
Mercedes-Benz VLE: Elektro-Van mit 713 km Reichweite und 800-Volt-Architektur
Mercedes-Benz enthüllt den VLE – einen großen Elektro-Van mit 800-Volt-Architektur, bis zu 713 km WLTP-Reichweite laut Hersteller und DC-Schnellladeleistung von 300 kW. In Österreich startet der Einstiegspreis bei rund 75.400 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- VLE 300: 203 kW (276 PS), WLTP 713 km laut Hersteller, ab ~75.400 Euro in Österreich
- VLE 400 4Matic: 305 kW (415 PS), WLTP 630 km, permanenter Allradantrieb
- 115-kWh-NMC-Batterie, 800-Volt-Architektur, DC-Laden mit bis zu 300 kW
- Abmessungen: 5.309 × 1.999 × 1.943 mm, Radstand 3.342 mm
- 0–100 km/h: VLE 300 in 9,5 s, VLE 400 4Matic in 6,5 s
Zwei Leistungsstufen für unterschiedliche Anforderungen
Der neue Mercedes-Benz VLE tritt in zwei Varianten an. Der VLE 300 leistet 203 kW (276 PS) und beschleunigt in 9,5 Sekunden auf Tempo 100. Der Hersteller gibt eine WLTP-Reichweite von 713 km an. Damit positioniert sich die Einstiegsvariante als Langstreckenspezialist im großen Van-Segment.
Wer mehr Traktion benötigt, greift zum VLE 400 4Matic: 305 kW (415 PS), permanenter Allradantrieb und ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden. Die angegebene WLTP-Reichweite sinkt auf 630 km – noch immer ein starker Wert für ein Fahrzeug dieser Größenklasse.

800-Volt-Technologie und 300-kW-DC-Schnellladen
Die technische Basis des VLE setzt auf eine 800-Volt-Architektur in Kombination mit einer 115-kWh-NMC-Batterie. Das ermöglicht DC-Schnellladeleistungen von bis zu 300 kW – ein Wert, der typischerweise nur bei Fahrzeugen der Oberklasse zu finden ist. Für lange Strecken bedeutet das: kurze Ladestopps, mehr Zeit auf der Straße.

Die Abmessungen des VLE (5.309 × 1.999 × 1.943 mm, Radstand 3.342 mm) ordnen ihn klar im Segment der großen Vans ein. Der VLE tritt nicht als kompakter Stadtvan an, sondern als Reise- und Transportfahrzeug mit klaren Effizienzvorteilen gegenüber konventionellen Antrieben.
Österreich: Preise, NoVA und Förderung
In Österreich ist der VLE 300 zum Einführungspreis von rund 75.400 Euro erhältlich. Als reines Elektrofahrzeug entfällt die Normverbrauchsabgabe (NoVA), was bei einem Fahrzeug dieser Größe und Leistung einen erheblichen Preisunterschied gegenüber konventionellen Alternativen bedeutet.
Für gewerbliche Nutzer kommen gegebenenfalls Investitionsbegünstigungen in Frage. Privatpersonen sollten aktuelle Bundesförderungen über die Kommunalkredit Austria prüfen – die Konditionen werden regelmäßig angepasst.
Technische Daten im Überblick (laut Hersteller)
| Merkmal | VLE 300 | VLE 400 4Matic |
|---|---|---|
| Leistung | 203 kW (276 PS) | 305 kW (415 PS) |
| Antrieb | Hinterrad | Allrad |
| Batterie | 115 kWh NMC | 115 kWh NMC |
| Bordnetz | 800 V | 800 V |
| WLTP-Reichweite | 713 km | 630 km |
| DC-Laden | 300 kW | 300 kW |
| 0–100 km/h | 9,5 s | 6,5 s |
| Länge × Breite × Höhe | 5.309 × 1.999 × 1.943 mm | 5.309 × 1.999 × 1.943 mm |
| Radstand | 3.342 mm | 3.342 mm |
| Österreich-Preis | ab ~75.400 Euro | auf Anfrage |
Der Mercedes-Benz VLE in Bildern






Häufig gestellte Fragen
Was kostet der Mercedes-Benz VLE in Österreich?
Der VLE 300 ist in Österreich ab rund 75.400 Euro erhältlich. Durch den entfallenden NoVA-Anteil kann der Elektroantrieb gegenüber konventionellen Van-Alternativen wirtschaftlich konkurrenzfähig sein.
Wie lange dauert das Laden des Mercedes-Benz VLE?
Der Hersteller gibt DC-Schnellladeleistungen von bis zu 300 kW an – möglich durch die 800-Volt-Architektur. Genaue Ladezeiten (z. B. 10–80 %) wurden noch nicht offiziell kommuniziert.
Welcher VLE eignet sich für alpine Strecken in Österreich?
Für regelmäßige alpine Einsätze mit Allradbedarf empfiehlt sich der VLE 400 4Matic. Wer hauptsächlich Langstrecken auf der Autobahn zurücklegt, ist mit dem VLE 300 und seinen 713 km WLTP-Reichweite sehr gut bedient.
Fazit
Mit dem VLE setzt Mercedes-Benz einen klaren Akzent im elektrischen Van-Segment. 713 km WLTP, 800-Volt-Architektur und 300-kW-Schnellladen sind Argumente, die weit über den Alltag des typischen Van-Nutzers hinausreichen. Für Österreich ist das Angebot ab rund 75.400 Euro besonders interessant – angesichts der entfallenden NoVA und möglicher betrieblicher Förderungen.



