USA: 2019 mehr E-Autos als Handschalter verkauft

Wir machen alle gerne den einen oder anderen Scherz auf Kosten der Amerikaner, wenn es um das Thema Handschaltung geht. Denn in den USA spielt die Automatik traditionell eine erdrückend dominante Rolle, im Getriebe rührt dort quasi niemand selbst. Und 2019 waren Handschalter auf der anderen Seite des großen Teichs sogar unbeliebter als Elektroautos.

Text: Jakob Stantejsky

Wir reden jetzt nicht von irgendeiner Umfrage, was denn cooler sei: E-Autos oder manuelle Getriebe. Nein, tatsächlich wurden im vergangenen Jahr in den USA in absoluten Zahlen weniger Fahrzeuge mit Handschaltung verkauft als rein elektrische Vehikel. Bei beiden handelt es sich (noch, im Falle der Stromer) um Randgruppen. Denn während manuelle Getriebe mit 1,1 Prozent aller verkauften Autos wirklich eine verschwindend geringe Minderheit darstellen, sind Elektriker mit 1,6 Prozent auch nicht gerade die Ultra-Bestseller. Dafür gibt es sie auch erst seit ein paar Jahren. Wir können also davon ausgehen, dass E-Autos sich in Amerika schon sehr bald einen großen Respektabstand auf Handschalter erarbeiten werden.

Jetzt stellt euch nur vor, Elektroautos könnten aus irgendeinem Grund nur mit manuellem Getriebe gebaut werden. Die USA würden in puncto Mobilität wohl direkt in Richtung Entwicklungsland schlittern. Die Zukunft des Automobils würde dann wohl ganz ohne Beteiligung der Amerikaner ablaufen. Aber damit sind wir schon wieder bei den oben angesprochenen Witzen über Amis, deren geistige Kapazität mit zwei Pedalen voll ausgelastet sind. Nein, das habe jetzt nicht ich gesagt – nur das Klischee ausgesprochen.