Subaru E-Outback: Shinkansen mit Allrad

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Zu sehen ist ein schwarzer Subaru E-Outback in Dreiviertelansicht von vorne rechts auf einer asphaltierten Straße vor einer Waldkulisse.

Der Subaru E-Outback macht den Kult-Kombi elektrisch: Allrad, 74,7 kWh Batterie und laut Subaru bis zu 523 Kilometer WLTP-Reichweite. In Österreich startet er als Hikari und Nozomi, benannt nach japanischen Shinkansen-Zügen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Modell: Subaru E-Outback in den Ausstattungen Hikari und Nozomi, jeweils mit Allradantrieb
  • Preis in Österreich: 53.400 Euro (Hikari) bzw. 56.400 Euro (Nozomi), Listenpreis inklusive MwSt.
  • Aktion im vierten Quartal: 50.900 bzw. 53.900 Euro inklusive Winterkompletträdern, bei Kaufvertrag und Zulassung bis 31. Dezember 2026
  • Antrieb: 280 kW (381 PS) Systemleistung, 74,7 kWh Batterie, Reichweite laut WLTP 523 km (Hikari) bzw. 477 km (Nozomi)
  • Platz: 633 Liter Kofferraum, 1.500 kg gebremste Anhängelast

Was ist der Subaru E-Outback?

Nein, sagt Subaru, und zwar ziemlich deutlich, und das auf eine noch gar nicht gestellte Frage. Denn: kaum kommt ein neues Elektroauto mit Toyota-Verwandtschaft auf den Markt, also zum Beispiel ein Subaru, der sich weit mehr als nur die Plattform mit dem Toyota bz4x Touring, heißt es reflexartig: Ah, umetikettiert. Beim Subaru eOutback soll das so ganz und gar nicht stimmen, betont man beim in Italien ansässigen Importeur. Im Gegenteil teilt sich die Entwicklungsarbeit in zwei gleich große Hälften, 50 Prozent Subaru, 50 Prozent Toyota. Von der Mutter-Company kommen Plattform, e-Axlesystem, Batterie und etwas als „Advanced Technology“ bezeichnetes, der Rest, also Allradsystem und e-Axle Management, Sicherheit und Setup des Fahrwerks kommen von Subaru. Gebaut wird der Wagen dann im eigenen Haus in Yajima. Wer da noch von Rebadge redet, hat wohl den Wirtshaustisch mit dem Konferenzraum verwechselt. Schnaub.

DeFacto sieht der E-Outback aus wie der Touring mit dem Buchstabenkürzel davor, außen (bis auf die LED-Scheinwerfer und kleine Retuschen, die speziell das Heck recht eigenständig werden lassen), innen (bloß das Lenkrad mit dem anderen Logo ist hier eckig statt rund) und überhaupt. Und das ist gut so! Die Anmutung des mittelgroßen Toyota-Elektrikers sieht nicht nur gut aus, sondern arbeitet auch gekonnt mit optischen Täuschungen. So lassen Tricks in der Karosserie-Gestaltung (Falze in der Seite, der hohe Wagenbau) und Aufmachung das doch recht große Auto wie einen Kompakt-Klassler aussehen, was ihm gut steht. Und generell war an der Toyota-Instrumenten-Struktur, die man ja wenig verändert bis hinauf in den Lexus den Oberklasse-Kunden reicht, noch selten wirklicht etwas auszusetzen (an der von Subaru aber bei ein paar Details sehr wohl …) Aber lasst uns zunächst mal ein wenig zurückblicken.

Der Outback gilt bei Subaru (und streng genommen nicht nur dort, generell und insgesamt war er mit Toyota RAV4 und Volvo V70 Crosscountry einer der ersten am Platz) als Begründer des Segments der Off-Road-Kombis, jetzt bekommt das Flaggschiff der Marke endlich einen elektrischen Antrieb. Die Japaner versprechen dabei hohe Praktikabilität, neueste Allrad-Technologie und höchsten Sicherheitsanspruch. Beim Fahrverhalten wollen sie an den sportlichen Charakter von legendären, aber ausgelaufenen Baureihen wie Legacy und Levorg anknüpfen. Und weil sich die Kundschaft in Österreich gern auch auf Schnee antriebsmäßig sicher fühlt, betont Subaru einen Winter-ready-Ansatz für schneereiche Regionen und schwierige Fahrbedingungen.

