit annehmlichen Platzverhältnissen auf und selbst die Verarbeitung ist okay.

Elektroauto

Jaguar I-Pace (Jakob Stantejsky)

Meiner bescheidenen Meinung nach war der Jaguar I-Pace das erste Elektroauto, das einfach nur ein Auto war. Klar steckt unter der Haube hochkomplexe Technologie, doch fährt man die britische Wildkatze, fühlt man sich einfach nur wohl und vergisst all den E-Stress einfach. So ein stimmiges Gesamtbild gab vorher noch nie ein Stromer ab.

Tesla Model X (Tizian Ballweber)

Ob E-Auto, darüber scheiden sich die Geister der Benzinbrüder und -schwestern. Aber wenn schon elektrisch fahren, dann mit einem Tesla.

Audi e-tron (Maximilian Barcelli)

Beim Jaguar cool: Die Briten haben einfach gemacht, ohne großartig voranzukündigen und riesen Tramram. Weshalb es dann trotzdem der e-tron aus dem Hause Ingolstadt geworden ist: Schöneres, logischeres Interieur, das erste subtile Exterieur in dieser Klasse, schnelleres Laden – und das alles zu einem vergleichsweise geringen Mehrpreis.

Sportwagen

Mercedes-AMG S 63 Coupé (Jakob Stantejsky)

Jaaaaa, ein richtig echter Sportwagen ist der S 63 AMG nicht, das ist mir schon bewusst. Aber trotz des monströsen Gewichts und des überbordenden Luxus’ stecken in dem Auto nun mal über 600 PS, die richtig aggressiv drauflosprügeln. Das fühlt sich dann doch recht sportiv an. Das Adrenalin kommt in diesem Auto jedenfalls nie zu kurz und so soll es in einem Sportwagen doch sein.

BMW 8er (Tizian Ballweber)

Ein reinrassiger Sportwagen ist der 8er auch nicht. Aber er schafft den Spagat zwischen Eleganz und Sportlichkeit. Man kann sich aussuchen, ob man über die Piste heizen will oder einen entspannten Roadtrip macht.

Alpine A110 (Maximilian Barcelli)

Mittelmotor, Heckantrieb, geringes Gewicht und ein Design, das zwar modern, dennoch erkennbar an den ikonischen Urvater angelehnt ist – et voilà: Fertig ist mein Sportwagen des Jahres.

Und hier die Videos: