4 Stunden in Dubai

Tourist sammelt Strafen über 40.000 Euro

Ach, Dubai! Ein Wüstenstaat, in dem ausschließlich die teuersten aller Supersportwagen über die Straßen fegen und man mit der Bestie aus der Garage mal nach Herzenslust spielen kann. Falsch gedacht! Die Tempolimits sind strikt und Vergehen werden gnadenlos bestraft, wie dieser Tourist am eigenen Leib erfahren durfte.

Text: Jakob Stantejsky

Ein 25-jähriger Brite war offenbar auch in der Illusion eines Sportwagenparadieses gefangen, als er sich bei einem Autoverleih in Dubai am 30. Juli dieses Jahres einen Lamborghini Huracàn mietete. In der darauffolgenden Nacht wurde er nämlich zwischen 2:31 und 6:26 Uhr satte 33 Mal geblitzt, als er zwischen 126 und 230 km/h draufhatte – teilweise übertraf er die Geschwindigkeitsbegrenzung locker um das Doppelte. Bis auf eine Strafe stammen alle Übertretungen von der Sheikh Zayed Road, der bekanntesten und größten Straße Dubais, was auch nicht gerade von der überragenden Intelligenz des Rasers zeugt.

Insgesamt sammelte er über 40.000 Euro an Strafen, bei denen die 1.400 Euro Miete für den Lambo fast schon als Kinkerlitzchen durchgehen. Jetzt wird es aber erst so richtig kompliziert: Denn als Garantie hat der Mann seinen Reisepass bei der Autovermietung hinterlegt, die diesen nun nicht herausrücken will, da er sich weigert, die Strafen zu bezahlen. Das Auto wurde nun beschlagnahmt und bleibt wohl so lange in Gewahrsam, bis geklärt ist, wer die 23.000 Euro an Auslösegebühren begleicht. Zu beneiden ist bei dem rechtlichen Hickhack wahrlich keine der mitwirkenden Parteien, aber der Brite erregt nun auch wirklich nicht mein Mitleid…