Unbenannt 1

Der fünf-Tonnen-Frontflip

Physik vs. Verrückter Wissenschaftler

Wider der Natur

1500 PS – so viel Leistung steckt im Bugatti Chiron. An diese Superlative kommt kaum ein Serienfahrzeug ran. Monstertrucks sind zwar keine Serienfahrzeuge, der „Mad Scientist“ hat dennoch sagenhafte 1500 Pferdchen. Diese braucht er allerdings auch, denn im etwas unfairen Vergleich zum Chiron muss sich der verrückte Wissenschaftler in Sache Gewicht geschlagen geben. Etwa fünf Tonnen wiegt das Monstrum, der Bugatti Chiron keine zwei.

Monstertrucks sind aber nicht für rasante Geschwindigkeiten, atemberaubende Beschleunigungen oder Nordschleifen-Rekorde bekannt. Sie wurden ja auch nicht zu diesem Zweck gebaut. Diese Absurditäten sind vor allem für spektakuläre Stunts zu haben und begeistern ihr überwiegend amerikanisches Publikum immer wieder mit spannenden Shows. Es wird gesprungen was das Zeug hält. Zwar sehen die Trucks in der Luft sehr träge aus, führt man sich die Tatsache vor Augen, dass diese Dinger mehrere Tonnen wiegen, sieht man die Shows in einem ganz anderem Licht. Ein Chiron könnte das nicht. Wobei er können tut er schon, nur wäre es dann vorbei mit dem Multimillionen-Traum. Da kann nicht einmal die tschechische Werkstatt eures Vertrauen helfen.

Die Monstertrucks aber halten hohe Luftstände aus. Sie wurden genau dafür konzipiert, auch Backflips sind für die Kolosse kaum ein Problem. Ein Frontflip blieb bis jetzt immer aufgrund physikalischer Gründe aus. Physik ist „Mad Scientist“ anscheinend kein Begriff. Er kennt keine Grenzen und kennt keine Furcht. Es kam, wie es kommen musste. Der Monstertruck schaffte das unmöglich geglaubte und legte beim „Monster Jam World Finals 18 XVIII 2017“ tatsächlich den ersten Vorwärtssalto im Monstertrucksegment hin.


All-electric Nissan e-NV200 revolutionises iconic Harrods delivery fleet

British Delivery: Nissan e-NV200 für Harrod’s

British Delivery

Nissan e-NV200 für Harrod’s

Motorblock setzt die Trends. Während wir uns schon vor Monaten begeistert über den Nissan e-NV200 zeigten, kommt das Londoner Nobelkaufhaus mit einiger Verspätung jetzt darauf, nach 100 Jahren wieder Elektrofahrzeuge für innerstädtische Auslieferungen einzusetzen. Excellent choice, Harrod’s, old chap, we say.



Für den Transport von Frischwaren ist der Nissan e-NV200 ein wenig umgerüstet worden. Der Laderaum des Kastenwagens ist als Kühlraum ausgeführt. Zudem trägt der Stromer die für Harrod’s traditionelle grüne und goldene Farbkombination, die ihn im Londoner Stadtverkehr zu einem echten Blickfang macht.

Die Reichweite des Nissan e-NV200 beträgt 170 Kilometer, Harrods muss den Elektrotransporter nur einmal in der Woche aufladen, um 50 Lieferfahrten und die durchschnittliche wöchentliche Distanz von 241 Kilometern zu meistern.

Im Jahr 1919 begann das britische Kaufhaus die mit Hartgummireifen bestückten, elektrischen Kastenwagen American Walker zu nutzen. Harrods baute seine Flotte auf 60 Batterie betriebene Fahrzeuge aus, um Waren an ihre Londoner Kunden auszuhändigen.

Mit dem einsetzenden Boom von Benzin- und Diesel-Motoren wurde der Bestand elektrischer Lieferwagen allmählich abgebaut. Dank verbesserter Technologie und Infrastruktur sind die Stromer jetzt jedoch zurück: Nissan bietet Harrods die Chance, erneut einen vollelektrischen Fuhrpark aufzubauen.


