Renault Scenic lädt jetzt 25 Prozent schneller

3 Min. Lesezeit

Renault Scenic E-Tech Electric, Modelljahr 2027

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Long-Range-Batterie (89 kWh, NMC) bringt bis zu 642 Kilometer WLTP-Reichweite
  • Neue Einstiegsbatterie (67 kWh, LFP) mit bis zu 467 Kilometer Reichweite, Bestellstart folgt später
  • DC-Schnellladen in beiden Varianten rund 25 Prozent schneller als bisher
  • AT-Preis: Long Range ab 46.490 Euro, Comfort Range (LFP) ab 43.490 Euro
  • Als reines E-Auto NoVA-befreit, staatliche Kaufförderung für Private seit 31. März 2026 ausgelaufen

Der Scenic ist Renaults Beweis, dass ein Elektro-Familienauto ohne Van-Etikett auskommt. Zwei Jahre nach dem Marktstart in Österreich bekommt „Europas Auto des Jahres 2024“ zum neuen Modelljahr frische Akkus, mehr Reichweite und vor allem deutlich kürzere Ladepausen.

Renault Scenic E-Tech Electric, Modelljahr 2027
Renault Scenic E-Tech Electric (MY27). Foto: Renault

Was ändert sich bei den Akkus?

Die stärkere Motorisierung mit 160 kW (218 PS) fährt künftig mit einer 89-kWh-NMC-Batterie vor, zwei kWh mehr als bisher. Die WLTP-Reichweite wächst dadurch von 625 auf bis zu 642 Kilometer. Wichtiger im Alltag ist die Ladekurve: Von 15 auf 80 Prozent braucht der Scenic an der Gleichstrom-Schnellladesäule künftig 28 statt 37 Minuten, ein Ladestopp verkürzt sich also um ein Viertel.

Neu im Programm ist außerdem eine 67-kWh-Batterie mit LFP-Chemie, wie sie bereits im Renault Megane zum Einsatz kommt. Sie schafft bis zu 467 Kilometer WLTP-Reichweite und lädt mit bis zu 165 kW sogar schneller als die große NMC-Version. Sie soll als günstigerer Einstieg in die Baureihe dienen, wann genau sie in Österreich bestellbar wird, hat Renault noch nicht mitgeteilt.

Was kostet der Renault Scenic E-Tech Electric in Österreich?

Die Long-Range-Version mit der neuen 89-kWh-Batterie ist ab sofort bestellbar und startet bei 46.490 Euro, dazu kommt eine Auslieferungspauschale von bis zu 420 Euro. Die Comfort-Range-Version mit der 67-kWh-LFP-Batterie soll ab 43.490 Euro kosten, ihre Bestellöffnung folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Wie jedes reine Elektroauto ist der Scenic in Österreich von der NoVA befreit und zahlt keine motorbezogene Versicherungssteuer. Die frühere staatliche E-Mobilitätsförderung für Privatkäufer ist mit 31. März 2026 ausgelaufen, die genannten Preise sind damit reine Listenpreise ohne zusätzlichen Bonus.

Was ist sonst noch neu?

Neben den Akkus poliert Renault auch das restliche Paket auf. Die Ausstattungslinie Techno bekommt neue Sitze aus recyceltem PET-Stoff, Esprit Alpine ein Interieur im „Spectral Titanium“-Look. Dazu kommen zwei neue Lackfarben, zwei neue Felgendesigns und ein überarbeitetes Fahrassistenz-Paket mit einer Multi-Target-Funktion, die mehrere Fahrzeuge gleichzeitig im Blick behält, sowie ein serienmäßiges Fahrer-Überwachungssystem. Gebaut wird der Scenic weiterhin im französischen Renault-Werk Douai, wie schon sein Vorserien-Vorbild Scenic Vision. Auch beim Renault Trafic E-Tech Electric zeigt sich, wie konsequent die Marke ihre E-Tech-Familie derzeit weiterentwickelt.

Datenblock

Antrieb 160 kW / 218 PS (beide Varianten)
Batterie Long Range 89 kWh, NMC
Batterie Comfort Range 67 kWh, LFP
Reichweite (WLTP) bis 642 km / bis 467 km
DC-Laden 15–80 % 28 Min. (150 kW) / 24 Min. (165 kW)
Preis (AT) ab 46.490 € / ab 43.490 €
Verfügbarkeit Long Range sofort bestellbar, LFP-Version folgt später

Motorblock-Fazit

Ein Facelift, das genau dort ansetzt, wo es beim Scenic bisher am meisten schmerzte: an der Ladepause. Ein Viertel kürzere Stopps und 17 Kilometer mehr Reichweite machen aus dem ohnehin praktischen Familien-Stromer ein noch alltagstauglicheres Auto für lange Strecken. Der Einstiegspreis bleibt mit 46.490 Euro für die große Batterie stramm kalkuliert, mit der LFP-Version wartet aber schon eine günstigere Alternative in den Startlöchern, die derzeit noch auf ihren Österreich-Termin wartet.

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