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Dieser Rolls-Royce Cullinan kostet 30.000 Euro, ist aber nur ein Modellauto

Über 250.000 Euro werden für einen neuen Rolls-Royce Cullinan fällig – exklusive Steuern. Das geht aber auch zehnmal so günstig.

Text: Maximilian Barcelli

Dann allerdings ist der angeschaffte Cullinan achtmal so klein – es handelt sich nämlich nur um ein Modell. Auch wenn der Preis etwas anderes suggeriert: Der 1:8-Cullinan soll Medienberichten zufolge über 30.000 Euro kosten!

Fairerweise sei erwähnt, dass die Arbeitsstunden, die man in ein einziges Modell investiert, auch irgendwie honoriert werden müssen – immerhin sind es derlei über 450. Einen echten Cullinan zusammenzuschrauben dauert nicht einmal doppelt so lange.

Wie viele Liter der Kofferraum fasst, hat Rolls-Royce nicht bekanntgegeben.

Kein Wunder: Über 1.000 einzelne Komponenten stecken im 1:8-Cullinan. Zum Vergleich: Bei einem VW Golf sind es rund 2.700. Wie auch bei den echten Autos gilt Individualisierung als oberstes Gebot: Rund 40.000 verschiedene Farben sind verfügbar. Der Innenraum wartet mit Ledersitzen auf, deren Kopfstützen sogar bestickt sind. „Liebe zum Detail“ – bei Rolls-Royce nicht nur eine abgedroschene Marketingfloskel.

Rolls-Royce Cullinan Black Badge: Die dunkle Seite der Pracht

Der Rolls-Royce Cullinan wechselt auf die dunkle Seite der Pracht. Denn nach Ghost, Wraith und Dawn gibt es nun auch das ultimative SUV als „Black Badge“ mit einem betont düsteren Charakter, stärkerem Motor und strammerem Set-Up.

Von Thomas Geiger

Dabei ist der Auftritt den meisten Kunden wahrscheinlich wichtiger als der Antrieb. Denn mit abgedunkeltem Chrom, düsteren Felgen, nachtschwarzem Lack und einer geschwärzten Spirit of Ecstasy sieht der ohnehin schon bedrohlich große Cullinan gar vollends zum Fürchten aus – und klingt mit seiner neuen Auspuffanlage und einem besonders tiefen Bass jetzt auch so.

Die Musik dazu spielt der bekannte V12 mit 6,75 Litern Hubraum, aus dem sie nun statt 571 immerhin 600 PS kitzeln und zugleich das maximale Drehmoment von 850 auf 900 Nm anheben. Der Spurt von 0 auf 100 sollte deshalb mit ein bisschen Glück zum ersten Mal sogar in weniger als fünf Sekunden gelingen, auch wenn sich am Spitzentempo von 250 km/h nichts ändern dürfte. Dazu gibt’s eine etwas verbindlichere Programmierung für die Luftfederung, neue Schaltpunkte für die Automatik sowie größere Bremsen mit einem etwas engagierteren Pedalgefühl.

Zugleich hat Rolls-Royce den Innenraum noch einmal überarbeitet: Während der Black Badge außen jede Farbe meidet, setzt er innen auf umso mehr Kontraste und trägt deshalb zum tiefschwarzen Leder und den ersten Furnieren in Karbon grellgelben Zierrat.

So schwarz wie das Auto dürften auch die Zahlen in der Kalkulation sein. Denn für den dezenten Leistungsaufschlag und den dunklen Lack erheben die Briten einen stolzen Aufschlag von 44.500 Euro plus Steuern. Keine Frage, dass dies verdammt viel ist für ein Auto. Doch ein schlechtes Gewissen haben die Briten deshalb wahrscheinlich nicht. Sondern eher ein gesundes Selbstvertrauen: Wem angesichts dieses Preises schwarz vor Augen wird, der hat einen Black Badge ganz einfach nicht verdient.

Neues vom Rolls-Royce Cullinan