BMW X4: Lust statt Langeweile

Extrovertiert

BMW X4: Lust statt Langeweile

BMW treibt das Spiel mit der Provokation im Boomsegment der SUV weiter auf die Spitze. Nachdem die Bayern gerade den X2 als Agent Provocateur in der Kompaktklasse vom Stapel gelassen haben, bereiten sie nun den Start des nächsten X4 vor. Sportlicher und präsenter gezeichnet als bisher, stempelt er nicht nur Konkurrenten wie den Mercedes GLC oder den Audi Q5 zu Spießern, sondern macht auch einmal mehr deutlich, was für ein nüchternes Auto der X3 in seiner jüngsten Auflage geworden ist.



Von Thomas Geiger

Zwar nutzt er natürlich die Technik des braven Bruders, doch für einen Aufpreis von geschätzten 3.000 Euro gibt es das um einiges aufregendere Auto. Nicht umsonst geht der X4 um acht Zentimeter in die Länge, wird vier Zentimeter breiter, bekommt fast sechs Zentimeter mehr Radstand und duckt sich obendrein noch ein wenig flacher in den Wind. Obwohl er sportlicher aussieht und besser fahren soll denn je, haben die Bayern aber den Sinn fürs Praktische nicht verloren. So rühmen sie die, gegenüber dem Vorgänger deutlich verbesserten, Platzverhältnisse und locken die Lademeister mit einem ausgeklügelten Kofferraum zur Lifestyle-Fraktion: Schließlich bietet der X4 nicht nur stolze 525 Liter Fassungsvermögen und eine dreigeteilte Rückbank mit Hebelzügen aus dem Kofferraum, sondern kommt serienmäßig mit einer automatischen Heckklappe sowie einem Staufach im Unterboden, das auch eine spezielle Aufnahme für die Gepäckraumabdeckung bietet. Das fehlt bisweilen sogar bei ausgemachten Praktikern.



Während hinten die Koffer verschwinden, nutzt BMW den Platz vorn unter der Haube für ein paar ausgemachte Kraftpakete. So startet der X4 mit gleich drei Benzinern und vier Dieseln, die alle in einer M-Performance-Variante gipfeln. Stärkstes Triebwerk in der Otto-Fraktion ist ein drei Liter großer Reihensechser, der auf immerhin 360 PS und 500 Nm kommt. Und im X4 M40d röhrt ein drei Liter großer Sechszylinder mit 326 PS und 680 Nm durch die obligatorischen Doppel-Endrohre. Damit schafft der schnellste X4 den Sprint von 0 auf 100 in 4,8 Sekunden und während die M-Versionen mühelos 250 schaffen, stehen für den Rest Spitzenwerte von 213 bis 240 km/h im Protokoll. An der Tankstelle zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: Bei den Benzinern, für die das Spektrum beim 184 PS starken Vierzylindern im X4 20i beginnt, spannt sich der Bogen von 7,1 bis 9,2 Litern. Und bei den Dieseln, vom 190 PS starken X4 20d mit einem 2,0 Liter großen Vierzylinder aufwärts, stehen 5,4 bis 6,6 Liter im Datenblatt.



Genau wie die Motoren kennt man auch Ambiente und Ausstattung vom X3: Der X4 hat deshalb ein digitales Cockpit auf Wunsch mit Touchscreen und Gestensteuerung sowie der Option auf ein riesiges Head-Up-Display, er ist voll vernetzt und mit so vielen Sensoren ausgestattet, dass er nahezu autonom über die Autobahn fahren kann. Und weil es offenbar gerade Mode ist, gibt es auch für ihn eine Ambientebeleuchtung mit Lichteppich im Eingang sowie eine Duftorgel im Handschuhfach.



Mit X2 und X4 hat BMW zwar schon zwei heiße Eisen im lodernden SUV-Feuer, doch wollen es die Schwaben dabei nicht belassen. Damit das Trio komplett ist, gibt es bald auch noch ein Facelift für den X6, mit dem die ganze Coupé-Geschichte auf der Buckelpiste schließlich einmal begonnen hat.


