ToyotaChick-fil-A_Cafe

Werkstatttrend: Einen Ölwechsel und das Einser-Menü bitte




P.S. Hunter hat Hunger

Einen Ölwechsel & das Einser-Menü bitte



Werkstatttrend: Wenn am Weg in die Werkstatt der Bauch vor Hunger schon so richtig knurrt, braucht man in Zukunft davor nicht noch schnell beim McDonalds stehen bleiben. Autoservice und Fast Food gehen in Zukunft Hand in Hand.



Wenn’s in der Werkstatt mal wieder länger dauert…

Wir wissen es doch ohnehin schon: In Amerika läuft so einiges anders. Einiges zum Guten, anderes zum Kopfschütteln und wieder anders, das nach dem ersten Kopfschütteln eigentlich phänomenal ist – ganz nach dem Motto “Warum ist man da nicht schon früher drauf gekommen?”



..das Einser-Menü. Extra spicey, bitte.


Eigentlich könnte ich meinen Ölwechsel auch in der eigenen Garage erledigen, aber ganz ehrlich, mir ist die Angelegenheit einfach zu blöd. Neues Öl kaufen, alles dreckig machen und dann muss das Altöl ja auch noch entsorgt werden. Das bisschen Geld in den Profi investiere ich da wirklich liebend gerne.
Gesagt, getan. Termin bei meinem Autohaus des Vertrauens ausgemacht, den pflegebedürftigen M3 in der Garage abgegeben und da die Prozedur nicht besonders lange dauern sollte, wollte ich die Wartezeit eigentlich mit ein, zwei furchtbar grauslichen Automaten-Kaffees im Verkaufsraum von BMW verbringen.

Dort angekommen staunte ich nicht schlecht, denn die Umbauarbeiten vom letzten Jahr brachten nicht nur einen attraktiveren Showroom mit bequemeren Sitzgelegenheiten mit sich, sondern auch eine Chick-fil-A Filiale. Für alle, denen diese Fast Food Kette kein Begriff ist: Wie McDonalds, nur besser, aber dafür sucht man hier einen Cheeseburger vergebens. Bei Chick-fil-A kommt eben nur Hendl-Filet auf den Tisch. Aber zurück zum Thema, denn eigentlich hat ein Fast Food Restaurant mit einem Autohaus nicht viel gemein, außer vielleicht, dass die Mechaniker ihr Mittagessen dort schnell verschlingen.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem GM war ich schlauer – “It’s a convenience for our customers, a lot of people will plan their service visits around it.” Wenn das schon so freundlich angeboten wird, dann muss ich mir natürlich ein paar Chicken Nuggets gönnen. Nur ausnahmsweise, zu Testzwecken, versteht sich. Am Menü stehen die Bestseller, die man auch in jedem “normalen” Chick-fil-A findet, jedoch ist die Karte verständlicherweise ein wenig kleiner angelegt. Dafür gibt es aber auch einen Drive Thru, es könnte ja sein, dass man noch etwas mitnehmen möchte.



BMW of San Diego, San Diego, Kalifornien

Seinen Anfang nahm diese Idee übrigens in Gainesville, Florida. Dort eröffnete Chick-fil-A sein erstes “Car Dealership Restaurant” und da das Konzept so erfolgreich ankam, wird dieses System jetzt aufs ganze Land ausgeweitet und ich bin mir sicher, dass einige andere Fast Food-Ketten schnell nachziehen werden. Warum auch nicht, mittlerweile gibt es Restaurants in allen Varianten, selbst in schwindelerregender Höhe kann man fein dinieren, warum als nicht beim Autohändler? So wird einem wenigstens die Wartezeit wirklich schmackhaft gemacht…





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Pacey

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Triumph Street Scrambler Dauertesttagebuch No.1

Triumph Street Scrambler-Dauertesttagebuch

Die spinnen, die Briten…

Eine Monster-Runde auf dem Retrobike…



Text: Gregor Josel / Fotos: Michael Alschner/Greg Josel

Liebes Tagebuch,

Es ist mir ein bisserl peinlich, aber unlängst habe ich mich dabei ertappt, langsam zum alten, bequemlichen Sack zu werden. Mein Dauertest-Baby, die Triumph Street Scrambler ist sowas wie mein Alltags-Eisen. In der Früh ins Büro, nachmittags eine kleine Runde zum entspannen. Nichts aufgeregtes, eher gemütlich! Denn für die große Ausfahrt, jenseits der 200 Kilometer, hat man in der Redaktion ja immer irgendein entsprechendes größeres, stärkeres und bequemeres Eisen. Früher war mir das ja alles egal! Hauptsache zwei Räder und ein Motor. Mit einer Ducati 916SPS nach Sizilien? Klar, kein Problem! Heute würde ich mich bereits beim Vorbeifahren an der Shopping City Süd fragen, ob ich nicht doch lieber mit dem Auto fahren würde.

So geschah es unlängst, dass man sich anlässlich des verlängerten Wochenendes zur großen Ausfahrt mit Freunden aus dem Westen verabredete. Treffpunkt: Irgendwo in der Mitte zwischen Linz und Wien und dann ab in Richtung Steiermark, über Berg und durch Tal zum malerisch eingebetteten Red Bull Ring und dann durch meine alte steirische Heimat via Mariazell und dem Biker Hot-Spot, Kalte Kuchl, zurück in Richtung Bundeshauptstadt. Wohlfeile 630 Kilometer würden dafür auf der Uhr stehen, das passende Gerät dafür stünde auch bereit und zwar in Form einer großen Reiseenduro mit Leistungsdaten jenseits der 150PS und allerhand Ausstattung, Elektronik El
und sonstigen Raffinessen modernen Motorradbaus. So weit ohne adaptives Fahrwerk zu fahren könnte ja wirklich unbequem werden…



Die Route war penibel geplant und auf’s Navi übertragen und rund eine Stunde vor Abfahrt begann die Suche nach einem USB Anschluss auf dem großen Enduroschiff. Leider erfolglos, wie auch die Suche nach Alternativen, wie 12V-Anschluss oder ähnlichem. Nun, wenn man meiner Meinung nach mehr als 20.000 Kröten für ein Motorrad auf den Tresen legt, würde ich Firlefanz à la USB-Anschluss eigentlich als zur Serienausstattung zugehörig ansehen! Wie mich das Prospekt lehrte, ist dem nicht so, einzig die Aufpreisliste würde hier Abhilfe schaffen können, denn um ein paar Hunderter mehr, gibt’s natürlich auch USB!
Sowas macht mich stinkig. Wirklich stinkig! Und so machte ich mich rein interessehalber bei der wesentlich kleineren, wobei auch wesentlich hübscheren Street Scrambler auf die Suche nach einem USB-Stecker und wurde tatsächlich unterm Sitz fündig!