Bei den Ausstattungsvarianten setzt die Marke herkunftsgemäß auf japanische Totems: Hikari und Nozomi heißen die bekannten Shinkansen-Züge. Unter dem Motto Pure Japanese Craftsmanship will Subaru damit den Mehrwert japanischer Ingenieurskunst unterstreichen.

Dreiviertelansicht vorne rechts eines blauen Subaru Kompakt-SUV auf einer kurvigen Straße vor einer hügeligen Waldlandschaft.
Schick geschnitten: der neue Subaru E-Outback

Dreiviertelansicht hinten rechts von einem blauen Subaru SUV auf einer asphaltierten Straße vor ländlicher Kulisse.
Tatsächlich sieht man dem E-Outback unr wenn man es weiß und genau schaut den Toyota-Zwilling an.

Wie fährt sich der E-Outback?

Tatsächlich hat die eindeutig japanische Marke Subaru schon seit jeher einen etwas gehobeneren Anspruch anderen Japanern, eben wie etwa Toyota gegenüber. Ein bissl so wie der Saab-Fahrer sich dereinst puncto Anmutung und Intellektualität dem Audi- oder BMW-Fahrer überlegen fühlte. So werden Menschen mit dem E-Outback liebäugeln, denen das Fahren eines Toyota nicht in den Sinn käme. Zumal sich die imagemäßige Überlegenheit auch nicht in einem übertrieben abgehobenen Preis manifestiert. Tatsächlich macht dieser Kombi, groß in den Lademaßen, etwas beengt im Führerstand, beim Fahren einen überaus erwachsenen Eindruck, nicht ohne dabei ein gehöriges Quentchen seiner naturgegebenen Hemdsärmeligkeit (hey, im Herzen bin ich noch immer ein Offroader!) mit in den Konzertsaal zu retten. Die Materialen sind plastisch, no na, aber fein verarbeitet. Zwei Displays, ein kleines direkt vorm weitsichtigen Fahrerauge gleich am Scheiben-Horizont und ein zweites großes mit Toy… naja, eh schon wissen Architektur in der Mitte liefern wirklich alles na Information, was man braucht und noch viele mehr. Die Drehregler für die Temperatur sind haptisch, ein paar Knöpferln in der Mittelkonsole gibts auch. Und drehbare Automatik-Wählhebel sind ja bekanntlich schon länger en vogue.

Die Sitze liegen fein an und tun dem Rücken wohl, tatsächlich verblüfft das Platzangebot auch hinterwärts, was einer ziemlich gerade nach hinten ziehenden Dachlinie geschuldet ist. Erstaunlich ist hier zu vermerken, dass der bz4x von Toyota im Subaru-Gewand als Solterra auftritt, während man dem Touring-Modell desselben eine eigene Modellreihe überstülpt, noch dazu eine, die Geschichte schrieb. Den Outback gibts seit 1996, er ist sowas wie ein solides Standbein der Marke. Ihn sozusagen als Modell ins Elektrozeitalter herüberzuretten gibt ihm eine Art Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Subaru-Familie.

Für Offroad-Abenteuer gibt es einen X-Mode, der Fahrwerk und auch sonst alles, was man braucht schärft und strafft, vor allem aber mittels multipler Kamera-Abenteuer die relevanten Bereiche, etwa was sich direkt neben den Radeln abspielt, abbildet. Dass man ihn auch bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h über jegliche Art von Gestein in welcher Schräglage auch immer holpern lassen kann, ist ein nettes Gimmick, der Wippschalter für die einzelnen Speed-Stufen (gleich neben dem Automatik-Drehdings) wird wohl am Aftermarket eines der am seltensten nachbestellten Bedienteile bleiben.

Was kostet der E-Outback in Österreich?

Der Hikari steht mit 53.400 Euro in der Preisliste, der Nozomi mit 56.400 Euro (jeweils inklusive MwSt.). Metallic-Lack kostet 1.200 Euro, eine Zweifarb-Lackierung 1.500 Euro, nur Black Mica gibt es ohne Aufpreis.

Quasi zum Sart läuft in Q4 gleich eine nette Aktion an: Dann kostet der Hikari 50.900 Euro und der Nozomi 53.900 Euro. Im Aktionspreis sind laut Subaru Winterkomplettträder enthalten, das gilt bei Kaufvertrag und Zulassung bis 31. Dezember 2026. Den Kundenmehrwert beziffert die Marke mit 2.000 Euro.