Neues vom Rolls-Royce Cullinan

Fotos und ein bestätigter Name

Neues vom Rolls-Royce Cullinan

Der Rolls-Royce Cullinan wird das erste SUV der britischen Nobelmarke. Bisher wurde seitens des Herstellers nicht viel bestätigt, jetzt gibt es allerdings Neues zum Thema Cullinan.



Text: Maximilian Barcelli

Und das wäre … Trommelwirbel bitte …  der Rolls-Royce Cullinan wird tatsächlich auch Cullinan heißen. Tjap, das wars eigentlich schon. Nein, Spaß bei Seite, das war’s noch nicht ganz.



Auch frische Fotos wurden vom Edel-SUV veröffentlicht, die wir euch, so wie die atemberaubende Neuigkeit, dass der Culinan Culinan heißt, nicht vorenthalten wollen. Leider ist das luxuriöse Sport Utility Vehicle noch in Tarnfolie gehüllt, klassische Rolls-Royce Linien lassen sich dennoch erkennen.

Wer den Rolls-Royce Cullinan übrigens in Action auf der Nordschleife sehen will, dem sei geraten, hierhin zu klicken.


SUV Cabrio von Audi

Patenzeichnungen aufgetaucht!

SUV Cabrio von Audi

SUV Coupés sind heißbegehrt, der neue BMW X4 zeigt das erneut wieder. Cabrios scheinen aber im Kommen zu sein. Nach Nissan Murano und Range Rover Evoque Convertible, will auch Audi ein SUV Cabrio auf den Markt bringen. Und so könnte das aussehen.

Text: Tizian Ballweber



Nein, das hat kein/e 5-jährige/r gemalt. Was aber so ausschaut, sind Patentzeichnugen von Audi die ungefähr zeigen sollen, wie ein faltbares Dach im Heck eines großen SUVs verschwinden könnte. Interessant ist vor allem der hintere Teil. Es sieht nämlich so aus, als ob eine C- und D-Säule mit dem Dach im Kofferraum verschwinden würden. Die fehlende B-Säule soll wohl für mehr Freiluft-Feeling sorgen. Schutz für Passagiere bietet die verlängerte A-Säule, die ganz über den Fahrer- und Beifahrersitz geht.



Weil so ein großes Verdeck im Heck sehr viel Platz wegnimmt, wird man durch eine klapp- und versenkbare Heckklappe auf den noch vorhandenen Platz im Kofferraum zugreifen können.

Infiniti Q50: Was der Bauer nicht kennt

Hybridbolide

Infiniti Q50: Was der Bauer nicht kennt

Mit dem Infiniti Q50 will Nissans Nobelmarke den Platzhirschen im Mittelklasse-Limousinen-Segment aus München, Stuttgart und Ingolstadt den Rang ablaufen. Was die Japaner dabei besser machen und wo sie sich durchaus etwas von der deutschen Konkurrenz abschauen könnten, klärt unser Test.



Text: Maximilian Barcelli

Oh ja, schon beim ersten Blickkontakt stach uns das emotionale, exzentrische Exterieur-Design des Infiniti Q50, der uns mit V6 und Elektromotor zwei Wochen lang beglückte, ins Auge. Eine zarte Linienführung zieht sich über das gesamte Vehikel, Sicken lassen sich allerorts finden. Dennoch sieht der Q50 nicht gezwungen futuristisch aus, wie man es ja von einigen anderen asiatischen Hersteller gewohnt ist. Nein, die gehobene Mittelklasselimousine von Infiniti macht einfach eine schlanke Figur, ohne dabei zu aufdringlich zu werden. Auch ein Wiedererkennungswert ist gegeben. Ob der hübsche Knick in der C-Säule oder der markentypische Grill: Man identifiziert den Q50 eindeutig als Infiniti – vorausgesetzt, die Marke ist einem überhaupt bekannt.



Denn im Jahr 2017 wurden in Österreich lediglich 47 Modelle des Herstellers neuzugelassen. Zum Vergleich: 33 Lamborghinis wurden letztes Jahr hierzulande neuzugelassen und Bentley konnte sogar 73 Neuzulassungen verbuchen. Sogar SsangYong schlägt die Nobelmarke von Nissan um Längen. Doch dass Infiniti dem Durchschnitts-Österreicher relativ unbekannt ist, war uns nicht erst beim Durchforsten der Statistik Austria klar. Ein Strafzettel, in dem angeben wurde, dass unser „Tesla“ ohne Parkschein in der Kurzparkzone stehe, war schon so ein erstes, klitzekleines Indiz.


