Das Wichtigste in Kürze:
- Ferrari zeigt mit dem CZ26 ein neues One-Off aus dem Programm „Progetti Speciali“
- Technische Basis ist der Supersportwagen SF90 Stradale
- Entworfen vom Ferrari Design Studio unter Flavio Manzoni, für einen einzigen US-amerikanischen Kunden
- Vorgestellt am 13. August 2026 in Monterey, Kalifornien
- Käuflich ist der CZ26 nicht, ein Serienmodell wird nicht folgen
Manche Autos gibt es exakt einmal auf der Welt, und bei Ferrari ist das inzwischen ein eigenes Geschäftsmodell. Der jüngste Beweis heißt CZ26 und wurde in der Nacht auf den 14.8.26 in Monterey enthüllt, mitten in der Woche rund um die Concours-Legende von Pebble Beach, wo sonst restaurierte Klassiker um Pokale konkurrieren.
Der CZ26 ist kein Showcar für die Öffentlichkeit und wird auch nie in einem Schauraum stehen, weder in Österreich noch anderswo. Gebaut wurde er für genau einen Kunden aus den USA, der sich beim Ferrari Design Studio unter der Leitung von Flavio Manzoni eine eigene Interpretation der Hochleistungs-Berlinetta bestellt hat. Das Ergebnis sieht aus wie kein Ferrari von der Stange, fährt aber ziemlich genau wie einer.
Was steckt technisch im CZ26?
Ferrari lässt sich beim Antrieb nicht in die Karten schauen und hält sich mit eigenen Werten für den CZ26 zurück. Klar ist nur die Basis: Der Wagen übernimmt laut Hersteller die technische Architektur und die Supercar-DNA des SF90 Stradale, jenes Plug-in-Hybrid-Spitzenmodells, das in Serie mit rund 1.000 PS Systemleistung aus einem Doppelturbo-V8 und drei Elektromotoren antritt. Fahrwerk, Antriebsstrang und die grundlegenden Fahrleistungen dürften also nah am Spendermodell liegen. Ein eigenständiges Chassis hat sich der Kunde nicht bestellt, nur eine komplett neue Karosserie.

Wie sieht die Karosserie aus?
Genau da liegt die eigentliche Arbeit. Das Design setzt auf eine ausgeprägt horizontale Linienführung mit markanter Zweibox-Silhouette und wirkt dadurch tiefer und breiter an der Straße verankert als das Spendermodell. Ferrari beschreibt die Struktur als zentrale Kapsel, gestützt von vier muskulös ausgeformten Radhäusern. Die durchgehende Frontmaske integriert schmale, fast unsichtbare Leuchteneinheiten sowie Lufteinlässe für Bremsen und Sensorik. Darüber sitzt eine markante rote Streifengrafik auf der Fronthaube, das einzige Farbdetail in der sonst silbernen Karosserie. Am Heck geht die Form in ein skulptural gezeichnetes Kammheck über, auskragende Rückleuchten und ein breiter, horizontal betonter Diffusor lassen den CZ26 optisch in die Breite wachsen.

Was ist das Programm „Progetti Speciali“?
Ferrari fertigt seit Jahren abseits der Serie Einzelstücke für eine kleine Zahl an Kundinnen und Kunden, die eine enge Beziehung zum Werk und das nötige Kleingeld mitbringen. Basis ist immer ein bestehendes Modell, das technisch weitgehend unangetastet bleibt, während das Design komplett neu gezeichnet wird. Verkauft wird davon nichts an Dritte, die Fahrzeuge bleiben Eigentum der Auftraggeber und werden nur selten öffentlich gezeigt, meist bei genau solchen Anlässen wie der Pebble-Beach-Woche.
Ein AT-Preis, eine NoVA-Berechnung oder ein heimischer Marktstart erübrigen sich beim CZ26 damit von selbst: Das Auto wird nie im freien Handel auftauchen. Für heimische Ferrari-Sammler bleibt es bei der Bewunderung aus der Distanz, wie schon beim Donkervoort P24 RS, der zur selben Monterey Car Week Premiere feierte, oder beim jüngst in Pebble Beach gezeigten Range Rover Classic neben dem SV Ultra.

| Modell | Ferrari CZ26 |
|---|---|
| Basis | Ferrari SF90 Stradale |
| Design | Ferrari Design Studio (Flavio Manzoni) |
| Programm | Progetti Speciali (One-Off) |
| Präsentation | 13. August 2026, Monterey (USA) |
| Stückzahl | 1 (Einzelanfertigung) |
| Preis / Verfügbarkeit | nicht käuflich, kein Marktstart |
Motorblock-Fazit
Der CZ26 ist kein Auto, das man kaufen kann, und genau darin liegt sein Reiz. Ferrari zeigt mit dem One-Off, wie weit sich ein Serienmodell optisch dehnen lässt, ohne die technische Substanz zu verlieren, und liefert damit eine Design-Fingerübung, die in ein paar Jahren vielleicht Spuren in echten Serienmodellen hinterlässt. Für alle, die keinen eigenen Draht zum Ferrari Design Studio haben, bleibt der CZ26 das, was er sein soll: ein Blickfang aus der Ferne.