Wie stark und wie weit kommt er?

Beide Varianten haben Allradantrieb und eine Lithium-Ionen-Batterie mit 74,7 kWh. Die Systemleistung beträgt laut Subaru 280 kW (381 PS), den Sprint von 0 auf 100 km/h gibt der Hersteller mit 4,5 Sekunden an. Die Reichweite nach WLTP soll beim Hikari bei 523 Kilometern liegen, beim Nozomi bei 477 Kilometern. Tatsächlich konnten wir auf ungefähr 150 Testkilometern auf allen Untergründen den genannten Drittelmix einhalten, also wird wohl auch die Reichweite im großen und ganzen den angegebenen Werten entsprechen.

Geladen wird mit Wechselstrom (Typ 2) mit bis zu 22 kW, an der Gleichstrom-Schnellladesäule (CCS) mit bis zu 150 kW. Die Nenndauerleistung über 30 Minuten gibt Subaru mit 128 kW an.

Subaru E-Outback (Herstellerangaben) Hikari Nozomi
Listenpreis inkl. MwSt. 53.400 Euro 56.400 Euro
Aktionspreis Q4 50.900 Euro 53.900 Euro
Batterie 74,7 kWh
Systemleistung 280 kW (381 PS)
Reichweite (WLTP) 523 km 477 km
0 auf 100 km/h 4,5 s
Leergewicht 2.092 kg 2.127 kg
Laden AC / DC 22 kW / 150 kW

Wie viel Platz bietet der Kombi?

Der E-Outback ist 4.845 Millimeter lang, 1.860 Millimeter breit und 1.670 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 2.850 Millimeter. Der Kofferraum fasst 633 Liter, das sind mehr als beim konventionellen Outback (561 Liter) und deutlich mehr als beim Solterra (452 Liter). Die Bodenfreiheit liegt bei 211 Millimetern, die gebremste Anhängelast bei 1.500 Kilogramm.

Serie sind laut Subaru unter anderem Safety Sense, Voll-LED-Scheinwerfer, ein 14-Zoll-Infotainment mit Android Auto und Apple CarPlay, zwei Wireless Charger, Keyless Access, elektrische Heckklappe mit Kicksensor und elektrisch verstellbare Vordersitze. Der Bordlader leistet 22 kW, die Traktionsbatterie lässt sich manuell oder per Routenplanung vorkonditionieren. Je nach Modell kommen Sitzbelüftung, Sitz- und Lenkradheizung, Panorama-Glasdach, digitaler Innenspiegel, Panoramic View Monitor, X-Mode und eine Harman-Kardon-Anlage dazu.

Cockpit des Subaru E-Outback mit Blick auf Küstenlandschaft
Viel Platz, ein eckiges Lenkrad, angenehme Sitze und auch sonst ist alles fein aufgeräumt.

Der Ausschnitt zeigt den Innenraum eines dunkelgrauen SUV aus der Perspektive von rechts oben durch die geöffnete Beifahrertür, mit Sitzen, Armaturenbrett und Lenkrad im Studio.
Erstaunlich: Der Platz im Innenraum, auch hinterwärts, was der hohen Dachlinie geschuldet ist.
Blick in den schwarzen Kofferraum eines SUV mit umgeklappter Rücksitzlehne aus erhöhter Heckperspektive vor neutralem Hintergrund.
Schließlich: Das Ladeabteil. Die versprochenen 633 Liter glaubt man sofort.

Motorblock-Fazit

Der Subaru E-Outback tritt mit klaren Zahlen an: 381 PS und über 500 Kilometer WLTP-Reichweite sind für einen Allrad-Kombi eine Ansage, dazu kommt ein Kofferraum, dessen Größe sogar jenen den Verbrenner-Outback übertrifft. Preislich beginnt der Einstieg mit der Q4-Aktion bei 50.900 Euro inklusive Winterrädern, wahrlich kein übertrieben teurer Einstieg für wirklich ganz schön viel Auto. Wie sich die beiden Shinkansens im echten Schnee schlagen, testen wir dann im Winter. Die Vorgeschichte liefern der Subaru Solterra und der Outback mit Boxermotor.


 

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