
Škoda Peaq: Erste Blicke ins Interieur vor der Weltpremiere am 23. Juni
Der Countdown läuft: Am 23. Juni 2026 um 18:25 Uhr enthüllt Škoda in Monnetier-Mornex, Frankreich, seinen neuen Siebensitzer-Elektro-SUV namens Peaq. Vier Tage davor gewährt der tschechische Hersteller einen ersten Blick ins Innere und das, was man zu sehen bekommt, macht neugierig auf mehr.
Das Innenraumkonzept trägt den Namen Lodge. Dahinter steckt die Idee, den Fahrgastraum als entspannten Aufenthaltsort zu gestalten, eine rollende Lounge statt eines sterilen Cockpits. Das klingt zunächst nach Marketing-Sprech, aber die gezeigten Bilder lassen zumindest erahnen, dass Škoda es ernst meint. Warme Materialien, durchdachte Ablagen, eine Atmosphäre, die man eher aus einem Wohnzimmer kennt als aus einem Fahrzeuginterieur.

Das auffälligste Detail: ein vertikales Infotainment-Display. Für Škoda ist das eine echte Premiere, alle bisherigen Modelle setzen auf horizontale Bildschirme. Beim Peaq dreht sich das Bild buchstäblich um 90 Grad. Ob das die Bedienung wirklich verbessert oder nur anders macht, wird sich erst im Fahralltag zeigen. Interessant ist die Entscheidung in jedem Fall, weil Škoda damit bewusst einen anderen Weg als Konzernbruder VW wählt.
Was Škoda richtig macht: physische Bedienelemente bleiben erhalten. In einer Zeit, in der immer mehr Hersteller selbst einfache Funktionen in verschachtelte Touchscreen-Menüs verbannen, ist das ein klares Statement. Direkte Tasten für Klimaanlage und Lautstärke, das klingt banal, ist im Alltag aber Gold wert. Simply Clever, und hier stimmt der Claim tatsächlich.
Besonders durchdacht wirken die Armlehnen: ergonomisch geformt, zentral positioniert und mit magnetischen Wireless-Docks ausgestattet. Smartphone ablegen, laden, fertig, ohne Kabel, ohne Adapter, ohne Sucherei. Auch das ist einer jener kleinen Alltagshelfer, für die Škoda traditionell bekannt ist.

Sieben Sitze auf einen Schlag, das ist das zentrale Versprechen des Peaq. In diesem Segment ist das keine Selbstverständlichkeit, und für grosse Familien oder häufige Gruppenfahrten kann das zum entscheidenden Kaufargument werden. Wie viel Platz in der dritten Reihe wirklich vorhanden ist und wie praxistauglich der Einstieg gelingt, wird die Premiere zeigen. Designer Chan Park bringt es auf den Punkt: Der Peaq soll sich anfühlen wie ein Zuhause auf Rädern.
Für österreichische Käufer ist die BEV-Natur des Peaq steuerlich interessant: Als reines Elektrofahrzeug fällt keine NoVA an, das bedeutet 0 Prozent, unabhängig von Fahrzeuggröße oder Listenpreis. Seit April 2025 gilt allerdings die motorbezogene Versicherungssteuer auch für Elektroautos, was die laufenden Kosten leicht erhöht. E-Förderung für Privatpersonen gibt es 2026 nicht mehr. Unterm Strich bleibt der Steuervorteil beim Kauf aber spürbar.
Österreichische Preise und die technischen Eckdaten, Batterie, WLTP-Reichweite, Ladeleistung, gibt Škoda erst zur Weltpremiere am 23. Juni bekannt. Wir berichten live.