Edle Optik: Hochwertige Verarbeitung, liebevolle Details und typisch britische Scrambler-Optik ab Werk.


Während in mir einerseits Begeisterung für dieses Serien-Feature bei der Street Scrambler emporstieg, floss andererseits auch Galle in Anbetracht des Nepps bei der großen Reiseenduro. Und so geschah es, dass ich all meine Bequemlichkeit und das fortschreitende Alter über Bord warf und mich dazu entschloss an diesem Tag die harte Tour zu gehen und mich mit der Street Scrambler auf die lange Reise zu begeben! Einfach aus Trotz der dicken Reise-Schüssel gegenüber, nur um ein Zeichen zu setzen!


Edle Optik: Hochwertige Verarbeitung, liebevolle Details und typisch britische Scrambler-Optik ab Werk.


Nun begann der Tag mit einer lauen 140km/h Autobahn-Partie auf der mich die kleine Scrambler schon das erste Mal überraschte! Bequeme Sitzposition, kaum Druck am Oberkörper, stabiler Geradeauslauf und auch in Sachen Durchzug beim Beschleunigen, trotz 100 PS weniger als das Großenduro-Eisen, nichts zu meckern.

Die potentiellen Angstgegner, allesamt mit ebenfalls großen Reiseenduros bewaffnet, belächelten die kleine grüne Britin noch beim gemeinsamen Tankstopp kurz nach der Autobahnabfahrt.

Das sollte sich allerdings ganz erheblich ändern auf den folgenden 550 Kilometern, die dann ausnahmslos aus Landstrassen, Pässen und engen Tälern mit schlechten Straßen bestanden. „Take the lead“, schallte es lachend aus den Helmen, da die Triumph ja nunmehr als einziges Motorrad in der Runde mit Navigation ausgestattet war. dank USB-Anschluss!


Agil und souverän: Ob Straße oder Schotter, die neue Street Scrambler ist ein echter Spaßmacher in allen Lebenslagen.


Was dann folgte, liebes Tagebuch, entbehrt fast jeglicher Beschreibung, denn mir widerfuhr eine der spassigsten Touren meiner gesamten Motorradlaufbahn, in der ich den Hintern schon auf so ziemlich alles Einspurige drückte. Been there, done’ that. Ich kenne sie alle, vom 200PS Supersportbike, bis zum 50ccm Diskonter-Scooter aus China…

Mit 55PS und 80 Nm Drehmoment der kleinen Street Scrambler gewannen wir nahezu jede Bergwertung, sobald es technisch anspruchsvoller wurde und es nicht um reines Gasgeben auf der Geraden ging! Wendig wie ein Wiesel, mit sattem Durchzug aus dem ganz tiefen Drehzahlkeller und einem für mein Emfinden perfekten Fahrwerk, das selbst bei hohem Speed und wirklich holprigen Straßen niemals auch nur einen Ansatz an Überforderung durchscheinen lies wurde das wunderhübsche Retro-Eisen zur tapfer kämpfenden und vor allem ziemlich alles richtenden Angstgegnerin. Nicht nur für die Mitfahrer, sondern auch für diverse andere nackte oder sportliche Eisen, oder auch einen besonders ambitionierten Honda S2000-Fahrer, der seinen Augen nicht recht traute, was mit dieser Retro-Britin möglich zu sein scheint. Einzig die Bremsen an der Front könnten etwas giftiger zubeissen, das wars aber schon in Sachen Kritik.

Doch am Ende des Tages bleibt für mich das beeindruckendste Asset der neuen Street Scrambler die hervorragende und bequemen Sitzposition. Kein eingeschlafener Hintern, keine Muskelschmerzen an den Schultern nach knapp 650 Kilometern. Keine Ahnung wie die Briten das geschafft haben, aber ich bin tatsächlich noch nie so lange und so bequem auf einem Motorrad gesessen. Ungelogen!

So steht am Ende die Moral von der Geschicht’: Lass Dich nicht täuschen von Äußerlichkeiten! Denn mehr Spaß hätte die große Reiseenduro sicher auch nicht gemacht und bequemer wäre sie offenbar auch nicht gewesen.

Bis zum nächsten mal,

Dein Gregor




:Infoporn

Hubraum: 900 ccm
Leistung: 40,5 kW / 55 PS
Verbrauch: 3,8 l / 100 km
Drehmoment: 80 Nm bei 2.850 U / min
Spitze: 180 km/h
Gewicht (fahrfertig): 223 kg
Tankinhalt: 12 l
Testverbrauch: 4,8 l / 100 km
Preis: ab 11.400 Euro

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1967 Corvette Stingray in neuem Glanz



50 Jahre und kein bisschen müde

P.S. Hunter und die 1967 Corvette Stingray in neuem Glanz



Vor einiger Zeit war unsere US-Korrespondentin bereits ganz hin und weg von der Lady in Red, einer C7 Corvette Stingray, die sie sich am Navy Marinehafen in San Diego geangelt hatte. Doch zum 50 Jahre-Jubiläum ließ sie es sich nicht nehmen, in einer C2 von 1967 Platz zu nehmen und dabei auch ordentlich Gas zu geben.



Was für eine Schönheit

Es gibt so manches Auto, bei dem einen beim reinen Anblick die Kinnlade auf die Brust fällt, doch ein Meisterstück wie diese voll restaurierte Corvette Stingray aus dem Jahre 1967 erweckt bei den meisten Autoenthusiasten Gefühle, von denen man nicht wusste, dass man sie hat. All die Zeit, Hingabe und natürlich auch die riesige Summe Geld, die in dieses Prachtexemplar eines amerikanischen Sportwagens mit europäischen Qualitäten gesteckt wurden, beeindrucken auf den ersten Blick.



