Das Wichtigste in Kürze:
- Dacia Duster Hybrid 150 4×4: 154 PS Systemleistung, 217 mm Bodenfreiheit, ab 29.590 Euro (AT)
- Dacia Bigster Hybrid 150 4×4: 219 mm Bodenfreiheit, ab 32.890 Euro (AT)
- Österreich-Premiere für Dacia Striker und den neuen Dacia Spring, Marktstart Anfang 2027
- Dacia 2025 in Österreich: 13.231 Zulassungen, 4,6 % Marktanteil, Platz 5 im Pkw-Markt
Ein SUV, das nie im Dreck war, hat auch nie bewiesen, dass es eines ist. Der Dacia Duster mit dem neuen Hybrid-4×4-Antrieb hat sich das beim dritten „Dacia Talk“ in der Hellsklamm bei Wien angeschaut – und ist tatsächlich durchgekommen. Nebenbei feierten der Dacia Striker und der neue Dacia Spring ihre Österreich-Premiere.
Ein SUV mit Kunststoffbeplankung zu kaufen, weil es nach Gelände aussieht, ist die österreichische Nationalsportart. Getestet wird das Zeug meist nur auf der Forststraße zum Heurigen. Beim dritten Dacia Talk war das anders gedacht: Duster und Bigster mussten in der Hellsklamm, einem gut 200 Hektar großen Offroad-Areal im Wienerwald, wirklich ins Gelände – Verschränkungen, steile Forstwege und Schlammlöcher inklusive.

Mit Instruktor neben uns ging es über Kuppen und durch Rinnen, während Wasser und brauner Schlamm gegen die Türschweller klatschte. Die Antwort auf die Frage, ob das kleine SUV das kann oder nur so tut: ja, es kann.
Ein Allrad ohne Kardanwelle
Der Hybrid 150 4×4 arbeitet anders, als man es von klassischen Allradlern kennt. Vorne treibt ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 140 PS und 230 Nm, hinten übernimmt ein eigener Elektromotor mit 31 PS und 87 Nm über ein separates Zweiganggetriebe – macht 154 PS Systemleistung, ohne eine einzige Kardanwelle zwischen den Achsen. Sobald ein Rad durchdreht, schiebt die Hinterachse elektrisch nach, und auf nassem Waldboden zieht der Duster gerade dort durch, wo ein gewöhnlicher Fronttriebler längst gestanden wäre.

217 Millimeter Bodenfreiheit, 31 Grad Böschungswinkel vorne, 36 Grad hinten, dazu eine Bergabfahrhilfe, die zwischen 3 und 30 km/h selbst bremst – der Duster nimmt einem am steilen Abhang die Nervosität ab, man muss nur noch lenken. Der Bigster, das größere Geschwister mit 219 Millimetern Bodenfreiheit und bis zu 667 Litern Kofferraum, tut es ihm auf den gröberen Passagen gleich. Beide ziehen bis zu 1.500 Kilogramm Anhängelast.

Was kostet der Duster-Allrad in Österreich?
Der Dacia Duster Hybrid 150 4×4 startet in Österreich bei 29.590 Euro, der Bigster Hybrid 150 4×4 bei 32.890 Euro (unverbindlicher Listenpreis, exklusive Aktionen, zuzüglich Auslieferungspauschale). Für ein Auto, das tatsächlich durch den Gatsch kommt, kein schlechter Kurs.
Striker und Spring feiern Österreich-Premiere
Neben dem Schlammbad hatte Dacia auch die Zukunft mitgebracht. Der neue Dacia Striker, ein Lifestyle-Kombi mit 4,62 Metern Länge, bis zu 20 Zentimetern Bodenfreiheit und einer für das Segment ungewöhnlich flachen Silhouette von 1,53 Metern, feierte seine Österreich-Premiere – als Hybrid und optional mit Hybrid-4×4. Ebenfalls neu vor Ort: der Dacia Spring, komplett neu entwickelt, mit 60 kW (82 PS), bis zu 250 Kilometern WLTP-Reichweite und einer Schnellladung von 15 auf 80 Prozent in 28 Minuten. Gefertigt wird er künftig nicht mehr in China, sondern gemeinsam mit dem Renault Twingo im slowenischen Novo Mesto. Beide Modelle sollen laut Dacia im ersten Quartal 2027 zu den Händlern kommen, einen AT-Preis nennt der Importeur noch nicht.


Dacia wächst weiter – auch ohne Rabattschlacht
Dass sich Dacia mit dieser Doppelstrategie nicht verzettelt, zeigen die Zahlen. 2025 wurden in Österreich 13.231 Dacia zugelassen, 4,6 Prozent Marktanteil, erstmals Platz fünf im Pkw-Markt, 87 Prozent davon an Privatkunden – Sandero, Duster und Dacia Bigster belegen dort die Plätze eins, zwei und vier. 2006 waren es 631 Fahrzeuge. CEO Katrin Adt brachte das Prinzip in der Hellsklamm auf den Punkt: „To remain the same, we need to change.“ Duster und Bigster im Schlamm waren dafür der anschauliche Beweis.
Motorblock-Fazit
Duster (ab 29.590 Euro) und Bigster (ab 32.890 Euro) mit Hybrid-4×4 sind keine Lifestyle-Show – das hat die Hellsklamm bewiesen, nicht nur eine Presseaussendung. Striker und Spring sind die logische Fortsetzung, aber noch ohne AT-Preis und erst ab 2027 lieferbar. Wer jetzt ein geländetaugliches SUV zum fairen Preis sucht, muss nicht warten: Der Duster steht schon beim Händler, und er hupft tatsächlich durch den Gatsch, statt nur so auszusehen.




