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20 Jahre Opel Corsa D: Der Kleinwagen, der alles konnte

3 Min. Lesezeit

Opel Corsa D Jubiläum 20 Jahre: Corsa F (aktuell) und Corsa D (2006) im Vergleich – Außenaufnahme

Juli 2006, British International Motor Show in London: Opel enthüllt die vierte Generation des Corsa. Was damals kaum jemand ahnte – dieser Kleinwagen würde als einer der vielseitigsten seiner Klasse Geschichte schreiben. 20 Jahre später blickt Opel zurück auf den Corsa D – und macht gleichzeitig klar: Das Beste kommt noch.

Für jeden das Richtige

Dreitürer oder Fünftürer, coupéhaft oder familientauglich: Der Corsa D trat von Beginn an in zwei Karosserievarianten an und sprach damit Käuferinnen und Käufer aus unterschiedlichsten Lebenswelten an. Dazu kamen umfangreiche Personalisierungsoptionen – von lebhaften Farben bis zu individuellen Innenraumpaketen. Ein Konzept, das Opel bis heute weiterführt. Wer einen Corsa D fuhr, fuhr keinen Einheitsbrei, sondern ein Fahrzeug mit Haltung.

Technik, die überraschte

Was den Corsa D wirklich aus der Masse hob, waren seine Ausstattungsdetails. Das integrierte Trägersystem FlexFix ermöglichte das Transportieren von bis zu zwei Fahrrädern direkt am Fahrzeugheck – ohne separate Anhängerkupplung. Der Dual Floor-Laderaumboden sorgte für zwei nutzbare Ladeniveaus im Kofferraum. Das AFL-Abbiegelicht – in dieser Fahrzeugklasse 2006 alles andere als selbstverständlich – drehte bei Kurvenfahrten mit und erhöhte die Sicherheit deutlich.

Opel Corsa D Seitenansicht – Außenaufnahme zum 20. Jubiläum
Der Opel Corsa D in der Seitenansicht. Foto: Opel/Stellantis

Effizient und sparsam: ecoFLEX

Wer es sparsam wollte, griff zum ecoFLEX-Diesel: 3,3 Liter auf 100 Kilometer – ein Wert, der auch nach heutigen Maßstäben beachtlich ist. Für österreichische Pendlerinnen und Pendler mit langen Arbeitswegen war das ein ernsthaftes Kaufargument. Die NoVA-Einstufung fiel günstig aus, und auch in der motorbezogenen Versicherungssteuer blieb der ecoFLEX angenehm zurückhaltend. Effizienz als Kaufmotiv – das war bei Opel schon 2006 ernst gemeint.

Der Extremist: OPC Nürburgring Edition

Am anderen Ende des Spektrums stand die Corsa D OPC Nürburgring Edition: 154 kW (210 PS), 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ein Kleinwagen, der auf der Rennstrecke ebenso zu Hause war wie im Alltagsverkehr. Opel schickte damit die bis dahin stärkste Corsa-Variante in den Markt – und bewies, dass Kompaktheit kein Widerspruch zu Fahrleistung ist. In Österreich baute die OPC-Linie eine treue Fangemeinde auf, die noch heute besteht.

Opel Corsa D OPC Nürburgring Edition – 154 kW (210 PS)
Die Corsa D OPC Nürburgring Edition – 154 kW (210 PS) und 230 km/h Spitze. Foto: Opel/Stellantis

Heute und morgen: YES und GSE

Zum runden Geburtstag des Corsa D feiert Opel mit dem Sondermodell Corsa YES. Die aktuelle Corsa-Generation knüpft an den Geist ihres Vorgängers an: vielfältig, charakterstark, für viele Lebenslagen gedacht. Doch das eigentliche Highlight kommt noch 2026: der neue Corsa GSE. Mit 207 kW (281 PS) und 345 Nm, von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden – das ist kein zahmer Nachfolger, sondern ein Ausrufezeichen. Als Elektrofahrzeug kann der GSE in Österreich von der staatlichen E-Förderung profitieren, was den Einstieg deutlich attraktiver macht.

Vom Sparwunder bis zum Sportwagen, vom Familienauto bis zum Dreizylinder-Spaßmacher: Der Corsa D hat seine Klasse neu definiert. 20 Jahre danach setzt Opel die Geschichte konsequent fort. Wer den neuen Corsa GSE auf seine Wunschliste setzt, schreibt schon das nächste Kapitel.

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