Meint der etwa mich? Kann nicht sein …



Also nein, die Nobelmarke von Nissan kennt man hierzulande nur bedingt. Doch ist Exklusivität ja eigentlich kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Die Leute drehen sich um und fragen sich, welcher blaue Blitz denn da gerade an ihnen vorbeigezogen ist (Wir stellen uns das zirka so vor: „He, den feschen Tesla do grod gsehn?“ „Des woa kana! Host ihn Motor ned gheat?“). Dass tun die Menschen bei 3er BMW, Audi A4 oder Mercedes C-Klasse bestimmt nicht.



Also der Infiniti Q50 macht optisch eine schlanke Figur und kann mit Exklusivität punkten – doch auch der Motor hat sechs gute Argumente in petto. Auf so vielen Zylindern rennt der Benziner, den wir zum Testtanz baten, nämlich, was nach etlichen 4-Zylinder-Motoren wieder mal ein privates Vergnügen war. Der Sound war auch hübsch anzuhören. An Längsdynamik mangelt es dem Allradler, welcher neben V6 auch noch einen E-Motor intus hat, der sein Drehmoment ab Drehzahl Null liefert, kaum. In 5,4 Sekunden preschen die 364 Pferde die Limousine von 0 auf 100, an der Ampel braucht man sich also nicht verstecken. Auf der kurvigen Bergstraße schon.



Denn wirklich sportlich zu fahren ist der Infiniti Q50 nicht. Die Elektronik regiert totalitär und lässt selbst (halb)ausgeschalten sehr wenig zu. Dass der Verbrenner sogar im Sportmodus immer und immer wieder seine Arbeit niederlegt und den E-Motor alleine hackeln lässt, zeigt, dass ein Sportmodus nicht gleichbedeutend mit sportlichem Fahrverhalten ist.



Unterm Strich hatten wir im Q50 dennoch Freude am Fahren. Nicht ganz so viel, wie in Fahrzeugen des Herstellers, der diesen Slogan in die Welt gerufen hat, aber es war schon okay. Der Infinit Q50 ist eben mehr der ruhige Gleiter, denn der impulsive Hetzer. Was sich auch bei der Lenkung wiederspiegelt: Die gibt nur sehr bescheiden Feedback und ist eben auch eher auf Bequemlichkeit getrimmt.



Etwas abgestaubt müsste das Interieur werden. Zwar sind die zwei Touch-Displays recht praktisch, weil man sich beispielsweise für das Wechseln des Radiosenders nicht von der Navigation abwenden muss, nur hätte es ein einziger, großer Bildschirm inklusive Splitscreen-Funktion auch getan und dabei sogar eine bessere Figur gemacht. Das schnellste Infotainmentsystem findet man auch wo anders. Über die Materialien, die den Innenraum zieren, waren wir allerdings begeistert: Sehr hochwertig!



Mit einem edlen Innenraum, einem exzentrischen Exterieur und feiner Hybridtechnik, die den Verbrauch auch bei forcierter Fahrweise trotz 3,5 Liter Hubraum auf unter 10 Litern/100 km hält, stellt der Infiniti Q50 eine spannende Alternative abseits des Mainstreams dar. Ganz mit der deutschen Konkurrenz mithalten kann er dann, zumindest was das Fahrverhalten angeht, doch nicht. Dafür aber mit einem üppig ausgestatteten Einstiegsmodell. Preis? Ab 40.285 Euro beginnt das exklusive Vergnügen.


Die Mercedes-Maybach S-Klasse will exklusiver werden

Stuttgarter Flaggschiff

Die Mercedes-Maybach S-Klasse will exklusiver werden

Mit Exklusivität und ausuferndem Luxus begeistert Maybach seit jeher Fans, allerdings verschwommen in den letzten Jahren die Grenzen zwischen der „normalen“ S-Klasse und der Mercedes-Maybach S-Klasse immer mehr. Das soll sich jetzt wieder ändern – und zwar mit einem edlen Farbenspiel.



