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Le Mans findet dieses Jahr im September statt

Okay, wir wissen es schön langsam alle. Corona und so. Keine Menschenansammlungen mehr und so. Events abgesagt und so. In Le Mans kommt man dem Trend nun zuvor und sagt schon jetzt das für Mitte Juni angesetzte 24 Stunden-Rennen ab. Immerhin mit Ersatztermin.

Text: Jakob Stantejsky

Am 13. und 14. Juni hätte das prestigeträchtigste Ausdauerrennen der Welt dieses Jahr steigen sollen. Angesichts der zahllosen Absagen im Motorsportbereich und dem damit einhergehenden Chaos hat man sich in Le Mans nun dazu entschlossen, das Rennen frühzeitig zu verschieben, um einem logistischem Albtraum à la Formel 1 zuvorzukommen. Sicherlich die richtige Entscheidung, vor allem da auch direkt der Ersatztermin verkündet wurde: Am 19. und 20. September sollen die Boliden nun stattdessen die Nacht zum Tag machen.

Spannend ist die Entscheidung der Veranstalter vor allem im Vergleich mit dem GP von Monaco und den Indy 500. Die beiden anderen Traditionsrennen sind nämlich für den 24. Mai angedacht und bisher hört man noch nichts von einer Terminänderung. Ob das einfach nur blinder Optimismus oder Teil einer Strategie ist, wird sich erst noch zeigen müssen. Hoffen wir erst mal ganz fest, dass die 24 Stunden von Le Mans zumindest im September fix wieder stattfinden können.

Aston Martin legt Le Mans-Pläne auf Eis

Wir waren schon alle voller Vorfreude, dass Toyotas Alleinherrschaft in Le Mans und in der WEC unter Beschuss stehen könnte, als Aston Martin sich mit der Valkyrie für die WEC 2021 ankündigte. Doch jetzt scheinen die Briten ihre Pläne geändert zu haben.

Text: Jakob Stantejsky

Folgendes Statement veröffentlichte Aston Martin gestern zum Thema:

“Aston Martin Lagonda has postponed development of its World Endurance Championship Hypercar race entry, following the recent decision by the Automobile Club de l’Ouest (ACO) and the International Motor Sport Association (IMSA) to harmonise the Hypercar class with the so-called LMDh prototype category in the WEC from 2021 and the US-based WeatherTech Sportscar Championship from 2022.

This decision means that the Aston Martin Valkyrie Hypercar will not make its WEC debut at Silverstone in August 2020 or compete in the 2021 24 Hours of Le Mans. Aston Martin will now pause as it considers whether to continue in any future prototype class. Aston Martin remains open to working with both organisations to find a suitable pathway for any future participation.”

Konkret nimmt man laut dieser Aussage also Abstand von einer WEC-Teilnahme, weil sich der ACO und die IMSA auf ein neues Regelformat geeinigt haben, wonach in der WEC ab 2021 und im WeatherTech SportsCar Championship ab 2022 sowohl Boliden aus der kommenden Le Mans Hypercar-Klasse als auch die neuen LMDh-Racer antreten dürfen. Warum genau das die Engländer so sehr abschreckt, wird nicht erwähnt.

Der geneigte Motorsport-Enthusiast hat aber eine Vermutung. Und die hat gar nicht so viel mit irgendwelchen WEC-Regeländerungen zu tun. Denn wie mittlerweile offiziell bekannt ist, wird Aston Martin ab 2021 durch den Einstieg Lawrence Strolls (Besitzer von Racing Point F1) in der Formel 1 ein Werksteam aufziehen. Da dürfte einfach das Geld knapp werden für zusätzliche Motorsport-Spielereien, vor allem wenn es sich um so kostspielige Angelegenheiten wie die Entwicklung eines WEC-Hypercars auf Basis der Valkyrie handelt. So froh wir also über ein Aston Martin F1 Team sind, so traurig macht uns die ganze Geschichte gleichzeitig. Bleibt nur zu hoffen, dass Lamborghini ernst macht und tatsächlich nach Le Mans kommt.

