Scuderia Cameron Glickenhaus

Ferrari mit Honda-Motor

Der SCG 003 wird auf dem Genfer Autosalon sein Debüt feiern. Mit an Bord: Exklusivität, Leichtbau und ein V6 von Honda.

Von Karl Jereb

Der bekennende Ferrari-Fan, Produzent, Filmregisseur und Investment-Banker, James Glickenhaus, stellte mit seinem SCG 003 ein neues Projekt auf die Beine, welches pünktlich zum Autosalon in Genf präsentiert wird. Die Scuderia Cameron Glickenhaus, die bereits 2006 mit dem P4/5 auf sich aufmerksam machte und 2011 sowie 2012 mit ihrer Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, nahm sich einem neuen, ungewöhnlichen Projekt an. Der Supersportwagen auf Basis des berühmt berüchtigten Ferrari Enzo Ferrari, erlangte 2011 den 39. und 2012 den 12. Platz.

SCG 003

Der neue Supersportwagen wird als Straßen- sowie als Rennversion angefertigt und soll die Konkurrenz das Fürchten lehren. Allerdings klingt dieses Unterfangen doch sehr Zuversichtlich, bedenkt man, dass die Power aus einem 3,5 Liter großen V6-Twin-Turbo von Honda kommt. Die rund 530 PS sind natürlich kein Pappenstiel, doch in heutigen Zeiten, in denen 1000 und mehr Pferdchen in so manchen Gefährten galoppieren, ist der SCG 003 eindeutig untermotorisiert für den Thron. Damit der 003 aber durchaus konkurrenzfähig ist, haben sich die Ingenieure von der Scuderia Cameron Glickenhaus für konsequenten Leichtbau entschieden. Das Kohlefaserchassis wurde komplett neu entwickelt und so wurde das Gesamtgewicht auf nur rund 1350 Kilogramm gedrückt.

Sportliche Optik

Irgendwie erinnert der SCG 003 an eine Mischung aus Ferrari Enzo und Formel-1-Wagen. Am Heck ragt ein großer, integrierter Spoiler empor, das Näschen ist spitz wie jenes von Cleopatra und die ovale Fahrgastzelle wird von mächtigen Lufteinlässen umzingelt. Einzig die Spiegel wirken ein wenig aufgesetzt. Ansonsten aber darf sich der SCG 003 einer durchaus gelungenen sportlichen Optik rühmen. Fahrleistungen und Preis sind leider noch nicht bekannt.