FordGTRekord

Ford GT: In einer Meile auf 293.6 MPH

Schnellster nach einer Meile

Ford GT: In einer Meile auf 293.6 MPH

Die Messdaten nochmal im Überblick:

1/4 Meile: 161,7 mph (260,2 km/h)
1/2 Meile: 219,5 mph (353,3 km/h)
1 Meile: 293,6 mph (472,5 km/h)



Und wieder ist ein Rekord gefallen. Diesmal holt sich ein Ford GT vor dem Bugatti Veyron und dem Hennessey Venom GT den Titel als das offiziell schnellste Auto auf der stehenden 1 Meilen Distanz in Texas.

by Patrizia Zernatto

The Texas Mile

Um aus dem Stand in einer Meile oder auch 1,6 Kilometern von Null auf 293,6 mph (472,5 km/h) zu kommen, braucht es schon ein ganz besonderes Fahrzeug. Die meisten Straßenfahrzeuge würden diese Werte allerdings mit keinem nur erdenklichen Anlauf erreichen. Der 2006er Ford GT von M2K Motorsports meisterte den Rekord, der am Texas Mile Track aufgestellt wurde, scheinbar mühelos.

Nach der ersten viertel Meile erreichte der Ford GT bereits 161,7 mph (260,2 km/h) und auf der halben Strecke wurde ein Wert von 219,5 mph (353,3 km/h) gemessen. Natürlich hat der Tuner da nachgeholfen, denn der Ford GT ist zwar auch als Serienfahrzeug ziemlich beeindruckend, ganz ohne Modifikationen würde es aber auch der Supersportler nicht auf diese unsagbaren Geschwindigkeiten schaffen.

Video Credit: Top Speed Racing Association

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Es werde Licht!

Gesünder LKW fahren

Es werde Licht!

Text: Maximilian Barcelli

Waren Sie schon einmal im Norden? Im richtigen Norden halt, da wo es ein halbes Jahr lang keine Sonne gibt und ein halbes Jahr lang keine Dunkelheit. Polarnacht beziehungsweise Tag nennt sich das. Polarnächte und -tage sind übrigens nicht nur in den nördlichsten Gebieten unserer Erde anzutreffen, auch in der Antarktis ist man diesen Bedingungen ausgesetzt. Und weshalb frage ich dann nur nach dem Norden? Nun ja, wer war denn, außer Hermann Maier, bitte schon einmal in der Antarktis.

Zurück zum nördlichen Polargebiet. Ein halbes Jahr Sonne, ein halbes Jahr Dunkelheit, so der Extremfall. Man stelle sich einmal vor, wie kaputt der Schlafrhythmus der Inuit sein muss und man stelle sich vor, wie es sich anfühlen muss ein hauptberuflicher LKW-Fahrer zu sein. Ist der Beruf schon in den von der Sonne geküssten Teilen unserer Erde ein schwieriger, so ist es nur schwer auszumalen, wie dieser wohl in der ständig bedrückenden Dunkelheit der Polargebiete auszuüben ist.

Das ist zwar alles sehr weit hergeholt, ein LKW-Fahrer muss dennoch unglaublich lange Fahrten auf sich nehmen – ob Tag oder Nacht ist, darauf kann keine Rücksicht genommen werden. Die Dunkelheit schlägt aufs Gemüt und verringert die kognitiven Fähigkeiten. Zu diesem Forschungsergebnis ist auch der Daimler-Konzern gekommen. Die Untersuchungen wurden, Sie ahnen es schon, in den nördlichen Polargebieten durchgeführt und sind eindeutig: Wer lange mit dem LKW unterwegs ist (für PKWs gilt das schätze ich auch), dem sei geraten, eine Daylight+ Konsole zu installieren, um seine mentale Stärke beizubehalten.


