Das Wichtigste in Kürze:
- Audi Q9: neues Flaggschiff-SUV, mit 5,31 Metern Länge der größte Audi aller Zeiten
- AT-Preis ab 135.900 Euro (180 kW) bzw. 139.700 Euro (220 kW), dazu eine AT-exklusive „Signature Edition“
- Marktstart in Österreich im November 2026, Bestellstart ist bereits jetzt
- Antrieb zum Start: 3,0-Liter-V6-TDI mit 180 oder 220 kW, MHEV-plus-Technik, permanenter quattro-Allrad
- Sieben Sitze serienmäßig, optional sechs Einzelsitze mit Business-Class-Anspruch
Mit dem Q9 vergibt Audi zum ersten Mal die Modellnummer 9 und positioniert damit ein neues Spitzenmodell über dem bisherigen Platzhirsch Q8. Das Full-Size-SUV soll laut Audi CEO Gernot Döllner „die neue Spitze des Audi Portfolios“ markieren und die Premiumpositionierung der Marke stärken. In Österreich ist der Q9 ab sofort bestellbar, die Auslieferung startet im November 2026.
Auffällig ist, wie sehr Audi den Innenraum in den Vordergrund rückt. Elektrische Einzelsitze, automatische Türen und ein Panorama-Schiebedach in Rekordgröße sollen laut Hersteller ein „Business-Class“-Gefühl erzeugen, das sich klar von den bisherigen Q-Modellen abheben soll.
Warum jetzt die Neun?
Der Q9 ist mit 5,31 Metern Länge, 2,21 Metern Breite und 1,81 Metern Höhe der größte Audi, den es je gab. Der Radstand beträgt 3,14 Meter. Die aufrechte Front, die vertikalen Lamellen im Singleframe der Serienlinie „advanced“ und die sportlichere Optik der optionalen „S line“-Ausstattung sollen dem SUV laut Audi einen selbstbewussten Auftritt verleihen. Bis zu 23 Zoll große Leichtmetallräder sind verfügbar.

Was bietet der Innenraum?
Serienmäßig bietet der Q9 laut Audi sieben Sitzplätze, auf allen drei Plätzen der zweiten Reihe lassen sich Kindersitze befestigen. Optional gibt es eine Sechssitz-Variante mit zwei elektrisch verstellbaren Einzelsitzen in der zweiten Reihe, die Audi als „Business-Class-Atmosphäre“ bewirbt. Neu sind zudem elektrisch angetriebene Türen samt Kollisionsschutz und Zuziehhilfe, die sich auch per myAudi-App aus der Ferne bedienen lassen sollen. Dazu kommt das laut Hersteller größte je in einem Audi verbaute Panorama-Schiebedach mit mehr als 1,5 Quadratmetern Glasfläche.

Was kann die Lichttechnik?
Am Heck sitzen digitale OLED-Leuchten der dritten Generation. Neu und laut Audi eine Weltneuheit sind die äußeren OLED-Panels, die dank Ultra-Dünnglas-Technologie erstmals dreidimensional gebogen sind und damit dem Karosserieverlauf folgen. Beim Abbiegen soll ein erweitertes, auf den Boden projiziertes Blinklicht andere Verkehrsteilnehmer besser warnen. Vorne sorgen digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Modul laut Hersteller für schärferen Kontrast und mehr Reichweite.

Welcher Motor treibt an?
Zum Marktstart gibt es ausschließlich einen Dreiliter-V6-Diesel mit wahlweise 180 kW (500 Nm) oder 220 kW (630 Nm). Die MHEV-plus-Technik mit elektrisch angetriebenem Verdichter und weiterentwickeltem Triebstranggenerator soll laut Audi bis zu 18 kW beziehungsweise 24 PS zusätzliche Leistung liefern und für spontanes Ansprechverhalten sorgen. Serienmäßig kombiniert Audi den Motor mit 8-Stufen-tiptronic und permanentem Allradantrieb quattro.
Was kostet der Q9 in Österreich?
Der Audi Q9 TDI 180 kW quattro startet in Österreich bei 135.900 Euro, die 220-kW-Version bei 139.700 Euro. Dazu kommt eine österreichexklusive „Signature Edition“ mit Preisvorteilen. Zu NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer hat Audi in der Pressemeldung keine Angaben gemacht, ebenso fehlen bislang offizielle Verbrauchs- und CO2-Werte. Da es sich um einen Diesel-V6 in einem 2,3-Tonnen-Segment handelt, dürfte die NoVA-Belastung spürbar ausfallen. Eine E-Förderung entfällt, weil der Q9 zum Marktstart rein verbrennungsmotorisch mit Mild-Hybrid-Unterstützung kommt.
| Modell | Leistung | Allrad | Preis AT | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Audi Q9 TDI 180 kW quattro | 180 kW / 500 Nm | quattro | ab 135.900 Euro | Marktstart November 2026 |
| Audi Q9 TDI 220 kW quattro | 220 kW / 630 Nm | quattro | ab 139.700 Euro | Marktstart November 2026 |

Mit dem Q9 tritt Audi in ein Segment, in dem in Österreich bislang vor allem der eigene Q7 sowie große SUV wie der Kia EV9 (wir berichteten) um Familien mit viel Platzbedarf werben. Wie sich der Q9 gegen den hauseigenen Q7 und die elektrische Konzernverwandtschaft wie den Audi A6 positioniert, wird sich erst nach dem Marktstart zeigen.
Motorblock-Fazit
Der Q9 ist Audis klares Signal, dass ganz große SUV weiterhin ein Geschäft sind, auch wenn der Rest des Portfolios elektrifiziert wird. Sieben bis sechs Sitze, Business-Class-Optionen im Fond und eine aufwendige Lichtshow am Heck sind auf dem Papier beeindruckend. Ob die 135.900 Euro Einstiegspreis für einen Diesel-V6 ohne bislang bekannte Verbrauchswerte gerechtfertigt sind, muss sich erst zeigen. Bis belastbare NoVA- und Verbrauchszahlen vorliegen, bleibt der Q9 vor allem eines: das größte Ausrufezeichen, das Audi derzeit setzen kann.
Audi Q9: Alle Bilder
Fotos: Audi













