DS N°7: Der Franzose, der weiter kommt

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der DS N°7 löst den DS 7 komplett neu ab und startet als Flaggschiff im C-SUV-Segment in Österreich.
  • Bis zu 734 Kilometer WLTP-Reichweite in der E-Tense FWD Long Range.
  • Vier Antriebsvarianten: ein Mildhybrid sowie drei E-Tense-Stufen bis 350 PS und Allrad.
  • Listenpreis ab 41.900 Euro (Hybrid), E-Tense-Modelle ab 51.500 Euro, jeweils inkl. NoVA und MwSt.
  • Bestellbar ab sofort, Probefahrten ab Herbst 2026, erste Auslieferungen noch heuer.

Krems an der Donau, ein Dienstagvormittag im September. Vor der Tür parkt ein gutes Dutzend DS N°7 in sechs Lackfarben, drinnen erklärt eine französische Marke zum wiederholten Mal, dass Autofahren eigentlich Reisen sein sollte – und dass Reisen bei DS Automobiles gefälligst erster Klasse stattfindet.

Der eigentliche Grund für die Reise nach Krems steht aber davor: der DS N°7, Nachfolger des DS 7 und laut Marke „kein Facelift, sondern ein komplett neues Fahrzeug“. Kaum ein Teil sei vom Vorgänger übernommen, heißt es – und tatsächlich ist der N°7 gewachsen, ohne an Höhe zuzulegen: 4,66 Meter Länge, 1,90 Meter Breite, rund 1,63 Meter Höhe, dazu Felgen bis 21 Zoll. Das um 40 Prozent vergrößerte Panorama-Glasdach und ein Kofferraum von 560 Litern (umgeklappt 1.570 Liter) sollen die Reisetauglichkeit unterstreichen, für die DS mit seiner „Kunst des Reisens“-Philosophie wirbt.

DS N°7 Österreich: dunkler SUV in Dreiviertelansicht hinten vor modernem Gebäude
Der DS N°7 in Krems: kaum ein Teil vom Vorgänger DS 7 übernommen. Foto: Gregor Josel/Motorblock

Wie weit kommt der DS N°7?

Die Antwort ist der eigentliche Aufreger der Präsentation: bis zu 734 Kilometer WLTP in der E-Tense FWD Long Range mit der größeren, 97,2-kWh-Batterie – ein Wert, mit dem sich so manches Auto der Klasse darüber schwertäte. Unter realen Bedingungen, mit Tempomat auf Richtgeschwindigkeit, soll die Long Range laut Hersteller über 400 Autobahnkilometer am Stück schaffen und bei Ankunft noch mit 20 Prozent Restkapazität dastehen. Geladen wird mit bis zu 160 kW, von 20 auf 80 Prozent in rund 27 Minuten, in zehn Minuten sollen rund 200 Kilometer Reichweite nachkommen. Die kleinere 73,7-kWh-Batterie im E-Tense FWD (230 PS) begnügt sich mit 539 Kilometern WLTP, ist dafür aber auch günstiger zu haben. Wer alle vier Räder antreiben lassen will, bekommt im E-Tense AWD Long Range 350 PS und 5,4 Sekunden auf 100 km/h – bei weiterhin 679 Kilometern Reichweite.

DS N°7 bei der Fahrt auf einer Landstraße
Bis zu 734 Kilometer WLTP-Reichweite verspricht die stärkste E-Tense-Version. Foto: Gregor Josel/Motorblock

Muss es gleich Strom sein?

Nicht zwingend. Der DS N°7 Hybrid kombiniert einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit einem 48-Volt-E-Motor zu 145 PS Systemleistung, Normverbrauch 5,3 bis 5,4 Liter, CO2-Ausstoß 120 bis 122 Gramm pro Kilometer. Ein Mildhybrid, kein Stecker – dafür soll er in der Stadt bis zur Hälfte der Fahrzeit elektrisch unterwegs sein. Die reinen E-Tense-Modelle sind mit ihren null Gramm CO2 von der NoVA befreit, beim Hybrid greift die reguläre, CO2-abhängige Berechnung.