„Rollen Sie nachts mit einer Stingray über die Via Veneto. Und Sie bekommen einen ungefähren Eindruck davon, wie viele Mädchen es gibt, die Zeit für Sie haben.”

– die automobile Legende, Fritz B. Busch (verstorben 2010)

Als Don Kingery seine Corvette das erste Mal zu sehen bekam, sah die Welt allerdings noch ganz anders aus. Als Kampfjetpilotenausbilder (Top Gun lässt grüßen!) und Weltrekord-Halter als ältester aktiver Bomber-Pilot braucht man auch im Ruhestand ein Gefährt, das einem regelrecht Flügel verleiht. Rund acht Jahre akribische Kleinarbeit und 80.000 US-Dollar, wobei der reine Anschaffungspreis lediglich bei 12.000 US-Dollar lag, stecken in dieser Stingray.





Vom Country Club-Flitzer zum Sportwagen

1963 war der Beginn der Auferstehung einer Ikone, denn die erste Stingray schlug mit ihrer atemberaubenden Form ein wie eine Bombe. Die sogenannte Midyear-Corvette löste damals die erste Generation der offenen Zweisitzer ab. Der Name “Stingray” war übrigens inspiriert von der schwebenden Eleganz eines Rochens und noch dazu war Design-Chef Bill Mitchell passionierter Hochseefischer. Die Corvette verabschiedete sich damals von ihrer schwülstigen 50er-Jahre Linie und zeigte sich erstmals in einem aggressiven Sportwagen-Look, doch die typisch amerikanischen Akzente durften trotzdem nicht fehlen. 1967 sollte eigentlich der Startschuss für die nächste Karosserieform sein, jedoch wurde diese nicht rechtzeitig produktionsreif und so wurde lediglich die “Stinger”-Motorhaube eingeführt. Insgesamt wurden davon 22.940 Fahrzeuge unter die Leute gebracht.
Die zweite Generation der Corvette wurde von Jahr zu Jahr besser und aus dem 5,4 Liter V8 wurde dank kontinuierlicher Weiterentwicklung in nur wenigen Jahren ein “Big Block” mit 7 Litern.



Fotoshooting-Location
auf Cardiff by the Sea, Kalifornien

Wir sprechen von 1967.

50 Jahre alt ist diese ganz besondere Corvette heute. Vor 50 Jahren schaffte es selbst Porsche lediglich auf um die 130 Pferde und der 275 GTB war das Sportlichste, was Ferrari zu bieten hatte. Dafür hatten die europäischen Sportler bereits in den 60ern einen stolzen Preis. Das Basis Modell des Stingray bekam man damals jedoch um ledigilch 4.240 US-Dollar. Dazu kam noch ein kleiner Aufpreis für das Schaltgetriebe und schon konnte man sich diese Schönheit in die Garage stellen. Ganz gleich, ob man damit lediglich die Küstenstraßen rauf und runter cruisen oder auf der Rennstrecke seine Gegner alt aussehen lassen wollte, mit dieser Corvette war das alles möglich.



…nicht kleckern, sondern klotzen…



Diese Vette schaffte schon in den 60ern eindrucksvolle Fahrleistungen, denn in weniger als 6 Sekunden erreichte sie Marke 100 und die Viertelmeile war in 14,1 Sekunden erledigt. Mit den 400 originalen PS des Big-Block Tri-Power V8 gab sich der Jetpilot in Ruhestand aber nicht zufrieden. Er investierte unendlich viel Arbeit in seine Corvette und weil er schon dabei war, wurde gleich ein ZZ502 Motor mit genau diesen 502 Pferden verbaut. So wurde seine Stingray nicht nur ein Unikat, sondern auch richtig böse. Mit so viel Power kann man sogar zwischen 2. und 3. Gang noch rasante Streifen auf den Asphalt malen. Trotz des neuen Motors bettelt der amerikanische Sportler immer noch nach hohen Umdrehungen, doch dank des großen Drehmomentes und des wunderbaren V8-Sounds sträuben sich die Nackenhaare bereits beim ersten Tippen aufs Gaspedal. Allerdings sollte man bei hohen Dauerdrehzahlen ein wenig vorsichtig sein, denn nur so ist ein langes Motorleben gewährleistet. Wie sonst auch, auf die richtige Mischung kommt es an. Die Härchen stellen sich übrigens auch beim Stop an der Tankstelle auf, denn trotz der leichten 1.350 kg braucht das Biest rund 20 Liter auf 100 km.



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Europäisch amerikanisch

So eine Corvette ist nicht nur geradeaus schnell. Wer ein wenig Gefühl für Lenken, Bremsen und Gasgeben mitbringt, der wird auch auf den kalifornischen Küstenstraßen einen unvergesslichen Ritt erleben. Die Lady in Red lenkt sich nicht nur exakt und schaltet ohne riesigen Kraftaufwand, sondern bleibt auch bei schneller Kurvenfahrt wunderbar kontrollierbar. Mit offenem Verdeck könnten das Vergnügen und die Aussicht besser nicht sein. Wichtig ist nur, in langgezogenen Biegungen immer auf Zug zu bleiben, denn auf unkontrolliertes “Gerühre“ im 6-Gang Getriebe und abrupte Gaswechsel spricht die Dame gar nicht gut an. Noch dazu ist das riesige und viel zu glatte Holzlenkrad wirklich nicht für Stunt-Einlagen gemacht. Ein wenig Köpfchen gehört hier schon hinter das Lenkrad, denn trotz all dem europäischen Flair steckt noch immer ein hecklastiger Amerikaner unter dem roten Kleid.
Apropos europäischer Flair, den bemerkt man vor allem bei den eng geschnittenen Sitznischen. In der Vette ist alles auf knackige Sportlichkeit getrimmt. Von Donuts, Burger und Co. sollte man als Fahrer allerdings seine Finger lassen, denn ein all zu großer Bauch passt beim besten Willen nicht bequem zwischen Sitz und Lenkrad.