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Mit Rex wie König: SsangYong Rexton

Neuer Angriff der Klonkrieger

Mit Rex wie König: SsangYong Rexton

von Thomas Geiger



Rodius, Actyon, Kyron – wenn überhaupt, dann hat Ssangyong bei uns bislang mit seinem schrägen Design von sich Reden gemacht. Doch das ist jetzt über ein Jahrzehnt her und seit der kleinste der vier koreanischen Hersteller vor fünf Jahren den Neustart in Europa gewagt hat, geht es in kleinen Schritten steil bergauf: Die Modelle werden wie zuletzt der Tivoli und der XLV ansehnlicher, das Händlernetz wächst und die Zulassungen klettern langsam aber stetig. Auch in Korea registriert man den Aufwärtstrend, meldet global ein zweistelliges Wachstum, peilt für dieses Jahr immerhin eine Gesamtproduktion von 160 000 Fahrzeugen an und träumt vom Aufstieg in die nächste Liga. Diese Hoffnung ruht vor allem auf dem neuen Rexton, der jetzt seine Weltpremiere auf der Motorshow in Seoul feiert und bei uns zum Jahresende in den Handel kommt.

Das SUV-Flaggschiff der vom indischen Mahindra-Konzern gesteuerten Koreaner, dessen Namen Exportchef Daniel Rim als „irgendwas mit König“ übersetzt, wächst dafür buchstäblich über sich hinaus. Die vierte Generation streckt sich um zehn Zentimeter und kratzt nun mit 4,85 Metern beinahe schon an der Oberklasse der Geländewagen. Diesen Eindruck vermittelt das als Fünf- oder Siebensitzer lieferbare SUV, das selbstbewusst auf 20-Zöllern steht, zumindest auf den ersten Blick auch im Innenraum: Schmucke Leder mit auffälligen Nähten, hochwertige Kunststoffe und ein 9,2 Zoll großer Touchscreen stechen bei der ersten Sitzprobe ins Auge. Und auf der Ausstattungsliste finden sich nun tatsächlich Positionen wie neun Airbags, eine Spurführungshilfe, eine Notbremsautomatik oder eine Verkehrszeichenerkennung. Und ja, auch die Smartphone-verrückten Koreaner können jetzt Apple CarPlay oder Android Auto.

Unter dem Blech folgt allerdings eine gewisse Ernüchterung: Dass der Rexton auf einem klassischen Leiterrahmen steht, mag man den Koreanern noch durchgehen lassen. Schließlich reklamieren sie für sich genau wie Jeep in den USA und Land Rover in England als reine SUV-Marke ernsthaftere Absichten als Kia & Co und wollen sich nicht mit halbgaren CrossOvern zufriedengeben. Deshalb gibt es für den Rexton auch eine echte Untersetzung und als Alternative zum Allrad den klassischen Heckantrieb. Doch die Motoren wollen irgendwie nicht so recht Aufstiegsplan passen. Denn der bekannte 2,2 Liter Diesel leistet mäßige 178 PS und wenn im Frühjahr 2018 ein 2,0 Liter Turbobenziner folgt, ist bei etwa 220 PS Schluss. Das ist zu viel für einen niedrigen Verbrauch und zu wenig für hohe Geschwindigkeiten. Erst recht nicht, wenn Rim zu den direkten Konkurrenten neben dem Ford Edge oder dem Hyundai Santa Fe auch den Land Rover Discovery zählt.

Den Preis für die Aufstiegsphantasien zahlt zum einen Mahindra. Schließlich haben die Inder ihrer Tochter 900 Millionen Dollar bewilligt, mit denen neben dem Rexton noch ein davon abgeleiteter Pick-Up, der nächste Korando in der Klasse darunter sowie für das Jahr 2020 ein elektrisches SUV entwickelt werden sollen. Und zum anderen werden ihn die Kunden zahlen müssen – auch in Deutschland. „Denn den Einstieg von 27 190 Euro werden wir wohl kaum halten können“, heißt es beim Importeur und unter der Hand hört man, dass sie froh sind, wenn der Preis zumindest unter 30 000 Euro startet.

Natürlich fehlen dem Rexton ein paar Gimmicks, die ihm zumindest den Anschluss ans Mittelfeld sichern könnten, von einem Aufstieg in die Spitzengruppe des Segmentes ganz zu schweigen. Denn man muss gar nicht zu den Premium-Marken zählen, damit zum Beispiel LED-Scheinwerfer oder eine automatische Abstandsregelung erwartet werden. Und alternative Antriebe oder zumindest ein bisschen mehr Leistung würden auch nicht schaden.