Peugeot zeigt sein Le Mans Hypercar

Das World Endurance Championship und Le Mans im Besonderen ziehen seit der Ankündigung einer neuen Hypercar-Klasse allerhand interessierte Hersteller an. Nun reiht sich auch Peugeot in die Riege der prominenten Neuzugänge ein.

Text: Jakob Stantejsky

McLaren, Toyota und Glickenhaus sind schon fix dabei, diverse andere Marken sind noch eifrig am Grübeln. Peugeot kündigt sich jetzt offiziell für das WEC ab 2022 an: „Peugeot and Rebellion are pleased to announce that they will be joining forces to tackle the challenges of the FIA World Endurance Championship and the Le Mans 24 Hours,“ heißt es im Pressetext. Dazu gibt es ein Rendering eines verdammt martialischen Boliden, den wir aber irgendwo schon mal gesehen haben, oder?

Ganz recht, es handelt sich nämlich eher um ein Update des Peugeot Vision Gran Turismo, den die Franzosen 2017 für das Rennspiel Gran Turismo Sport entworfen hat. Ob sich das fertige Hypercar also tatsächlich eng am Konzept orientiert oder einfach nur schnell irgendein Bildmaterial für die Aussendung benötigt wurde, wird sich wohl erst zeigen. Wir hoffen auf ersteres.

Hier zu sehen: Der virtuelle Peugeot Vision Gran Turismo aus 2017

Betrieben werden wird die Maschine von Rebellion, einem Schweizer Rennteam, das schon seit einem knappen Jahrzehnt in den beiden höchsten Ausdauerrennserien Erfolge hamstert. Ab 2022 tritt das Team als Werksteam Peugeots an. Was denkt ihr, kommt der Löwen-Bolide tatsächlich so? Oder wäre euch eine Umgestaltung sowieso lieber?

Auch Glickenhaus baut einen Le Mans-Boliden

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Lamborghini über eine Le Mans-Teilnahme 2021 nachdenkt. Jetzt will auch James Glickenhaus ein Hypercar für die WEC bauen.

Text: Jakob Stantejsky / Fotos: Scuderia Cameron Glickenhaus

Seitdem der Automobile Club de l’Ouest die neue Hypercar-Klasse für die WEC ab 2020/21 angekündigt hat, melden sich allerhand höchst spannende Hersteller mit Teilnahmeplänen. Aston Martin und Toyota haben für Le Mans 2021 schon fix zugesagt, Lamborghini möchte gern und angeblich sind auch Ferrari und McLaren interessiert. Die Boliden müssen dabei auf straßentauglichen Hypercars der jeweiligen Marken basieren.

Fix ist schon, dass der Rennwagen SCG007 heißen wird, doch noch fehlt ein entsprechendes Auto mit Straßenzulassung. Davon sollen jedoch 25 Stück gebaut werden, deren Erlös dann wiederum verwendet wird, um das Le Mans-Abenteuer zu finanzieren. Ein Hybridantrieb ist so gut wie sicher, da auch die Konkurrenz auf die Technologie baut. Und weil James Glickenhaus keinen Hehl daraus macht, dass nach 50 Jahren endlich wieder ein amerikanisches Auto Le Mans gewinnen soll, wird man an der Antriebsfront also all in gehen müssen.

Um eine Million Dollar pro Stück sollen die Straßenboliden den Besitzer wechseln, zusätzlich wird ein Le Mans-Renner wohl an ein Privatteam verkauft und mit einem Geschoss tritt die Scuderia Cameron Glickenhaus selbst an. Ob man sich gegen die prestigeträchtige und erfahrungsreiche Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Aber bei den 24 Stunden am Nürburgring war man mit dem SCG003 immerhin schon dabei.

Ob die Computergrafiken übrigens tatsächlich das fix und fertige Produkt zeigen, ist noch ein wenig offen. Aber schon bald wissen wir höchstwahrscheinlich mehr, schließlich muss der Verkauf ja schön langsam starten, damit die Finanzierung für 2021 gesichert ist.

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