I’ll be back

De Tomaso kommt mit dem P72 zurück!

Für viele weckt der Name De Tomaso noch wohlig sentimentale Glücksgefühle. Sportwagen wie der Pantera zierten in den 70ern nicht wenige Kinderzimmer als Postermotiv. Nun wird mit dem P72 der italienischen Kultmarke neues Leben eingehaucht.

Text: Maximilian Barcelli

Und was für ein Leben das ist: Immerhin nutzt der De Tomaso P72 das Vollcarbon-Chassis des famosen Apollo IE. Zwar blitzt die technische Verwandtschaft hier und da hervor, hauptsächlich distanzieren sich die Italiener (oder eigentlich die Chinesen, war es doch ein Investor aus Fernost, der sich kurz vor der Insolvenz der Marke die Namensrechte sicherte) optisch vom extrem radikalen und zerklüfteten IE.

Das Ergebnis: Ein Supersportler, der zwar nicht gerade auf Understatement setzt, insgesamt ist das Design aber um Welten ruhiger – und altmodischer. Was vermutlich auch so gewollt ist, diverse Akzente erinnern an Traumautos vergangener Jahrzehnte.

Altmodisch (und großartig) ist auch der Motor: Von Elektrifizierung hat die Kultmarke während ihres Tiefschlafs nix gehört, den De Tomaso P72, der 72 Mal gebaut wird, treibt ein V12 an. Medienberichten zufolge soll auch eine V8-Version kommen.

Weil auch der Apollo IE, was übrigens für Intensa Emozione steht, von einem V12 befeuert wird, liegt es nahe, dass es sich um das gleiche Aggregat handelt. Stören würde es nicht, verfügt der Zwölfender doch über 6,3 Liter Hubraum und 780 PS. Den Apollo IE wuchtet der V12 in 2,7 Sekunden auf Landstraßentempo, technische Daten des De Tomaso P72 sind wiederum noch nicht bekannt – genauso wie ein exakter Preis. Eines steht jedenfalls schon fest: Langsam wird’s nicht. Billig auch nicht.

Bilder: © 2019 GF Williams Automotive Photographer / De Tomaso