Doch für einen Ssangyong ist der königliche Kraxler nicht nur ausgesprochen gut ausgestattet und mit dem großen Touchscreen oder dem kreuzweise gesteppten Leder nobel ausgeschlagen. Sondern vor allem sieht er gemessen an Rodius & Co mit einem gefälligen Gesicht und stark konturierten Flanken sogar richtig gut aus. Und ist erst der Anfang einer kleinen Stilrevolte aus Korea. Denn seit gut einem Jahr gehört dem Mutterkonzern Mahindra auch das legendäre Designstudio Pininfarina, das sich nun verstärkt um Ssangyong kümmern und dem gerade mal 100 Mann starken Designteam in Pyoentaek unter die Arme greifen soll. Die Zeit der hässlichen Autos dürfte damit dann wohl bald endgültig vorbei sein.


All-new Honda Civic Type R races into view at Geneva

Honda Civic Type R: Hear me Roar!

Hear me roar!

Starring Honda Civic Type R



Der Honda Civic ist eine dieser Kultkarren, die es schon ewig gibt und die immer ihre Fans haben werden. Und um Letztere zu befriedigen, darf eine Sportversion auf keinen Fall fehlen. In diesem Fall heißt ebendie Civic Type R und hat einiges zu bieten. Die Neuauflage 2017 hat nun ihren allerersten öffentlichen Soundcheck abgeliefert – und macht damit Lust auf mehr.

Text: Jakob Stantejsky



Ja, von der einen Minute Video bekommen wir leider tatsächlich nur während der letzten paar Sekunden wirklich was auf die Ohren. In dieser Hinsicht hätten wir uns natürlich auch mehr gewünscht. Doch was wir hören, taugt richtig viel! Jetzt können wir uns jedenfalls sicher sein: Der neue Civic Type R schaut nicht nur extrem fetzig aus, er klingt auch richtig hungrig – am Speiseplan steht vor allem Fahrspaß.



Das bereitgestellte Besteck ist mehr als nur tauglich: der 310 PS-Vierzylinder arbeitet mit bis zu 400 Nm Drehmoment daran, den Civic Type R auf bis zu 270 km/h zu jagen. Von 0 auf 100 löffelt man sich in kurzweiligen 5,7 Sekunden, während der Wagen in großen Schlucken 7,3 Liter auf 100 km zu sich nimmt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eins: der Tisch muss gedeckt werden! Denn noch müssen wir auf den Civic Type R ein wenig warten. Bis dahin können wir uns ja nochmal daran erinnern, dass er seit 2015 (damals noch als Entwicklungsmodell) auch den Rundenrekord auf der Nordschleife unter allen frontgetriebenen Kompaktsportlern hält.


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So viel Kraft steckt in den kleinen R/C Trucks

Der Toyota Hilux im Schlepptau

So viel Kraft steckt in den kleinen R/C Trucks

Hilux: Little & Large: 15 R/C Tamiya Toyota Hilux Bruiser 4×4 Trucks nehmen es mit einem lebensgroßen Toyota Hilux auf und… gewinnen!

by Patrizia Zernatto



Damals…



…und heute!

Kleine ganz groß

Wie heißt es so schön? Nicht die Größe zählt, sondern die Technik.

Ferngesteuerte Autos machen zwar viel Spaß, aber einen echten Nutzen haben die Mini-Versionen der Fahrzeuge nicht so wirklich, oder? Nun, das stimmt so nicht ganz. Bereits in den 80er Jahren begeisterte der Spielzeughersteller Tamiya mit seinen R/C Trucks. In einem Werbespot zog eine Flotte kleiner Toyota Hilux Bruiser 4×4 Trucks einen ausgewachsenen Hilux. Jetzt, gut 40 Jahre später, wurde der Stunt wiederholt und wieder zeigten die Kleinen ihre Stärke. Lediglich mit zwei 500 Gramm Gewichten pro Fahrzeug (für die Traktion) bewaffnet, arbeiten sich die 15 ferngesteuerten Hilux Trucks langsam, aber stetig, nach vorne.



