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Was passiert, wenn man 5 verschiedene Treibstoffe tankt?

Den falschen Treibstoff in sein Auto zu tanken ist eine Schreckensvision, die jedem Autofahrer schon mal durch den Kopf gespukt ist. Aber vielleicht müssen wir uns doch gar nicht so ins Hemd machen.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Screenshot via Garage 54

Denn wie immer ist des Autofahrers Albtraum die Inspiration für ein Video von Garage 54. Und weil die Russen nichts halbherzig, sondern alles mit voller Power angehen, füttern sie ihren Lada gleich mit fünf verschiedenen Treibstoffen. Je fünf Liter pro Drink bekommt das bemitleidenswerte Vehikel zum Genuss verabreicht. Der Ottomotor muss also nicht nur mit vier verschiedenen Arten von Benzin mit 92 bis 100 Oktan zurechtkommen, sondern kriegt als Spezialwürze auch noch einen kräftigen Schluck Diesel ab.

Ob 20 Prozent Diesel im Tank schon ausreichen, um den Lada zu killen? Tatsächlich lässt sich der unverwüstliche Russe nicht das winzigste Symptom anmerken. Vom Anlassen bis hin zur Spazierfahrt läuft alles rund, leise und einfach fad ab. Fast schon ein bisschen enttäuschend, nicht wahr? Wie hoch der Anteil an Diesel sein dürfte, bevor das Auto krachen geht, erfahren wir im Video leider nicht.

Zum Abschluss kann ich euch noch eine persönliche Anekdote zum Besten geben: Ich war schon live dabei, als jemand Benzin in ein Dieselfahrzeug gekippt hat. Da der Irrtum allerdings schon nach den ersten zwei, drei Litern bemerkt wurde, konnte der Rest des Tanks mit Diesel aufgefüllt werden und es gab keinerlei Probleme. Leider genauso fad, sorry …

BMW M340d: Selbstzündend in 4,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h

Mit dem M340d setzt BMW der neuen 3er-Reihe die Dieselkrone auf. Der Name ist Programm.

Text: Maximilian Barcelli

Exakt 340 PS liefert das Triebwerk nämlich an alle vier Räder. Bei diesem handelt es sich um einen Reihensechszylinder mit Turboaufladung und drei Litern Hubraum. Richtig üppig geht’s Diesel-typisch aber beim Drehmoment zur Sache: Satte 700 Nm stehen ab 1.750 Touren zur freien Entnahme. Das wirkt sich selbstredlich auf die Beschleunigung aus: Lediglich 4,6 Sekunden vergehen, bis die Limousine auf Tempo 100 wuchtet. Beim Kombi sind’s zwei Zehntel mehr.

Damit sprintet der BMW M340d xDrive exakt so schnell auf 100 wie sein großer Bruder M550d. Und nicht nur das: der neulich mit Dieselmotor befeuerte Audi S4 zieht am Stammtisch mit einem Wert von 4,8 Sekunden ebenfalls den Kürzeren.

Der selbstzündende Reihensechser und die mittlerweile fast schon obligatorische 48 Volt-Mild-Hybrid-Technologie sind zwar Herzstück des M340d, doch wer das M-Emblem trägt, selbst wenn es nur ein halbes ist, muss schon mehr in petto haben (weshalb auch die ganzen basisausgestatteten 318d ein solches montiert haben…).

Das weiß auch BMW und spendiert dem M340d Feinheiten wie das Sportgetriebe, das M Sportdifferential, das M Sportfahrwerk und die M Sportbremsen. So, genug des Ms und des Sports an einem Tag. Preislich jedenfalls beginnt der M Sportspaß bei 68.400 Euro. Wer den Touring will, muss mindestens 70.700 Euro blechen. Zum Vergleich: der S4 TDI ist nochmals um rund 4.000 Euro teurer.

Mitsubishi steht unter Diesel-Betrugsverdacht

Gerade erst beginnen sich die Wogen zu glätten, die Dieselgate seit 2015 geschlagen hat, und schon stehen wir möglicherweise vor einem Rückfall. Denn Mitsubishi wird nun von deutschen Behörden verdächtigt, ebenfalls an seinen Diesel-Werten herumzutricksen.

Text: Jakob Stantejsky

Dass es sich nicht nur um blindes Herumgestochere zu handeln scheint, verdeutlicht die Tatsache, dass schon in mehreren Einrichtungen von Mitsubishi in deutschen Bundesländern Razzien stattgefunden haben. Darunter befinden sich die Niederlassung des Vertriebs sowie Forschungs- und Entwicklungsstandorte des Herstellers. Zulieferer Continental wird in dem Verfahren als Zeuge geführt und wurde dementsprechend ebenfalls durchsucht.

Sowohl Continental als auch Mitsubishi bestätigen offiziell die Aktivitäten der Ermittler und sichern ihre volle Unterstützung und Kooperation zu. Zu den Vorwürfen selbst hingegen herrscht derzeit noch Schweigen. Konkret geht es um 1,6- und 2,2-Liter-Dieselmotoren mit Abgasnorm Euro 5 und 6, die laut Staatsanwaltschaft möglicherweise mit Abschalteinrichtung versehen wurden, die die geltenden Obergrenzen für Stickoxide zwar auf dem Prüfstand, allerdings nicht im täglichen Betrieb einhalten würden.

Falls sich tatsächlich stichhaltige Beweise ergeben und sich Mitsubishi, wie schon Volkswagen, verantworten muss, kommen auch auf Besitzer der betroffenen Fahrzeuge eine Menge Unannehmlichkeiten zu. Denn gesetzlich wären Autos mit solch einer Abschaltvorrichtung nicht zulässig und würden daher wohl mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Leider könnte es nach aktuellem Stand der Dinge tatsächlich so kommen, dass sich aus dem langen Schatten des Dieselskandals nun der zweite Teil der Geschichte erhebt. Hoffen wir, dass entgegen aktueller Hollywood-Vorlieben nicht gleich eine Trilogie daraus wird. Ein klassisches Happy End in diesem Fall wäre hingegen wünschenswert – denn sonst wird der Diesel und mit ihm der Autofahrer demnächst wohl vom Sündenbock zum Teufel degradiert.

Audi SQ8: Diesel-Hammer

Honda CR-V: Warme Semmeln

Ford Edge: Der gutmütige Bulle