Text: Maximilian Barcelli

Denn das Stuttgarter Flaggschiff ist nun mit Zweifarbenlackierung erhältlich. Die gibt schon wirklich was her und erinnert kein bisschen an die Versuche mancher Hersteller, ihr Kompakt-SUV hip (Sagt man hip überhaupt noch oder ist das schon wieder unhip?), cool und jung aussehen zu lassen. Zur Mercedes-Maybach S-Klasse passt’s halt einfach wie die sprichtwörtliche Faust aufs Auge.



Und auch im Innenraum werden neue, exklusive Farbkombinationen angeboten, mit denen sich das Spitzenmodell von der S-Klasse abheben möchte: So kann man sich zwischen Braun/Schwarz und Beige/Schwarz entschieden.



Doch nicht nur Lack und Leder enttarnen das neue Topmodell in der Sternenflotte, auch am Kühlergrill wurde rumgewerkelt: Dessen feine Streben verlaufen nun senkrecht. Was, selbstverständlich aus einem rein subjektiven Standpunkt aus gesehen, schon um einiges edler aussieht. Und eben: Der Maybach gibt sich als Maybach und nicht bloß als S-Klasse zu erkennen.



Was die Motorenpalette angeht, bleibt alles beim Alten: Unter acht Töpfe geht gar nichts! Und das ist auch gut so.


G-Klasse mit 585 PS: G63 AMG kommt nach Genf!

G-Klasse mit 585 PS:

Mercedes G63 AMG kommt nach Genf!

In keiner Baureihe ist der AMG-Anteil, den Scheichs und Oligarchen sei Dank, so hoch wie in der G-Klasse. Deshalb lässt sich die sportliche Mercedes-Schwester auch nicht lange bitten und macht schon wenige Wochen nach der Weltpremiere des neuen Vierkants die Muskeln dick. Noch bevor die komplett überarbeitete G-Klasse im Frühjahr auf den Markt kommt, bekommt sie dafür im März in Genf ihr Sportabzeichen und fährt als G63 ins Rampenlicht.



Von Thomas Geiger

Zwar müssen die Kunden dann Abschied nehmen vom lieb gewordenen 5,5-Liter-V8, der damit gar vollends auf Altenteil fährt. Doch versüßen die Scharfmacher den Trennungsschmerz mit der Aussicht auf den BiTurbo aus dem AMG GT. Der hat zwar nur noch vier Liter Hubraum, kommt aber mit seinen beiden Ladern auf 585 PS und 850 Nm Drehmoment, mit denen er den Zweitonner gehörig in Fahrt bringt. Von 0 auf 100 dauert es bloß läppische 4,5 Sekunden und 220 km/h Spitze fühlen sich in einer G-Klasse sowieso wie Schallgeschwindigkeit in einem AMG GT an. Und dabei muss es nicht einmal bleiben: Wer das Driver’s Package mitordert, der kann die Grenzen der Physik sogar bis 240 Sachen ausloten.



Damit der G diese Geschwindigkeiten mit dem gewohnten Gleichmut nimmt, gibt es neben dem hecklastig ausgelegten Allradantrieb und einer schnelleren 9-Gang-Automatik unter anderem eine direktere Lenkung, ein strammeres Fahrwerk sowie extrabreite 22-Zöller. Und natürlich eine solide Basis: Nicht umsonst hat AMG maßgeblich auch das Fahrwerk für das Grundmodell entwickelt.



Wie immer bei den Scharfmachern aus Affalterbach geht es freilich nicht nur um das Sein, sondern auch um den schönen Schein. Und selbst wenn die in Stein gemeißelte und in Blech gefasste Form des G-Modells den Designern nicht viel Spielraum lässt, haben sie auch bei der Optik ein bisschen nachgelegt. Nicht umsonst gibt es nun eine Art Panamericana-Grill mit markanten Längsstreben, die doppelflutigen Chromstummel für die Endrohre und ein bisschen mehr Zierrat am nackten Blech.



Zwar klettert der Preis mit dem 63er schon weit ins Sechsstellige und Leistung hat das G-Modell damit nun wirklich mehr als genug, doch weil gerade beim G genug eben nie genug ist, wird es dabei womöglich nicht bleiben. Könnte ja sein (wenn die Scheichs und Oligarchen dieser Welt nur laut genug fragen), dass sich AMG nicht lange bitten lässt und einen G65 drauflegt. Wir hoffen es jedenfalls!