Photo & Video Credit: Toyota UKLiveSteamMad

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Luxus-Laster: Actros als Glamour-Camper

Mercedes-Benz Actros als Glamour-Camper

Luxus-Laster

von Thomas Geiger



Als Kind hat er keine Folge der Fernsehserie „Auf Achse“ verpasst. Jetzt ist Michael Ebner selbst eine Art Trucker – aber in anderer Mission: Sein Mercedes Actros ist kein gewöhnlicher Fernlaster, sondern das vielleicht vornehmste Wohnmobil, das man in Deutschland für Geld und gute Worte kaufen kann. Denn für 680 000 Euro wird der 16-Tonner zur Luxus-Suite für die Langstrecke, der alle Komfort eines Fünf-Sterne-Hotels bietet – Wellness-Dusche, Doppelbett und Sterne-Küche inklusive.

Geboren ist das Konzept eigentlich aus der Not heraus. Denn erstens ist Ebner leidenschaftlicher Camper, seit seine Eltern ihn im Wohnwagen durch ganz Europa kutschiert haben. Und zweitens ist er als Eigentümer einer Software-Firma so oft auf Dienstreisen, dass er partout keine fremden Betten mehr sehen mag und im Urlaub lieber in den eigenen vier Wänden schläft – nur dass er dabei halt nicht immer die grünen Hügel der Rhön sehen möchte. Und weil er nach zehn Jahren in den teuersten Wohnwagen noch immer nicht zufrieden war und ihn auch die wenigen Luxus-Wohnmobile aus Europa nicht so richtig überzeugen konnten, weil dort für mehr Geld zwar auch mehr Raum aber nicht gleich mehr Qualität geboten wird, hat er sich sein Traumhaus auf Rädern einfach selbst gebaut.



Luxus für die Dienstreise

Wo andere sich dabei eines Fiat Ducato oder eines Ford Transit bedienen, hat Ebner dafür den Mercedes Actros als Basis genommen. Denn so konnte er sich hinter der Gigaspace-Kabine auf mehr als zehn Metern Länge eine geräumige Suite bauen und zugleich seinen Kindheitshelden Franz Meersdonk und Günther Willers aus „Auf Achse“ nacheifern. Und ganz nebenbei ist es einfach ein gutes Gefühl, einen Sechszylinder von 12,8 Litern Hubraum, 421 PS und 2100 Nm zu beherrschen, sagt der Magellano-Chef.

Das gefällt Ebner so gut, dass er selbst auf Dienstreisen immer öfter seinem V8 im Audi RS6 untreu wird und sich statt dessen zwei Meter über der Straße in den bequemen Ledersessel schwingt und als Selbstversorger zu seinen Geschäftspartnern fährt. Denn besser als in den 30 Quadratmetern seines Magellanos wohnt er in keinem Hotel: Die Federung nivelliert den Laster automatisch und binnen 30 Sekunden fahren wie elektrische Erker die riesigen Slide-Outs aus den Seitenwänden und schaffen innen eine luftige Atmosphäre, wie sie kaum ein Gästezimmer zu bieten hat. Es gibt eine große Sitzecke vor der komplett mit Backofen, Spülmaschine und Kühl-Gefrier-Kombination eingerichteten Küche, im Heck hat er ein zwei mal zwei Meter großes Doppelbett, vor dem auf Knopfdruck ein riesiger Fernseher aus der Verkleidung fährt. Das Bad mit der verglasten und in vier Farben beleuchtbaren Dusche kann man ohne Platzangst benutzen, und für den Job hat er natürlich einen LTE-Router eingebaut, der den Magellano zum mobile Office macht. Selbst ein Fitnessstudio ist an Bord, sagt Ebner und zeigt stolz die Fahrräder, die er in der Garage hinter dem Hausanschlussraum unter dem Schlafzimmer festgezurrt hat.