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RENAULT CAPTUR (J87) - PHASE 2

Persönlich, persönlicher, Captur

Die perfekte Mischung

Persönlich, persönlicher, Captur!

Das SUV hat sich zu einer unglaublich beliebten Fahrzeuggattung gemausert, ganz besonders sticht da der kompakte hervor. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, kombinieren diese Fahrzeuge das Beste vom SUV mit Stadttauglichkeit.



Text: Maximilian Barcelli

Meine Liebe zu französischen Autos ist seit meiner Fahrt im Renault Mégane (aber auch einigen anderen) ziemlich groß geworden. Ein klasse Auto, mit einem Innenraum, fast wie der eines deutschen Premium-Herstellers. Der Peugeot 3008 trägt ebenfalls zu meiner Präferenz bei, er fährt sich großartig, hat eine unglaublich leichtgängige Lenkung und das Interieur strotzt nur so von digitalen Instrumenten. Aber nicht so, dass es zwanghaft futuristisch aussieht, sondern einfach zeitgemäß.

Ein beinahe perfektes Auto, für einen Städter wie mich aber zu groß. Wer auf Komfort, Überblick und Respekt auf der linken Spur nicht verzichten möchte, auf der anderen Seite aber auch nicht stundenlang auf nervenzerfetzende Parkplatzsuche gehen möchte, der ist mit einem Kompakt-SUV, wie der frische Renault Captur einer ist, gut aufgestellt.



Die Franzosen spendieren der europäischen Nummer eins im B-SUV-Segment und der hausinternen Nummer zwei eine neue Frontpartie, stylishe LED’s und neue Assistenten. Was bei Renault aber ganz großgeschrieben wird, ist die Personalisierung.

Der Captur dürfte deshalb nicht nur mich ansprechen (no na, sonst wäre er 2016 wohl nicht mehr als 215.000-mal in Europa verkauft worden), auch andere Geschmäcker fühlen sich vom wandlungsfähigen Franzosen angezogen. Die fünf Ausstattungsvarianten des Renault decken so einiges an individuellen Bedürfnissen ab, auch die verschieden großen Geldbörserln werden berücksichtigt. Vom billigsdorfer Renault, der mit 17.000 Euro Basispreis und 90 PS daherkommt (trotzdem noch super ist), bis zur Luxusvariante, die sich sowohl durch Innenausstattung, dezenten Chromeinsatz sowie 120 PS zu erkennen gibt. Mehr als 28.000 Euro muss man dafür dann schon hinblättern.



Farblich sticht der Renault aus der grauen Masse hervor und die Möglichkeiten zur Personalisierung nehmen auch hier kein Ende. Sowohl Interieur, als auch Exterieur lassen sich in diversen Farben ordern. Dass er zweifarbig ist, macht ihn zum Hingucker.

Ein weiterer Hingucker, zumindest für die Insassen, ist das etwas abstrus wirkende Handschuhfach. Anfangs begegnet man diesem noch recht skeptisch, nach längerer Zeit im Captur stört es aber kaum noch, dass es sich wie eine Schublade öffnen lässt. Schon gar nicht, wenn die billigen Plätze im Fond frei sind und der Beifahrer Platz en masse hat. Seien wir uns ehrlich, elf Liter Volumen sind schon eine feine Sache, ganz besonders, da das Potential voll ausgeschöpft werden kann, weil man einfach einen besseren Überblick hat und sich der Ramsch, der sich ins Handschuhfach verirrt, jede freie Ecke nutzt.




Das Überarbeiten der Front erweist sich ebenfalls als kein Fehler. Die Tagfahrlichter sehen grandios aus, auch hinten machen die 3D-LED’s einen jugendlichen Eindruck. Einzig und alleine der Unterfahrschutz, welcher Off-Road-Qualitäten vortäuscht, passt nicht hundertprozentig zum Captur. Am Ende des Tages ist dieses Auto nun mal ein Lifestyle-Auto. Ein Auto, das dich und deine Hawara raus ins Grüne bringt, wo ihr ein paar Bierchen zischt (nicht du mein Freund). Dann geht’s wieder rein in die City, ist ein Parkplatz gefunden, muss man lediglich auf das Gaspedal steigen und der Renault parkt sich wie von Zauberhand selbst ein.



Nicht nur Optik und Assistenten machen den Captur zu einem richtigen Stadtflitzer, er fährt sich auch so. Vor allem der 110 PS starke Diesel ist spritzig und macht Spaß, SUV-Charakter lässt sich dann bei der ersten übersehenen Temposchwelle erkennen. Diese schluckt der Franzose nämlich überraschend gut und beweist somit, dass er eben nicht nur ein wendiger Parkplatzheld ist.

Das Beste am Renault Captur ist aber der Verjüngungseffekt. Optik und Fahrgefühl tragen dazu bei, dass man sich hinterm Steuer frisch, wie Patrick Swayze in Dirty-Dancing, fühlt. Und dass einem dank Platzangebot, dem daraus resultierenden Komfort und der fabelhaften Federung nicht der ein oder andere Lendenwirbel tschari geht, ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.

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Rapid auf der Überholspur

Komm vorbei mit deinem Skoda!

Rapid auf der Überholspur

Der Wiener hat eine Gaudi, wenn er den grünen Skoda Rapid begutachtet. Abstiegsgefährdet, ineffizient, und so geht das munter weiter. Es lassen sich so einige Assoziationen mit dem Traditionsverein herstellen, die negativen passen aber nicht zum Auto.



Text: Maximilian Barcelli

Beim Rundgang um den facegelifteten Rapid Spaceback sticht der aggressivere Look sofort hervor, der, zumindest was das Heck betrifft, durch diverse schwarze Elemente erreicht wurde. Auch wenn den Tschechen dieses Farbenspiel durchaus gelungen ist, schmerzt das Komiker-Herz ein wenig. Ein grün-weißer Rapid wäre doch zu schön gewesen, so werden wir uns nur mit dem Namen vergnügen müssen – und mit dem Auto!



