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Mein erstes Mal im Mercedes-AMG A 45

Mein erstes Mal

Auf der Piste im Mercedes-AMG A 45

Jeder Autoliebhaber genießt es, wenn er – oder sie, natürlich – auf nächtlich-leerer Straße einmal ordentlich Gas geben oder auf der einsamen Landstraße die Kurvenfreudigkeit seines Gefährts ausnutzen kann. Da fühlt man sich gut, das macht doch richtig Spaß – so dachte ich bisher. Doch jetzt habe ich eine neue Dimension Fahrspaß entdeckt: Auf der Rennstrecke. Und das nicht in irgendeiner Schüssel, sondern im Mercedes-AMG A 45 4MATIC.

Text: Jakob Stantejsky




Was will ich euch jetzt erzählen? Dass es geiler ist, ein Auto auf der freien Rennstrecke herzuorgeln als im Straßenverkehr krampfhaft die kleinen Lücken auszunutzen, die Fahrspaß möglich machen? Na no na ned, das hättet ihr selber auch gewusst. Aber die Rennstrecke bietet mehr als nur Gaudi, hier lernt man wirklich ganz neue Dinge kennen, die die Sicht auf das Thema Auto durchaus verändern.

Denn wenn ich die 381 PS des AMG A 45 (er teilt sich den Motor mit dem CLA 45 Shooting Brake) das erste Mal voll auskoste und dann in letzter Sekunde auf die Bremse steige, um die erste Kurve möglichst am Limit zu nehmen, wird mir klar: Rennfahrer sitzen nicht einfach nur im Auto und beherrschen Dinge wie Timing und Streckenkenntnis. Nach drei, vier Runden spüre ich mein Genick relativ deutlich und auch mein Magen meldet sich leise. Klar, Übung macht den Meister – doch wenn die Reifen des A 45, über ihre Grenzen getrieben, quietschend um die Kurve rauchen (ich weiß, dass das eigentlich beim Rennfahren nicht wünschenswert ist, aber aller Anfang ist schwer) und man trotz Sportsitz alle Muskeln anspannen muss, um nicht den Helm mit dem Interieur näher bekannt zu machen, zerrt die Fliehkraft mit einer gewaltigen Macht an mir. Es herrscht also nicht nur eitel Wonne auf der Piste, sondern man hat durchaus auch konzentrierte Arbeit zu leisten. Unterm Strich ist es natürlich immer noch supergeil, wie der Typ aus dieser Edeka-Werbung sagen würde.
Der Tag geht viel zu schnell zu Ende, am liebsten würde ich noch ein paar Stunden auf der Strecke verbringen. Die Faszination, die die Kombination aus Fahrspaß, Konzentration und körperlicher Anstrengung mit sich bringt, hat mich schon in ihren Bann gezogen. Autofahren hat mir schon immer Spaß bereitet, aber heute habe ich wirklich eine ganz andere Erfahrung gemacht. Lustigerweise fahre ich auf der Rückreise sogar weniger zügig als sonst, irgendwie scheint mir das gar nicht mehr nötig. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich micht einerseits ausgetobt habe und andererseits begreift man erst auf der Pist wirklich, dass das rasante von-der-Ampel-weg-Beschleunigen in Wahrheit nur Augenauswischerei ist. Mein Problem ist jetzt nur: Ich will wieder auf die Rennstrecke, möglichst bald! Im Normalfall ein leider relativ teures Vergnügen.

Jakob Stantejsky

Freut sich immer, wenn ein Auto ein bisserl anders ist. Lieber zu viel Pfeffer als geschmacklos.

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