Griller und Großbild inklusive

Ein Jahr lang haben Ebner und seine Frau Stefanie geplant und gemeinsam mit Handwerkern aus der Region geschraubt gesägt und geschweißt und nebenbei noch den Lkw-Führerschein gemacht, bis die Familie in dem nach dem portugiesischen Seefahrer und Weltentdecker benannten Magellano auf Jungfernfahrt gehen konnte. Das ist jetzt ein gutes Jahr und schon mehr als 12 000 Kilometer her und wo Ebner auftaucht, ist ihm die Neugierde sicher. Zwar sind sie auf den besseren Campingplätzen solche XXL-Wohnmobile mittlerweile gewohnt, sagt der Firmenchef. Doch manchmal komme er sich schon so vor, als fahre er im Rolls-Royce bei McDrive vor. Und je nachdem, wie er den Magellano parkt, stellt er alle anderen Camper damit buchstäblich in den Schatten: „Bei vier Metern Aufbauhöhe sieht der Nachbar mit etwas Pech den ganzen Tag keine Sonne mehr“, sagt Ebner mit einem entschuldigenden Lachen. Gut, dass er im Kellergeschoss seines Luxuslasters einen halben Biergarten samt Grillstation, Großbild-Leinwand und Fußballfanbeleuchtung herumfährt und seine Platznachbarn so wenigstens mit Bundesliga-Partys versöhnlich stimmen kann.

Zwar hat Ebner den Magellano zunächst aus purem Eigennutz entwickelt. Doch schnell war ihm klar, dass es für solche Fahrzeuge durchaus einen Markt gibt. Denn „Glamping“, also Camping mit einem gewissen Glamour-Faktor, liegt voll im Trend und Luxus läuft ohnehin besser als Standard. Deshalb hat der IT-Unternehmer daheim in der Rhön ein paar Millionen in die Hand genommen, eine Halle gebaut, zwei Mitarbeiter eingestellt, Verträge mit Schreinern, Installateuren und Elektrikern geschlossen und mal eben eine Firma aus dem Boden gestampft. Jetzt berät er Lust- und Leidensgenossen, analysiert ihre Wohnsituation und ihren Geschmack und individualisiert den Magellano je nach Gusto. Die Planung dauert oft bis zu einem Jahr – probewohnen in Ebners Privatfahrzeug inbegriffen. Danach braucht das Magellano-Team noch einmal sechs bis acht Monate für den Umbau des Fahrzeugs.

Großes Kundeninteresse

Das Interesse sei riesig, sagt Ebner: Die ersten Bestellungen sind unter Dach und Fach und die nächsten werden gerade intensiv verhandelt. Allerdings tritt der Unternehmer dabei von selbst auf die Bremse. Erstens, weil ihm die persönliche Beratung so wichtig ist. Und zweitens, weil er bei aller Arbeit noch Zeithaben will, seine Luxus-Suite auf Rädern selbst zu genießen. Schließlich träumt er schon seit Jahren davon, den Magellano mal über den Atlantik zu schiffen und dann ein paar Wochen durch Amerika und Kanada zu fahren. Mehr als vier bis sechs Fahrzeuge im Jahr will er deshalb nicht bauen.

So luxuriös und geräumig der Magellano auch sein mag und so viel Power sein 12,8-Liter-Diesel auch haben mag, gibt es dabei nur ein Problem – für die Behörden bleibt das Luxuswohnmobil ein Laster wie jeder andere – und darf deshalb nicht schneller fahren als 80 km/h. Ebner ist das egal. Erstens greift der Begrenzer erst bei 110 Sachen, zweitens ist er damit ja im Urlaub und nicht auf der Flucht und drittens waren Franz Meersdonk und Günther Willers auch nicht schneller auf Achse – und trotzdem die Helden seiner Jugend.

