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Lamborghini Temerario: Supersport im Maßanzug

Wien Liesing, Exclusive Cars Vienna: Während draußen der April noch zaghaft zwischen Frühling und Weltuntergang schwankt, knallt innen der Wahnsinn auf Rädern durch den lauen Frühlingstag. Der neue Lamborghini Temerario feiert seine Österreich.

Wien Liesing, Exclusive Cars Vienna: Während draußen der April noch zaghaft zwischen Frühling und Weltuntergang schwankt, knallt im Inneren des Porsche Zentrums der Wahnsinn auf Rädern durch den lauen Frühlingstag.. Der neue Lamborghini Temerario feiert seine Österreich.

Was Lamborghini da auf uns loslässt, ist nichts Geringeres als die Fortsetzung eines Mythos – diesmal elektrisch aufgeladen, mit V8 im Maschinenraum, drei E-Motoren zur Unterstützung und mehr Performance als ein Speedball aus Nitro und Espresso doppio.

Der Temerario, italienisch für „waghalsig“ oder „tollkühn“, macht seinem Namen alle Ehre. 920 PS, 0 auf 100 in 2,7 Sekunden, und – festhalten – eine Maximaldrehzahl von 10.000 Umdrehungen pro Minute. Das ist nicht einfach nur technisches Datenblatt-Geschwurbel, das ist Motorsport im Maßanzug, Formel-1 fürs Parkhaus – mit Carbonapplikationen, die dem Wort „Aero“ eine ganz neue Bedeutung geben.

Ein Serienfahrzeug, das höher dreht als dein DJ auf Speed, während er am Pult steht und sich für Carl Cox hält. Und das Ganze kombiniert mit einem Hybridantrieb, der so intelligent abgestimmt ist, dass man fast vergisst, wie unfassbar dumm es ist, dieses Auto überhaupt auf einer normalen Straße zu bewegen.

„Downsizing“ auf Lambo-Art

Klar, es ist kein V12 mehr – boohoo. Aber Lamborghini hat es geschafft, einen völlig neu entwickelten V8-Biturbo zu bauen, der so brutal nach vorne marschiert, dass einem das Stirnbein gegen die Sonnenblende knallt. 800 PS leistet der Verbrenner, 730 Nm Drehmoment drückt er zwischen 4.000 und 7.000 Touren in die Kniekehlen – und als wäre das nicht schon genug, schiebt die Elektrofraktion mit drei Motoren gnadenlos nach. Drehmomentlückenfüller, nennt das Lamborghini. Wir nennen das Vernunft mit Baseballschläger.

Dank P1-Positionierung – der E-Motor sitzt zwischen Verbrenner und Getriebe – gibts beim Anfahren kein Warten, kein Turboloch, kein Nachdenken. Nur Vorwärts. Immer. Jetzt.

Und wenn man dann doch mal schaltet – was eh passiert, schneller als du „Spurwechsel“ sagen kannst – bleibt der Schub einfach stehen. Linear. Hart. Gnadenlos. Die E-Maschine stopft jedes Loch, als hätte Lamborghini ein Trauma aus der 90er-Jahre-Turboschule aufzuarbeiten.

Design: Mad Max im Maßanzug

Optisch ist der Temerario natürlich – Überraschung – ein Lamborghini. Aber einer von der radikaleren Sorte. Breiter als eine Wiener Kreuzung, schärfer gezeichnet als jedes Argument in einer Beziehungskrise, und mit Lufteinlässen, die direkt aus einem Videospiel gefallen sein könnten. Die Front? Bedrohlich. Das Heck? Ein Manifest. Das Ganze wirkt wie ein Raubtier auf Speed, das sich zwischen Kunstwerk und Gewaltandrohung nicht entscheiden will. Spoiler: es ist beides.

Im Innenraum? Futurismus trifft Rennsport trifft italienischen Größenwahn. Wer hier nicht schwitzt, hat kein Benzin im Blut – oder ist tot.

Die Zukunft kommt aus Sant’Agata

Was der Revuelto begonnen hat und der Urus SE fortgesetzt hat, bringt der Temerario jetzt auf die nächste Ebene: Lamborghini ist ab sofort komplett elektrifiziert – ohne sich auch nur einen Millimeter vom Wesenskern zu entfernen. Was andere Hersteller mit Nachhaltigkeit und leisem Fußtritt zelebrieren, verwandelt Lamborghini in ein Hochgeschwindigkeits-Manifest mit Stromanschluss. Ja, es ist ein Hybrid. Aber keiner für Pfadfinder.

Direktorin Antonia Stubenberg von Exclusive Cars bringt’s beim Launch in Liesing auf den Punkt:

„Der Temerario ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Lamborghini die Grenzen des Möglichen immer wieder neu definiert.“
Und wir sagen: Amen.

Nur mit Vitamin B und Krypto-Portfolio.

Natürlich wird man diesen Lamborghini nicht einfach „so“ beim Händler abholen wie einen Golf mit Winterpaket. Der Temerario ist exklusiv, sündhaft teuer und wahrscheinlich schon fast ausverkauft, bevor du den Namen richtig aussprechen kannst. Wer einen will, braucht mehr als nur Kohle. Man braucht Kontakte, Glück – und einen verdammt guten Steuerberater.

Aber hey: Für den einen Moment, in dem man auf der Triester Straße den Fuß durchdrückt und die Welt plötzlich zu einem Tunnel aus Sound, Licht und Adrenalin wird, ist das alles egal. Dann zählt nur noch eins: Temerario. Der Lambo, der keine Gefangenen macht.

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