Das Wichtigste in Kürze:
- Neue Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) im CUPRA Raval PLUS
- Elektromotor mit 99 kW (135 PS)
- Bis zu 328 Kilometer Reichweite laut Hersteller (WLTP)
- DC-Schnellladen mit bis zu 88 kW, 10 auf 80 Prozent in rund 23 Minuten
- Ab sofort bestellbar, Einstieg unter Berücksichtigung aller Boni bei 22.900 Euro, Listenpreis 30.400 Euro
- Als reines E-Auto NoVA-befreit, aktuell aber keine staatliche Kaufprämie für Privatkunden in Österreich
Kaum ist der CUPRA Raval bei den Händlern angekommen, schiebt die spanische VW-Tochter schon die nächste Version nach. Der Raval PLUS soll jene Kundschaft ansprechen, denen die bisherige Preisliste des elektrischen Stadtautos zu happig war, ohne dabei am Charakter der Baureihe zu sparen.

Was steckt in der neuen Batterie des CUPRA Raval PLUS?
Herzstück der PLUS-Version ist eine komplett neu entwickelte Batterie auf Lithium-Eisenphosphat-Basis, kurz LFP. Diese Zellchemie gilt als robuster und günstiger in der Herstellung als die bisher verbauten Nickel-Mangan-Kobalt-Akkus, kommt allerdings mit etwas weniger Energiedichte. Im Raval PLUS soll das dennoch für bis zu 328 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm reichen, so die Angabe von CUPRA. Angetrieben wird der Fronttriebler von einem 99 kW starken E-Motor, umgerechnet 135 PS, das sollte für den Stadt- und Pendlereinsatz gut ausreichen. Geladen wird mit bis zu 11 kW Wechselstrom an der heimischen Wallbox oder mit bis zu 88 kW Gleichstrom an der Schnellladesäule. Dort soll der Sprung von 10 auf 80 Prozent Akkustand rund 23 Minuten dauern, ungefähr die Zeitspanne eines Kaffeehausbesuchs.
Was kostet der CUPRA Raval PLUS in Österreich?
Bei der Preisgestaltung wird es unübersichtlich, wie so oft in der Autobranche. CUPRA nennt für den Raval PLUS einen Einstiegspreis von 22.900 Euro, allerdings nur unter Berücksichtigung aller möglichen Boni. Der tatsächliche Brutto-Listenpreis liegt bei 30.400 Euro. Im Rabatt von 7.500 Euro stecken eine Elektro-Prämie von 3.000 Euro sowie ein Finanzierungsbonus von 3.000 Euro und ein Versicherungsbonus von 500 Euro, die beide an eine Finanzierung samt Kaskoversicherung über die Porsche Bank gebunden sind, dazu ein Servicebonus von 1.000 Euro bei Abschluss eines Wartungspakets. Wer bar zahlt oder anderswo finanziert, landet preislich also deutlich näher an den 30.400 Euro. Die Aktion gilt laut CUPRA bis 5. November 2026.

Für die Kaufentscheidung wichtig: Eine staatliche Förderung für den privaten Kauf von Elektroautos gibt es in Österreich derzeit nicht mehr, das Programm „E-Mobilität 2025“ ist mit 31. März 2026 ausgelaufen. Die von CUPRA beworbene Elektro-Prämie ist also eine Hersteller- beziehungsweise Bank-Aktion und keine öffentliche Förderung. Als reines Elektroauto bleibt der Raval PLUS aber von der NoVA befreit, das erspart zumindest diese Steuer beim Kauf, und auch die motorbezogene Versicherungssteuer entfällt bei reinen E-Autos in Österreich.
Welche Ausstattungspakete gibt es für den Raval PLUS?
Wer den Raval PLUS aufwerten will, kann aus drei Paketen wählen. EDGE bringt unter anderem kabelloses Laden fürs Smartphone, die Vehicle-to-Load-Funktion zum Betreiben von E-Bike oder Laptop sowie das schlüssellose Zugangssystem KESSY. INTELLIGENT DRIVE liefert Assistenzsysteme wie den Travel Assist 3.0 mit Spurhaltefunktion, einen Notfallassistenten und eine 360-Grad-Kamera. LIGHT & SOUND rundet mit einem Sennheiser-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern und Ambientebeleuchtung das Innenraumerlebnis ab. Der Kofferraum fasst laut Hersteller bis zu 441 Liter, Bestellungen laufen ab sofort über den CUPRA Konfigurator und die Markenpartner.
| Kategorie | CUPRA Raval PLUS |
|---|---|
| Preis (Österreich) | ab 22.900 Euro mit Boni / 30.400 Euro Listenpreis |
| Leistung | 99 kW (135 PS) |
| Reichweite | bis zu 328 km (WLTP, laut Hersteller) |
| Verbrauch (Modellreihe) | 13,6–19,6 kWh/100 km kombiniert, laut Hersteller |
| Laden | AC bis 11 kW, DC bis 88 kW (10–80 % in ca. 23 Min.) |
| Verfügbarkeit | ab sofort bestellbar |

Motorblock-Fazit
Mit der LFP-Batterie macht CUPRA den Raval für eine breitere Käuferschicht erreichbar, das ist grundsätzlich der richtige Schritt in einem Markt, der beim Elektro-Einstieg noch zurückhaltend ist. Der Kniff mit den Bank-Boni ist aber PR-Zuckerguss: Wer bar zahlt, zahlt spürbar mehr als die plakativen 22.900 Euro. Realistisch kalkulieren sollte man daher mit einem Preis näher an den 30.400 Euro Listenpreis, und das ist im Klassenvergleich nicht mehr das Schnäppchen, mit dem die Schlagzeile lockt.
Mehr zum Modell: Hoch hinaus: Der CUPRA Raval am Wiener Riesenrad. Zum Trend bei günstigeren LFP-Batterien auch interessant: Renault Megane E-Tech Electric: 500 km Reichweite mit neuer LFP-Batterie.
Quelle: CUPRA / Porsche Holding Newsroom