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Der Steve McQueen-Le Mans-Comic

Der “King of Cool” als Comic-Held

Steve McQueen in Le Mans – als Comic



„Ich bin nicht sicher, ob ich ein Schauspieler bin, der Rennen fährt oder ein Rennfahrer, der schauspielert.“

Steve McQueen



Le Mans, der Rennfahrerfilm von und mit Steve McQueen aus den 70ern, hat bereits Kultstatus erreicht und jetzt, bald 50 Jahre später, erscheint auch eine Graphic Novel-Version.

by Patrizia Zernatto

Das Comeback des “King of Cool”

Steve McQueen hatte als Rennfahrer vor vielen Jahren nur einen Traum: Als Schauspieler und Produzent den besten Autorennsport-Film aller Zeiten zu drehen. Kein Ort hätte sich dafür besser geeignet als Le Mans, mit dem ältesten und renommiertesten Langstrecken-Rennen der Welt. Obwohl während der Dreharbeiten eine Katastrophe nach der anderen passierte, gab der legendäre McQueen nie auf.

Auch Sandro Garbo hatte einen Traum: “2013 erschien mir Steve McQueen im Traum. Er sagte, ich soll einen Bildroman über seinen Film zeichnen.”, so Garbo, und auch die Verwirklichung dieses Traums war kein Zuckerschlecken, denn ganze drei Jahre arbeitete der Künstler intensiv am Comic. Der Graphic Novel als Hommage an den Kultfilm macht McQueen wirklich alle Ehre. Der Bildroman wurde in unheimlich viel Detailarbeit erschaffen und zeigt die Welt der klassischen Autorennen wie kein anderer zuvor.

Das 64-seitige Hardcover-Buch wiegt stolze zwei Pfund (beinahe ein Kilogramm) und kann ab sofort online für 32 US-Dollar bestellt werden. 2018 soll auch schon der zweite Teil des hoffentlich ebenso kultverdächtigen Werkes erscheinen. Das Comicbuch gibt es übrigens nicht nur af Englisch, sondern neben Französisch und Italienisch auch auf Deutsch.


Photo & Video Credit: Steve McQueen in Le Mans

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Hublot feiert 70 Jahre Ferrari mit einem Uhren-Sondermodell

The Heart of Hublot, the Soul of Ferrari

Hublot feiert 70 Jahre Ferrari



Der Techframe Ferrari 70 Years Tourbillon Chronograph lässt die Herzen von Uhren- und Sportwagenliebhabern gleichermaßen schneller schlagen. Zum 70. Geburtstag gibt es gleich drei limitierte Sonderausführungen des Sammlerstückes.

by Patrizia Zernatto

Zum 70-jährigen Bestehen von Ferrari tat sich der italienische Automobilhersteller samt Chefdesigner Flavio Manzoni auf ein Neues mit Hublot zusammen und präsentiert nun das meisterhafte Ergebnis:

Techframe Ferrari 70 Years Tourbillon Chronograph.

Bereits seit 2011 gibt es eine sehr erfolgreiche Kooperation der aufstrebenden Uhrenmarke mit der Automanufaktur, doch mit diesem Sonderuhrenmodell wurde ein komplett neues, skelettiertes Uhrendesign entwickelt. Insgesamt 253 Komponenten benötigt man für dieses Meisterwerk, doch an das charakteristische Design von Hublot erinnern auf den ersten Blick nur die sechs typischen Gehäuseschrauben und die Schalenform mit integrierten Bandanstößen.

„Das Design der Techframe Ferrari 70 Years Tourbillon Chronograph unterstreicht die Leistung der Uhr“, schwärmt Chefdesigner Manzoni.

So sticht die Krone durch einen Titaneinsatz mit schwarzer PVD-Beschichtung hervor und wird gleichzeitig vom springenden Ferrari-Pferd geziert. Der rote Drücker kann dank seiner Anordnung auch beim Fahren problemlos bedient werden. Uhrenexperten sprechen durch die vergleichsweise schmale Form von einem besonders aerodynamischen Look – schließlich muss die Hublot ja auch zu Ferrari passen. Der Chronograph kommt in den drei verschiedenen Ausführungen King Gold, PEEK Carbon und Titan, wobei jedes der drei Jubiläumsmodelle sehr passend auf lediglich 70 Stück limitiert wurde.


Photo & Video Credit: HUBLOT