Nach geschätzten fünf Stunden der Witzelei hat dann wirklich jedes lähmende Wortspiel Erwähnung gefunden und es wird der Arbeit nachgegangen. Schließlich möchte ich euch ja vermitteln, wie sich dieses Auto fährt und ob es den heutigen Anforderungen in der Kompaktliga (ha-ha) gerecht wird. Motorisch hat sich Skoda jedenfalls weiterentwickelt, denn die Tschechen schießen den nicht mehr ganz zeitgemäßen Vierzylinder ab und gönnen den facegelifteten Rapid einen neuen Dreizylinder Motor mit einem Liter Hubraum und Turbolader. Dieser leistet entweder 95 PS, steht der Fahrspaß beim Autofahren allerdings nicht komplett im Hintergrund steht auch ein 110 PS starker Tscheche zur Verfügung.

Innen gibt sich der Skoda Rapid edler, als der Preis es zugeben möchte. Komfort wird großgeschrieben, Peinlichkeiten sucht man hier vergebens. Alles ist auf seinem Platz und wirkt aufgeräumt, durch den Radstand von 2602 Millimeter (sowohl Kombi, als auch Limousine) mangelt es auch nicht an Platz. Die Simply Clever Lösungen – einige davon sind wirklich praktisch – tragen zur Sympathie des Autos bei. Neu sind die USB-Ports im Fond des Rapid, dank denen die Kiddies noch mehr Zeit mit dem Smartphone verbringen können. Bekannte Helfer wie der Tickethalter an der Frontscheibe oder der Eiskratzer in der Tankklappe sind zwar nicht neu, freuen tut’s mich trotzdem, dass diese wieder mit an Bord sind.



Und wie fährt er sich denn jetzt? So, wie sich das Auto optisch gibt. Unaufgeregt, komfortabel und sogar ein bisschen sportlich, wenn man es drauf anlegt. Der große Fahrspaß bleibt zwar aus, für rekordverdächtige Runden auf der Rennstrecke ist der Skoda Rapid aber auch nicht konzipiert. Und dank der großen Auswahl bei der Motorisierung, werden individuellen Bedürfnisse in hohem Maße erfüllt. Bissiger kann auch schon mal der 1,6 Liter-Dieselmotor werden, der 116 Pferde auf den Asphalt bringt und mittels Sportlenkrad signalisiert, dass du dich im Top-Modell befindest. Die knapp zehn Sekunden, die das Auto braucht, um auf 100 km/h zu beschleunigen, reichen zwar nicht um die Aufmerksamkeit des Nachwuchses weg vom Smartphone zu lenken (was würde da schon reichen?), bei Beschleunigungs- und Überholmanöver lässt einem der Rapid allerdings nicht im Stich.



Stichwort Kinder: Der Skoda Rapid ist ein hervorragendes Familiengefährt, auch wenn die Länge des Wagens dies erstmal skeptisch betrachten lässt. Mit einem Kofferraumvolumen von 415 Litern (Spaceback) beziehungsweise 550 Litern passt reichlich Gepäck für den nächsten Lignano-Urlaub rein. Auch das trägt zur grundsympathischen Art des Skoda Rapid bei. Was aber vor allem raussticht, ist weder die feine Optik, noch der hochwertige Innenraum, sondern die freundliche Art, mit welcher das Fahrzeug die Insassen aufnimmt. Im Rapid kommst du dir wie Zuhause vor.

Mini John Cooper Works Clubman ALL4_13

Mini John Cooper Works Clubman

Große Klappe, nichts dahinter?

Mini John Cooper Works Clubman

Hat schon der Start des Motors Großes erhoffen lassen, steigt die Freude beim Sichtkontakt mit der ersten Unterführung. Fenster hoch, Schiebedach via Knopfdrück öffnen und rauf aufs Gaspedal. Ein Konzert.



Text: Maximilian Barcelli

Keine Frage, der Mini John Cooper Works Clubman hört sich brutal an. Es zischt, es röhrt und wenn man’s provoziert, dann knallt’s auch ordentlich aus den zwei Endrohren. Allerdings beißen bellende Hunde, so sagt man ja, nicht. Um herauszufinden, ob das auf den JCW Clubman ebenfalls zutrifft, gibt es nur eine Möglichkeit – fahren.

Es geht in Richtung Höhenstraße. Noch wird der JCW nicht von der Leine gelassen, auch wenn es wider die Natur ist, diese 231 PS starke Schleuder im Green Mode so umweltfreundlich wie möglich zu fahren. Der ein oder andere Kilometer lässt sich dadurch schon gewinnen. Bei der ersten roten Ampel inklusive Pole-Position hat der umweltfreundliche Fahrstil allerdings abgedankt. Der Mini findet sich im Sport-Modus wieder und das Start-Stopp-System muss sich ebenfalls, via Toggle-Schalter, verabschieden.



Grünes Licht, rauf aufs Gas. 6,3 Sekunden bräuchte der Clubman um den 100er zu knacken, am Gürtel kann das leider nicht ganz ausgereizt werden. Mit bestialischem Sound legt der Mini los. Zwar tut sich der Clubman im unteren Drehzahlbereich noch ein wenig schwer, die Leistung auf die Straße zu bringen, hat man diesen allerdings überschritten, presst es einen ordentlich in die Sitze. Mit – ans städtische Gebiet – angepasstem Tempo geht es zur nächster Ampel. Langsam rolle ich hin, doch das Ampelsystem meint es gut mit mir. Grüne Welle, ich trete wieder voll durch und werde angenehm überrascht. In Sekundenschnelle schaltet die 8-Gang Automatikschaltung des Mini John Cooper Works Clubman runter, um in den optimalen Drehzahlbereich zu gelangen. Das in-den-Sitz-pressen nimmt kein Ende. Lärm um nichts fühlt sich so sicher nicht an.



