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Auch Lambo entwirft für Gran Turismo

Manche Autos haben klingende Namen, manche nicht. Und manche haben so sperrige Bezeichnungen, dass man sich bei der Aussprache fast verletzt. So auch der Lambo V12 Vision Gran Turismo, den Lamborghini für das Rennspiel Gran Turismo Sport entworfen hat.

Text: Jakob Stantejsky

Von Peugeot über Audi bis hin zu McLaren – sie alle haben schon ein Konzeptauto für Gran Turismo Sport entworfen, dass man in dem Rennspiel dann auch tatsächlich über die Piste prügeln kann. Im Frühling 2020 kommt der nächste futuristische Boliden dazu, diesmal aus dem Hause Lamborghini. Der V12 Vision Gran Turismo sieht zwar so fetzig aus wie noch kein Lambo zuvor (und das will was heißen), doch der Antrieb ist vergleichsweise altmodisch.

Im Heck des virtuellen Boliden werkelt nämlich derselbe Motor wie im Sián, es gibt ihn also de facto bereits. 785 PS kommen aus dem namensgebenden V12, 34 Elektro-Pferde kommen aus einer E-Maschine noch hinzu. Unter dem Strich bedeutet das 819 PS in einem Auto, das selbst nur 800 Kilo wiegt. In der Realität werden wir das Ding wohl nie ausprobieren können, denn es gibt nur ein 1:1-Modell, nicht einmal ein funktionales Unikat ist geplant. So schade das ist, so sehr können wir die Entscheidung nachvollziehen. Denn die Produktion dieses raumschiffartigen Einsitzers hätte wohl mehrere Millionen an Budget verschlungen. Außerdem kann so jeder den Lambo V12 Vision Gran Turismo fahren, der ein paar hundert Euro für eine Playstation 4 und das Spiel hat.

E-Mobilität für die breite Masse: der Jaguar Vision GT

E-Mobilität ist teuer? Nicht bei Jaguar. Der Vision GT ist sauschnell, saufuturistisch und leider auch nur sauvirtuell.

Text: Maximilian Barcelli

Tesla Model S und X, Audi e-tron, Porsche Taycan, Jaguar I-Pace; während es an E-Autos in der Oberklasse nicht mangelt, ist das Kompakt- und Kleinwagensegment rein von der Fahrzeuggröße her zwar auch nicht unterbesetzt, preislich hingegen quasi non-existent. Egal ob VW ID.3, Renault Zoe oder Nissan Leaf – keiner ist unter 30.000 Euro zu haben. Nun präsentierte ausgerechnet Jaguar einen Elektro-Supersportler, den es quasi geschenkt gibt – jedoch nur in der virtuellen Welt.

Für die Gran Turismo-Spielreihe entwickelten die Briten den Vision GT. Ein Traum für jeden Designer. Frei von Zwängen und Konventionen arbeiten, einfach mal: machen. Dementsprechend radikal sieht das Endprodukt aus. Völlig fernab der Realität ist der Jaguar Vision GT aber nicht. Weder optisch, weil so ein Nio EP9 oder VW ID.R schaut auch nicht viel zahmer aus und die gibt’s ganz in echt, noch technisch. Drei virtuelle E-Motoren treiben die beiden virtuellen Achsen an, insgesamt generieren sie 1.200 PS … 1.200 vir… ach, ihr wisst schon. Damit sprintet der Jaguar Vision GT im Videospiel in unter zwei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Ende November steht das flüsterleise Geschoss zum Download parat.  

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