Was kostet der DS N°7 in Österreich?

Die Preisliste liegt vor, und sie beginnt bescheidener, als man es einer Premiummarke zutrauen würde: Der Hybrid startet bei 41.900 Euro inklusive NoVA und Mehrwertsteuer, in der Basisausstattung N°7. Darüber liegen Pallas (44.500 Euro), Étoile (48.500 Euro) und die Topversion La Première (54.000 Euro) mit Nappaleder, beheizbarem Lenkrad und Night Vision. Bei den E-Tense-Modellen beginnt es bei 51.500 Euro für den FWD mit 230 PS, die Long-Range-Variante startet bei 56.000 Euro, der Allrad-Top mit 350 PS bei 60.000 Euro – jeweils nach oben offen bis zur La-Première-Ausstattung um 70.500 Euro. Bestellungen sind ab sofort möglich, erste Probefahrten folgen im Herbst, die Auslieferung an die ersten Kundinnen und Kunden ist noch heuer geplant.

Modell Leistung Reichweite/Verbrauch Preis (AT, ab)
DS N°7 Hybrid 107 kW / 145 PS 5,3–5,4 l/100 km 41.900 €
DS N°7 E-Tense FWD 169 kW / 230 PS bis 539 km WLTP 51.500 €
DS N°7 E-Tense FWD Long Range 180 kW / 245 PS bis 734 km WLTP 56.000 €
DS N°7 E-Tense AWD Long Range 257 kW / 350 PS bis 679 km WLTP 60.000 €

Marktstart Österreich: bestellbar ab sofort, Probefahrten ab Herbst 2026, Auslieferung ab Ende 2026.

Kokon statt Kommandobrücke

Im Innenraum setzt DS auf die eigene Handschrift: das X-förmige Lenkrad, Sitze im Uhrenarmband-Design, geprägte „Clous de Paris“-Nähte und je nach Ausstattung Nappaleder oder Alcantara. Dazu ein 10-Zoll-Kombiinstrument, ein 16-Zoll-Zentraldisplay mit ChatGPT-Anbindung, optional beheizte Nackenstützen und ein FOCAL-Soundsystem mit bis zu 14 Lautsprechern. An Assistenz mangelt es nicht: DS Drive Assist 2.0 lenkt ab Étoile teilautonom mit, dazu Nachtsicht per Infrarotkamera und ein adaptives Matrix-Fernlicht namens Pixelvision. Das aktive Fahrwerk DS Active Scan Suspension liest die Fahrbahn per Frontkamera und soll Unebenheiten wegbügeln, bevor man sie spürt – wie fahrbar sich das im Alltag wirklich anfühlt, sagt uns erst der echte Test.

Cockpit des DS N°7 mit X-förmigem Lenkrad und digitaler Instrumententafel
X-förmiges Lenkrad, Uhrenarmband-Nähte, 16-Zoll-Zentraldisplay: der Innenraum des DS N°7. Foto: Gregor Josel/Motorblock

Wer sich für den Vorgänger interessiert hat oder wissen will, wo sich der N°7 zwischen den DS-Modellen einordnet: Motorblock hat bereits über die internationale Vorstellung des DS N°7 berichtet, und auch das Flaggschiff DS N°8 steht schon länger bei den heimischen Händlern.

Motorblock-Fazit

Ein neues Auto, das kaum ein Teil vom Vorgänger geerbt hat, eine Reichweite, die manches Auto der Klasse darüber blamiert, und ein Einstiegspreis, der für eine französische Premiummarke fast schon frech niedrig ist – der DS N°7 hat sich für seinen ersten Auftritt in Krems nicht wenig vorgenommen. Ob die Active Scan Suspension wirklich so sanft gleitet wie versprochen und ob sich der Innenraum im Alltag genauso raffiniert anfühlt wie auf der Bühne, klärt der bald folgende Fahrbericht. Fürs Erste bleibt: ein spannender Neuzugang im C-SUV-Segment, mit einer Preisliste, die man sich anschauen sollte, bevor man automatisch zu Audi oder BMW greift.

TEXT: Gregor Josel

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