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Škoda: Vom Vernunft-Favoriten zur Marktführer-Attitüde.

Škoda startet mit breiter Brust ins Jahr 2026: über zehn Prozent Marktanteil in Österreich, der Octavia erneut an der Spitze der Zulassungsstatistik – und gleichzeitig eine Elektro-Offensive, die das Portfolio verdoppelt. Die Marke verwaltet ihren Erfolg nicht, sie baut ihn konsequent aus.


Octavia: 30 Jahre Erfolg – und in Österreich eine Institution

Der Octavia ist längst mehr als ein Modell. Er ist wirtschaftlicher Taktgeber, Image-Träger und Stammkunden-Magnet in einem. 30 Jahre nach dem Neustart unter dem Dach des Volkswagen Konzerns wurden weltweit über 7,6 Millionen Fahrzeuge verkauft  .

In Österreich stehen über 208.000 abgesetzte Einheiten zu Buche  – und 2025 kamen weitere 7.932 hinzu  . Damit war der Octavia bereits zum fünften Mal das meistverkaufte Auto des Landes.

Der Combi-Anteil liegt hierzulande bei rund 95 Prozent  – ein klares Statement für Pragmatismus mit Stil. Rund 25 Prozent der Käufer sind Privatkunden  , der Rest gewerbliche Nutzer. Ein Indikator für Vertrauen – und für kalkulierbare Betriebskosten.

Noch beeindruckender: Rund 130.000 Octavia sind aktuell auf Österreichs Straßen unterwegs  . Das ist keine Modeerscheinung. Das ist automobil gewordene Verlässlichkeit.

Technischer Reifegrad der vierten Generation

Die aktuelle Generation (seit 2019, 2024 umfassend überarbeitet) bietet:

  • 1.5 TSI-Benziner mit Mild-Hybrid-Technologie
  • 2.0 TSI bis 265 PS
  • 2.0 TDI-Diesel
  • Plug-in-Hybrid-Varianten
  • Matrix-LED der zweiten Generation
  • neue Assistenzsysteme inkl. erweitertem Müdigkeitsassistenten
  • bis zu zehn Airbags  

Der Octavia RS bleibt mit 265 PS das leistungsstärkste Modell der Baureihe  – elektromechanisches Differenzial inklusive. Ein Business-Kombi mit Sportwagen-Ambitionen? Fast.

Der Octavia ist damit weiterhin das, was er immer war: rational überzeugend – und emotional unterschätzt.


Drei Modelle in den Top Ten – und Tesla unter Druck

Škoda war 2025 der einzige Hersteller, der gleich drei Modelle in den österreichischen Top Ten platzieren konnte: Octavia, Fabia und Karoq.

Und elektrisch? Da wurde es besonders spannend. Der Elroq war 2025 das zweitmeistverkaufte BEV Europas, der Enyaq belegte Rang sieben  . Zwei Modelle in den europäischen Top 10 – das schafft nicht jeder Volumenhersteller.

In Österreich verdrängten Enyaq und Elroq Tesla im Jänner erstmals vom Spitzenplatz der beliebtesten E-Marken. Ein Achtungserfolg, der zeigt: Die Marke wird auch im Stromzeitalter ernst genommen.

Weltweit lieferte Škoda 2025 über 1.043.000 Fahrzeuge aus  – ein klares Bekenntnis zur globalen Wettbewerbsfähigkeit.


Die Elektro-Offensive 2026: Verdoppelung des Portfolios

Das eigentliche strategische Ausrufezeichen setzt Škoda 2026 jedoch mit zwei neuen Modellen.


Škoda Epiq: Der elektrische Türöffner

Mit 4.171 mm Länge positioniert sich der Epiq exakt im urbanen Kompakt-SUV-Segment  . Er basiert als erstes Modell der Marke auf der neuen MEB+ Plattform mit Frontantrieb  .