Inzwischen habe ich im gemäßigten Fahrmodus die Höhenstraße erreicht, ein toller Ausblick über Wien bietet sich für eine kleine Pause an. Klein deshalb, weil ich es eigentlich gar nicht erwarten kann, den Clubman um die Serpentinen und Kurven der Höhenstraße zu schleudern. So schwer es mir auch fällt, geht es aus dem Fahrzeug raus, um es von außen zu betrachten. So schön der Ausblick auch sein mag, der Mini John Cooper Works Clubman zieht meine Blicke immer wieder auf sich. Relativ unscheinbar, eigentlich. Wenn man nicht versiert mit der Marke ist, kann man den Mini nur schwer als JCW identifizieren. Breitere Heckschürze und Lufteinlässe, welche den Nebelscheinwerfern den Todesstoß gaben und diese ins Abseits katapultierten, weißen darauf hin, dass es sich hier um das Top-Modell handelt. Die JCW-Logos sind eher dezent am Auto verbaut, zum Protzen ist der Clubman nicht gemacht. Zumindest nicht, wenn sich der Motor erholt.



Dieser pausiert allerdings nicht mehr lange, auf mich wartet der Abstieg. Rein in den Mini John Cooper Works Clubman, doch bevor der Wagen seiner nächsten Bestandsprobe näherkommt, wird das Cockpit gemustert. Ein Mini halt, wobei sich die Toggle-Schalter in einem JCW verdammt wohlfühlen und zur Kraft des Wagens passen. Der Touchscreen funktioniert hervorragend und ist sehr feinfühlig. Benutzen müssten wir diesen allerdings gar nicht, denn die Bayern gönnen dem Engländer einen iDrive-Controller.



Den Startschalter gedrückt, gibt sich der JCW auch für Unwissende als solcher zu erkennen. Raus aus dem Parkplatz und rein ins Vergnügen. Wechselt man in den Sport-Modus, fällt einem die direkte Gasannahme unmittelbar auf. Die erste Serpentine kommt auf mich zu, noch etwas verhalten bremse ich hin. Doch nach und nach steigt das Vertrauen in die Brembo-Bremsen, die den Mini John Cooper Works Clubman serienmäßig zum Stillstand bringen. Das Limit des Clubman auszureizen offenbart sich als Mammutaufgabe, selbst wenn Mitten in der Kurve der Gasfuß zu Blei wird, lässt sich das Fahrzeug nicht aus der Ruhe bringen und leitet mehr Kraft an die Hinterachse, um eventuelles Untersteuern zu unterbinden.

Wie auf Schienen schlängelt mich der JCW Clubman nach Klosterneuburg, von dort geht es in Richtung Donauuferautobahn, denn der Mini hat sich eine Pause am Wasser verdient. Die blassen Gesichter auf der Rückbank könnten ebenfalls eine gebrauchen.


:Infoporn
Hubraum: 1998 ccm
Leistung: 231 PS
Verbrauch: 6,8 l/100 km
Drehmoment: 350 Nm
Beschleunigung von 0-100 in: 6,3 Sek.
Spitze: 238 km/h
Gewicht: 1.565 kg
Preis: ab 41.367 Euro

McLaren 720S The Drive
World Copyright: ©McLarenAutomotive
Ref:  McLaren-720S-TheDrive-256.CR2

Mit dem McLaren 720S durch die ewige Stadt

Der Überflieger in der ewigen Stadt

Der McLaren 720S zeigt, was er kann


Statt den 720S auf einer Rennstrecke zu präsentieren, wie es sich für einen Supersportwagen gehört, beginnt die Testfahrt im neuen McLaren im Herzen von Rom. Im Schritttempo durch den Stau, durch verstopfte Kreisverkehre und über chaotische Kreuzungen strebt die Kolonne hinaus in den Norden und kann es kaum erwarten, bis der Verkehr sich lichtet: Nicht umsonst toben im Heck des ersten Vertreters der neuen „Super Series“ – nomen es omen – 720 Pferde, die nichts mehr wollen als endlich freien Auslauf zu bekommen.



Von Thomas Geiger

Aber natürlich hat sich McLaren bei dieser Zumutung etwas gedacht. Und selbstredend hatten die Briten mehr im Sinn, als mitten im Brexit an die Wiege der europäischen Verträge zurückzukehren und zugleich ihre wichtigsten Wettbewerber Ferrari und Lamborghini auf deren Hometurf zu provozieren. Sondern der Ritt durch die Rushhour von Rom war nichts weniger als die eindrucksvolle Demonstration, wie alltagstauglich ein Supersportwagen mittlerweile sein kann.



Das hat beim 720S, der in diesem Sommer als erster McLaren aus dem zweiten Modellzyklus nach der Rückkehr auf die Straße die Nachfolge des 650S antritt, gleich mehrere Gründe. Denn der Wagen lässt sich mit seinem adaptiven Fahrwerk nicht nur komfortabel selbst über Kopfsteinpflaster steuern. Bei allem Ungestüm des Achtzylinders kann man seine Kraft, dem rasend schnellen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sei Dank, feinfühlig dosieren. Mit seinem neuen Aufbau bietet der Wagen so einen guten Ausblick, dass selbst das größte Chaos im Stadtverkehr seinen Schrecken verliert: Wo man die Welt aus Ferrari & Co oft nur wie durch Scheuklappen oder Schießscharen sieht und sich der Blick allein auf die Front fokussiert, wähnt man sich im McLaren in einem Glashaus auf Speed und mogelt sich deshalb fast so leichtfüßig durchs Gewühl wie in einem Mini. Und selbst das Parken verliert neuerdings seinen Schrecken. Nicht nur, dass man wie bisher die Nase anheben kann, um die teure Front vor dem Bordstein zu schützen, und dass auf dem großen Bildschirm über dem Mitteltunnel nun beim Rangieren eine Panorama-Anzeige auftaucht. Nein. Sondern weil die Flügeltüren jetzt beinahe in der Mitte des Daches angeschlagen sind, kann man nicht nur bequemer Ein-und Aussteigen, sondern braucht obendrein weniger Platz in der Parklücke. Und der Kofferraum ist zusammen mit der Ablage hinter den Sitzen auch noch gewachsen.



Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein mit dem Gezuckel in der Großstadt – denn wir reden hier schließlich über einen McLaren und nicht über einen smart. Deshalb darf man sich von der Rushhour und Rom auch nicht täuschen lassen. Denn so zahm und züchtig er sich in der City bewegen lässt, so wild treibt er es draußen – und zwar egal, ob man auf der Autobahn, auf der Landstraße oder gar auf der Rennstrecke unterwegs ist. Schließlich ist der 720S nicht nur komfortabler geworden, sondern auch kräftiger und kompromissloser. Treibende Kraft ist dabei ein auf vier Liter aufgebohrter V8-Turbo, dem zwei neue, sehr viel schneller ansprechende Lader jetzt 720 PS und bis zu 770 Nm einblasen. Das ermöglicht Fahrleistungen, bei denen einem am Steuer der Atem stockt: Denn den Spurt von 0 auf 100 absolviert der 720S in gerade mal 2,9 Sekunden, die 200er-Marke erreicht er nach 7,8 Sekunden und wer tatsächlich mal ein freies Stück Autobahn findet, der kann seine Nerven mit einer Spitzengeschwindigkeit von 341 km/h auf die Probe stellen. Mehr noch als mit seiner Längsdynamik begeistert der Brite allerdings mit seiner Straßenlage. Denn das Auto ist so gut ausbalanciert und erzeugt so viel Abtrieb, dass einem beinahe alles zu gelingen scheint. Kurve für Kurve steigt man deshalb später auf die Bremse, lenkt schärfer und geht früher wieder aufs Gas und kommt aus dem Staunen kaum mehr heraus. Natürlich wird der Grenzbereich immer schmaler, je weiter man die beiden Schalter für Antrieb und Fahrwerk im wunderbar aufgeräumten Cockpit nach rechts in Richtung Rennen dreht.
Doch mit jeder Kurve wächst die Erkenntnis:

Bevor dieses Auto die Grenzen der Physik erreicht, hat der Fahrer die seinigen längst überschritten.



Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten probt der McLaren bei all der Raserei allerdings einen eher leisen Auftritt: Das kann man wörtlich nehmen, weil man den Motor schon quälen und vorher auch noch in den Trackmode schalten muss, wenn man den V8 durch seinen Sportauspuff brüllen und wenigstens hin und wieder mal die Böllerschläge der Fehlzündungen hören will. Und das gilt erst recht im übertragenen Sinn. Denn so ein Spektakel das Auto auch ist, macht es keine große Show. Sondern alles, was den Blick an diesem Boliden fängt, hat einen tieferen Sinn. Das gilt für die Karosserie mit den unter einer Art zweiten Haut versteckten und nach innen gewandten Spoilern und Schwellern für die Luftführung genauso wie für die weit ins Dach gerückten Flügeltüren und sogar für das Cockpit, das man auf Knopfdruck so weit wegklappen kann, dass nur noch ein schmales Anzeigeband hinter dem Lenkrad zu sehen ist. Denn damit lässt sich nicht nur der Beifahrer beeindrucken. Sondern vor allem verbessert sich so noch einmal der Blick auf die Strecke und man kann den Tiefflieger noch enger an der Ideallinie führen.



Man muss deshalb schon tief im Menü versinken, bis man irgendwann die Variable Drift Control findet, die den Supersportwagen dann doch als Spielzeug outet. Denn statt das Stabilitätssystem wie ein Könner einfach abzuschalten, kann sich der ambitionierte Rennfahrer damit peu à peu an den Grenzbereich herantasten, das Heck immer weiter ausstellen und sehr zur Freude seines Reifenhändlers Millimeter für Millimeter von den teuren Pirellis auf dem Asphalt hobeln. Schneller wird man damit nicht und sicherer auch nicht, räumen die Entwickler ein – aber es macht mehr Spaß und schindet mehr Eindruck, wenn man die Kurven quer nimmt und diabolischer Qualm aus den Radkästen quillt.



Aber Adrenalin-Rausch hin und der Reiz des Rasens her: So sehr einem der McLaren auf der Rennstrecke den Atem raubt, so wenig er auf der Autobahn aufzuhalten ist und so schnell er die Landstraße zur Lustmeile macht – als die Jungfernfahrt nach einem Tag wieder in der Rushhour von Rom endet, sind es einmal mehr die Übersichtlichkeit und der hohe Restkomfort, mit denen der 720S einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Denn während es auf Strecke und Straße nur Nuancen sind, die den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen, ist er seinen Wettbewerbern hier im Stau der Stadt um Klassen voraus. Natürlich ist das eine Disziplin, die für einen Sportwagen eher nebensächlich ist. Denn wer mindestens 247.350 Euro für so ein Tiefflieger ausgibt, der hat für den Alltag sicher noch ein anderes Auto. Doch man kann es auch genau anders herum sehen: Wenn man schon so viel Geld für ein Spielzeug ausgibt, dann will man es auch möglichst oft benutzen – selbst wenn es nur zum Bäcker und nicht in die Boxengasse geht.


Special-Edition-Gorenje-Retro-Kuehlschrank1

Gorenje Retro Kühlschrank im VW Bulli Look

Mit Parkplatz mitten in der Küche

Gorenje Retro Kühlschrank im VW Bulli Look



„Life Simplified” – so nennt Gorenje die Verschmelzung von moderner Technologie und dem Design der wilden 60er. Gemeint ist damit der Retro Special Edition-Eiskasten im VW Bulli Look.

by Patrizia Zernatto

Retro Chic

Im Moment ist Rückbesinnung auf die Vergangenheit besonders angesagt, denn der aktuelle Retro-Trend zieht sich durch beinahe alle Lebensbereiche, von Mode über Technik bis hin zu Lebensmitteln, Einrichtung und macht auch vor dem Automobil nicht halt. Letzteres surft ganz oben auf der Retro-Welle. Klassiker der Designgeschichte, wie der Ford Mustang, der VW Käfer (Beetle) und viele andere, kamen mit gewohnten Formen und neuer Technik zurück auf den Markt und verkaufen sich wie warme Semmeln. Wozu sollte man das Rad auch neu erfinden, wenn es sich doch so schön dreht. Retro bedeutet nämlich noch lange nicht, auch zurück zu den technischen Anfängen zu gehen.