Rezvani Beast Alpha X Blackbird

Lotus Elise aus California

Rezvani Beast Alpha X Blackbird

In Zeiten, in denen Hersteller ihre Autos mit verwirrenden Namen und Nomenklaturen eher nach Faxgeräten aus den 90ern klingen lassen, tut der Name dieses Geschoßes da richtig gut. Auch wenn der Rezvani Beast Alpha X Blackbird schon ein kleiner Zungenbrecher ist.

Text: Tizian Ballweber



2014 wurde in Orange County in Kalifornien dass Unternehmen Rezvani Motors gegründet. Der Sportwagenhersteller hat in der Vergangenheit schon öfter von sich hören lassen, zum Beispiel hier und hier.



Neustes Modell ist der Rezvani Beast Alpha X Blackbird. Die Daten: 950 Kilogramm Leergewicht, nur 4,14 Meter kurz und 1,1 Meter hoch. Angetrieben von einem 2,5 Liter 4-Zylinder mit Cosworth-Tuning bringt der, nach einem Kampfjet benannte Rezvani, 700 PS auf die Straße. Anders als das alte Beast, baut der Blackbird nicht auf einem Ariel Atom, sondern einer Lotus Elise auf. Von 0 auf 60 mph (96,56 km/h) geht der Blackbird in nur 2,9 Sekunden. Geschaltet wird entweder von einem sequentiellen Automatikgetriebe oder wahlweise von Hand.



Aber es gibt natürlich auch schlechte Nachrichten: Zum einen wäre da der Preis – 225.000 Dollar, umgerechnet 182.600 Euro. Doch auch wer die Kohle hat, wird sich vielleicht keinen kaufen können. Es wird nur 5 Stück geben und einen hat sich Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und Schauspieler Rampage Jackson gesichert.


Die neue A-Klasse: AMG und Cabrio?

Vorfreude

Die neue A-Klasse: AMG und Cabrio?

Zwar wurde die neue Mercedes A-Klasse vor gar nicht allzu langer Zeit präsentiert, Geduld war allerdings noch nie unsere Stärke: So sehnen wir uns schon jetzt nach der AMG-Version des frischen Kompakten aus Stuttgart. Das Warten wird uns allerdings mit einem feinen Rendering versüßt.



Text: Maximilian Barcelli

Denn auf Basis dessen, was bereits bekannt ist (also von der Optik her eh alles), nahm sich der Künstler x-Tomi die neue A-Klasse zur Brust und designte diese zum AMG-Modell um. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen: Splitter und Spoiler, der matte Lack und die monströsen Felgen lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wenn wir dann noch an den rotzfrechen Sound und den enormen Vortrieb des letzten A45 AMG denken und diesen mit dem Rendering paaren, kommen wir so richtig in Fahrt.

Doch alles Gute fordert seinen Tribut, so auch dieses wunderschöne Design von x-Tomi. Der Künstler schießt nämlich ein zweites (und ein Drittes, das ist aber eh ganz fesch) Rendering nach – und das macht uns ein wenig sprachlos. Dürfen wir vorstellen? Das A-Klasse Cabrio! Wobei, der Idee können wir durchaus etwas Gutes abgewinnen. Immerhin bietet der größte Konkurrent des Sternes, BMW, mit dem offenen 2er ja auch ein Cabriolet für „untere“ Preisklassen an. Im Mercedes Regal müssen Freiluft-Junkies mindestens zur C-Klasse greifen. Mehrpreis: Fast 7.000 Euro bei ähnlicher Motorisierung (Vierzylinder-Benziner und beide 184 PS stark).



Eine Limousinenversion der frischen A-Klasse liefert x-Tomi auch schon und gibt somit einen Blick in die mögliche Zukunft. Denn laut Gerüchten wird neben dem CLA auch eine richtige A-Klasse-Limousine für den chinesischen und amerikanischen Markt gebaut werden.