Technische Eckdaten im Detail:

  • 85 kW (Epiq 35)
  • 99 kW (Epiq 40)
  • 155 kW (Epiq 55)  
  • 38,5 kWh LFP-Batterie (langlebig, leicht)
  • 55 kWh NMC-Batterie (höhere Energiedichte)  
  • Reichweite bis 430 km (WLTP)  
  • DC-Ladeleistung bis 125 kW
  • 10–80 % in 23 Minuten (Topversion)  

Der Kofferraum fasst 475 Liter – 75 Liter mehr als im Kamiq  . Umgelegt sind es 1.344 Liter  .

Design & Technologie

Der Epiq trägt erstmals vollständig die „Modern Solid“-Designsprache. Die neue T-förmige Lichtsignatur prägt Front und Heck  . Aerodynamisch optimiert (cw-Wert 0,275), mit aktiven Luftklappen und markanter „Volcano Line“ an der Front  .

Innen dominieren klare Linien, 13-Zoll-Zentraldisplay, 5,3-Zoll-Fahrerdisplay, nachhaltige Materialien und Travel Assist 3.0  .

Mit Top-View-Panoramakamera, Kreuzungs-Assistent 2.0 und bis zu sieben Airbags  positioniert sich der Epiq technologisch deutlich über dem, was man im Einstiegssegment erwarten würde.

Preislich soll er sich am Kamiq orientieren – also um die 27.000 Euro.

Das ist nicht weniger als der ernsthafte Versuch, Elektromobilität in die Mitte der Gesellschaft zu bringen.


Škoda Peaq: Das elektrische Flaggschiff für Familien

Ganz oben im Portfolio wird 2026 der Peaq stehen – ein vollelektrischer 7-Sitzer und Serienumsetzung der Vision 7S-Studie  .

Der Name unterstreicht seine Rolle an der Spitze des Modellprogramms  .

Sieben Sitze, maximale Geräumigkeit, kompromisslose Praktikabilität – der Peaq soll genau jene Kunden abholen, die bisher zum Kodiaq griffen, künftig aber elektrisch fahren wollen  .

Die Weltpremiere ist für Sommer 2026 angekündigt  .

Mit dem Peaq hebt Škoda seine klassischen Markenwerte – Raum, Funktion, Komfort – ins vollelektrische Zeitalter.


Nachhaltigkeit im Handel: Green Dealer Konzept

Parallel zur Produktoffensive treibt Škoda in Österreich das Green-Dealer-Programm voran. 15 Standorte werden auf nachhaltige Architektur und energieeffiziente Konzepte umgestellt – inklusive PV-Anlagen, thermisch optimierten Gebäuden, Begrünung und wassersparenden Waschsystemen.

Das Autohaus wird zur Begegnungszone – nicht nur zur Verkaufsfläche.


Marktausblick 2026

Für 2026 rechnen Wurm und Stifter mit rund 280.000 Neuzulassungen in Österreich. Der Škoda-Anteil soll erneut über zehn Prozent liegen.

Ambitioniert ist vor allem ein Ziel: Rund 40 Prozent der Neuzulassungen sollen vollelektrisch sein.

Mit Epiq als leistbarem Einstieg und Peaq als elektrischer Speerspitze ist die Strategie klar strukturiert.


Motorblock-Fazit

Škoda hat in Österreich längst den Status eines Vernunft-Favoriten verlassen.

Die Marke kombiniert wirtschaftliche Stärke, markentreue Kunden, ein stabiles Händlernetz – und jetzt eine Elektro-Offensive, die sowohl unten als auch oben im Portfolio ansetzt.

Der Octavia bleibt das emotionale Fundament.

Der Epiq öffnet die Tür zur elektrischen Alltagstauglichkeit.

Der Peaq setzt das Prestige-Statement.

2026 wird für Škoda kein Übergangsjahr.

Es wird das Jahr, in dem die Marke beweisen will, dass sie auch im Elektrozeitalter zur Spitze gehört.

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