Subvention mal anders

Dodge zahlt Käufern pro PS 10 Dollar zurück

Wer heutzutage Umweltbewusstsein beim Autokauf zeigt, wird reich dafür belohnt. Elektro-, Hybrid-, Erdgas- und Wasserstoffautos werden vom Gesetzgeber und/oder den Herstellern mit allerlei Subventionen und Rabatten gefördert, sodass auch schon mal mehrere tausend Euro gespart werden können. Dodge hingegen geht die Sache ein bisschen anders an.

Text: Jakob Stantejsky

Denn im land of the free klatscht die Traditionsmarke seit 1. August einen Rabatt von 10 Dollar pro Pferdestärke auf alle 2019 gebauten Challenger, Charger und Durango. Je stärker – und dementsprechend umweltbelastender – das Traumauto also ist, desto höher fällt der Rabatt schlussendlich aus. Das kann man jetzt als geile scheiß-dir-nix-Attitüde oder skandalöse Klimasünde betrachten, aber eine geniale PR-Aktion ist es definitiv. Schließlich berichten Automedien weltweit über den eigenwilligen Preisnachlass.

Nur um die Geschichte mal in absolute Zahlen zu gießen: Das schwächste Aktionsmodell wäre der Charger SXT, den man dank 292 HP (296 PS) um immerhin 2.920 Dollar weniger bekommt. Damit sinkt der Einstiegspreis von 29.470 auf 26.550 Dollar, was einem Nachlass von knapp 10 Prozent entspricht. Den fettesten Rabatt kassiert man auf den Challenger Hellcat Redeye, der mit seinen 797 Rossen (808 PS) um geschmeidige 7.970 Dollar billiger wird und somit statt 77.945 nur mehr 69.975 Dollar kostet. Hier spart man sich sogar knapp über 10 Prozent des Gesamtpreises.

Aber von allen Zahlenspielereien einmal abgesehen: Für europäische Verhältnisse sind die Dodge-Modelle angesichts ihrer brutalen Leistung eh schon so spottbillig, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt. Mit dieser Aktion lässt Dodge uns arme Teufel mit den 200.000 Euro-Sportwagen noch bedröppelter aus der Wäsche schauen.