Sterrato Concept

Lamborghini macht den Huracán fit für offroad

Der Lamborghini Huracán ist als waschechtes Rennstreckenmonster bekannt und zählt vor allem als Performante mit zum Schnellsten, was man auf einem Rundkurs bewegen kann. In Sant’Agata Bolognese hat man nun aber befunden, dass die Kernkompetenzen des Racers auf die Schotterpiste ausgeweitet werden sollen. Gestatten: Der Lamborghini Huracán Sterrato Concept.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Lamborghini

Unter der Haube des Sterrato grummelt jetzt aber natürlich kein Offroad-Diesel vor sich hin, sondern der 5,2 Liter-V10-Sauger aus dem Huracán Evo. Der wuchtet seine 640 PS jetzt halt in den Dreck, anstatt auf geschniegelten Asphalt. Doch Lamborghini hat nicht nur einfach die Optik des Boliden überarbeitet, sondern auch das Fahrdynamiksystem Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata (LDVI) wurde auf Untergründe mit schlechter Haftung neu abgestimmt. Trotz Allradantriebs tendiert der Sterrato daher eher in Richtung Heckantriebsverhalten, stemmt mehr Drehmoment und stabilisiert beim Übersteuern effektiver. Auch das Torque Vectoring und die Radaufhängung wurden adaptiert.

Dieser Huracán liegt jetzt um 4,7 Zentimeter höher, die Spurbreite steigt um drei Zentimeter und der Böschungswinkel zeigt sich vorn wie hinten verbessert. Auf den 20 Zoll-Felgen sitzen Offroadreifen, weshalb die Radkästen größer ausgeschnitten sind. Unterboden, Frontrahmen und Seitenschwellern hat Lamborghini ordentlich verstärkt, sämtliche Lufteinlässe mit Schutzgittern versehen und auf dem Dach und der Stoßstange gibt es LED-Flutlichter.

Damit auch im Fall des Unfalles alles gut geht, haben die Italiener außerdem noch einen Überrollkäfig aus Titan, Alu-Bodenbleche, Karbon-Sitzschalen und Vierpunktgurte im Sterrato Concept verbaut. Jetzt müssen wir das Untier nur noch auf einer Rally-Stage sehen, das wären wohl die spektakulärsten Rennsport-Bilder des Jahres.