Wird das Motorradfahren dank Bosch sicherer?

Mehr Sicherheit auf zwei Rädern

Motorradräder beginnen seitlich zu rutschen, wenn sie in einer Kurve nicht mehr genügend Seitenkraft aufbringen können. Ideal wären zusätzliche externe Seitenkräfte, um sie sicher auf Kurs zu halten und dieser Idee widmet sich nun Bosch.

by Patrizia Zernatto

Motorräder der Zukunft

Sicherheit ist eine der drängendsten Herausforderungen auf dem Motorradmarkt. Ob nasses Laub, eine Ölspur oder Schotter auf der Straße: Räder beginnen seitlich zu rutschen, wenn sie nicht mehr ausreichend Seitenkraft für die Kurvenfahrt aufbringen können. In diesen Situationen hat der Motorradfahrer nahezu keine Chance mehr, das Motorrad aufzurichten. Um es sicher in der Spur zu halten, muss idealerweise eine externe zusätzliche Seitenkraft eingebracht werden. Diese Idee liegt der Rutschverhinderung zugrunde, die Bosch in einem Forschungsprojekt entwickelt.

Sliding-Mitigation-Forschungsprojekt

Laut Bosch soll “die magische Hand” das Motorrad in der Spur halten und das Sturzrisiko damit erheblich vermindern. Dabei erkennt ein Sensor, wenn das Rad seitlich wegrutscht und sobald ein bestimmter Wert überschritten wird, entweicht Gas durch einen Gasdruckspeicher, der auch für die Aktivierung eines Airbags im Pkw eingesetzt wird. Das Gas strömt in den Tankadapter und entweicht gezielt über eine Düse. Durch diese Rückstoßkraft  (Umkehr-Schub) wird das Motorrad in der Spur gehalten.

Photo & Video Credit: Bosch, AutoMotoTV Deutsch