Retro-Design erinnert an eine Zeit ohne Verpflichtungen und voller Möglichkeiten, denn ganz nostalgisch halten wir doch alle am Gestern ein wenig fest. Retro nimmt uns die Angst vorm ungewissen Morgen – all die schönen Erinnerungen und Seelentröster machen auf alt, damit wir uns wieder jung fühlen können. In den In-Vierteln der Großstädte öffnen immer mehr Cafés ihre Türen, deren Einrichtung aus den Überbleibseln von Omas Wohnzimmer zusammengewürfelt wurden. Doch vieles “Alte” ist nicht vom Flohmarkt, sondern brandneu und meist noch dazu ordentlich teuer. Aber wer will schon einen Preis an das Gefühl der Freiheit und Jugendlichkeit heften?





Auch beim Design von Möbeln spielt die Rückbesinnung eine wichtige Rolle und so kombiniert der größte europäische Haushaltsgeräte-Hersteller Gorenje Nostalgie und Moderne. Der überaus energieeffiziente Retro-Kühlschrank kombiniert den Geist und das Design der 50er und 60er Jahre mit den neuesten technischen Innovationen.

VW Fans können vorab online das Reservierungsformular ausfüllen und mit etwas Glück steht der Bulli vielleicht schon bald in der Küche und serviert das Bier eiskalt. Bei der Registrierung bekommt man außerdem die Gorenje Parkplatz Sticker aus dem Video und kann dann schon mal die Küchen-Parklücke für den legendären VW Bulli-Kühlschrank vorbereiten.







Photo & Video Credit: Gorenje Deutschland

TeslaModelS

Tesla Model S: Der begehrteste Gebrauchtwagen

Mit Respektabstand!

Tesla Model S: Der begehrteste Gebrauchtwagen



Ein Gebrauchter muss her, doch wo findet man das beste Angebot und welches Auto liegt im Moment besonders im Trend?

by Patrizia Zernatto

Tesla überholt sie alle

Der Gebrauchtwagenkauf kann sich schon Mal ordentlich in die Länge ziehen. Entweder es liegt am fehlenden Angebot oder das Angebotene ist zu teuer, zu alt, nicht genügend gepflegt und so weiter – die Liste der Probleme ist nicht selten äußerst lange. Man ist auch gut beraten, nicht beim erstbesten Modell zuzuschlagen, den das vermeintliche Schnäppchen kann sich schnell als finanzielles Grab herausstellen. Aber wie findet man nun den idealen Gebrauchten und welche Wagen liegen besonders im Trend? Die US-Plattform Autolist.com hat sich dieses Problems angenommen – zumindest in den USA.

Autolist geht an den Gebrauchtwagenkauf ran, wie wir es von der Reiseplanung bereits seit längerem kennen: Ähnlich wie Kayak, CheckFelix, Expdia, Swoodoo und Co. kombiniert Autolist all die Angeboten von den unzähligen Gebrauchtwagen-Pages und spuckt Angebote von Privatpersonen, aber auch Händlern gleichermaßen aus. Auch für Käufer, die sich nur auf ein Budget festlegen konnten, aber noch keine Ahnung haben, was für einen Wagen sie eigentlich gerne hätten, hat die Plattform die passende Lösung. Hier kann man zum Beispiel nach Familien-Fahrzeugen unter 5.000 US-Dollar suchen oder sich auch die Auswahl der Sportcoupés unter 10.000 US-Dollar ansehen.







Die US-Plattform hat unter anderem auch untersucht, welche Fahrzeuge im Moment besonders gefragt sind und das Ergebnis hat selbst uns überrascht. Teslas Model S übertraf alle anderen Werte bei Weitem. Am amerikanischen Markt sind Teslas trotz all ihrer Problemchen anscheinend nicht nur als Neuwagen gefragt, sondern machen sich auch am Gebrauchtwagen-Markt äußerst positiv bemerkbar. Das gebrauchte Model S verkauft sich laut der Studie, bei der über 10 Millionen Auto-Inserate über einen Zeitraum von 10 Monaten untersucht wurden, nicht nur schneller, sondern bringt dem Verkäufer auch einen besseren Verkaufspreis als vergleichbare andere Fahrzeuge. Selbst die in den USA beliebten Luxusmodelle von Ford oder GM liegen weit hinter dem erstplatzierten Elektroauto. Das Tesla Model S verkaufte sich zwischen 3% und 5% schneller und besser als der Audi A7, der 6er BMW oder der Mercedes-Benz CLS. Im Durchschnitt wechselte der gebrauchte Tesla in nur 87 Tagen den Besitzer.





“We would expect top-performing vehicles in a peer group to have prices [about] 2% above our adjusted expectations for the segment. But 3% to 5% above, and maintaining that level of performance over the past year? That’s surprising,” ist selbst der Vizepräsident von Autolist.com, Alex Klein, überrascht.

Einer der wichtigsten Gründe für diese Zahlen ist die hohe Nachfrage nach dem Model S. Ob sich das Model X in der SUV-Klasse und das Model 3, dass Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, ebenso gut am Gebrauchtwagenmarkt eingliedern werden, wird sich allerdings noch zeigen. Wir warten derweil auf eine ähnlich praktische, universelle Gebrauchtwagensuchmaschine für Europa.

Photo Credit: Tesla, Autolist

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Die beste Car Show der Westküste

California, here we come…

Die beste Car Show der Westküste



Auch dieses Jahr kamen wieder Tausende, um die Good Guys-Hot Rods, -Custom Builds, -Classics, -Muscle Cars und -Trucks während der dreitägigen Tour in Del Mar an der Westküste von ihrer schönsten Seite zu bewundern und Motorblock war natürlich live dabei.

Bei den Good Guys Del Mar Nationals gibt sich wirklich alles die Klinke in die Hand, was in der amerikanischen Autoszene Rang und Namen hat. Was kann man sich denn als passionierter Automobil-Fan mehr wünschen? Obwohl Del Mar die erste Station der jährlichen Good Guys America Tour ist, ist und bleibt sie einfach die Beste. Die südkalifornische Sonne trägt ihren Teil dazu bei…





Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und Bilder sind in diesem Fall verchromt:

Get social guys… ich bin da ja flexibel

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Greetings from Sunny Southern California,
Pacey