Bilder: © x-Tomi

Video: Ein Golf auf Hillclimb-Hatz

Wahnsinn im Video

Ein Golf auf Hillclimb-Hatz



Hillclimbs zählen zu den eindrucksvollsten Zurschaustellungen der Fähigkeiten von Rennfahrern und ihrer Maschinen, schließlich verlangen die scharfen Kurven und die rasanten Steigungen beiden alles ab. Daniel Wittwer in diesem VW Golf I scheint das aber alles egal zu sein, denn der geht nicht nur an’s, sondern auch über das Limit.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: MPZRACEVIDEO



Der kleine Golf hat einen 2,0 Liter-Motor unter seiner Haube sitzen und das ist es leider schon, was wir an Daten und Fakten zu Herrn Wittwers Geschoss zu berichten haben. Eigentlich verblassen aber sowieso alle Zahlenspielereien neben dieser einfach unbeschreiblich geilen Fahrt, also sei drauf… Ein Bild sagt außerdem mehr als tausend Worte, vor allem, wenn es einen Boliden zeigt, der vor lauter Fliehkraft nur mehr auf zwei Rädern um die Kurve brettert. In diesem Sinne sei auch gleich gespoilert, dass Mann und Vehikel das Ziel heil erreichen, selbst der unfreiwillige (?) Stunt entlockt dem Racer keine Reaktion. Dass die ganze Geschichte schon im Jahr 2016 in der Schweiz stattgefunden hat, tut der Spannung jedenfalls keinen Abbruch, denn hierbei handelt es sich um eine waschechte Fahrt des Jahrzehnts. Herr Wittwer kriegt von mir jedenfalls nicht nur in Punkto Fahrkönnen, sondern auch in der Kategorie Coolness eine fette und doppelt unterstrichene Zehn. Von so etwas brauchen wir unbedingt mehr!

Ein Range Rover Sport erklimmt die Treppen zum Himmelstor!

Stairway to heaven

Ein Range Rover Sport erklimmt die Treppen zum Himmelstor!

Wie macht man auf ein neues Fahrzeug (beziehungsweise einem neuen Antriebsstrang) aufmerksam? Die Antwort von Land Rover: Man peitscht es eine 45 Grad steile Treppe mit 999 Stufen hinauf.



Text: Maximilian Barcelli

Im bevölkerungsreichstem Staat der Erde kann man nicht nur auf einer elendslangen Mauer spazieren, auch der Tianmen Mountain wird Touristen ans Herz gelegt. Dieser 1518 Meter hohe Berg befindet sich in der chinesischen Provinz Hunan und ist aufgrund eines gewaltigen, natürlich entstandenen Loches weltweit bekannt. Genannt wird diese Höhle „Tor zum Himmel“, denn wenn man von unten hinaufblickt, scheint es so, als würde die Treppe, auf der man Richtung Höhle marschiert, direkt in den Himmel führen.

Achja, die Treppe. Einer der Protagonisten dieser Geschichte. Stairway to Heaven, würde Robert Plant wohl sagen (oder singen). 999 Stufen müssen bezwungen werden, um ganz oben anzukommen. Ordentlich steil ist sie auch: 45 Grad, um genau zu sein. Man dürfte also nach dem Aufstieg ziemlich durchgeschwitzt sein – es sei denn, man fährt mit dem Auto.

Nur: Um 999 steile Stufen mit einem Fahrzeug zu erklimmen, braucht es schon ziemlich viel Wumms und auch ein gewisses Maß an Geländetauglichkeit wäre von Vorteil. Ein tiefliegender Jaguar F-Type wäre vermutlich trotz brachialer Leistung nicht gerade praktisch und würde schon an der ersten Stufe scheitern. Deshalb sollte man eher zu einem Vehikel à la Range Rover Sport, dem Hauptdarsteller des Stunts, greifen. Der kommt, mit seinem erst kürzlich präsentierten Antriebsstrang (nähere Infos hier), nämlich auf amtlichen 404 PS – und dank Hybridtechnologie hält sich der CO2-Ausstoss ebenso in Grenzen. Gott wird’s dir danken, wenn du Treppen erklommen hast und durch das Himmeltor guckst.

Dritter Protagonist ist übrigens der Rennfahrer Ho-Pin Tung, der momentan im Team Panasonic Jaguar Racing in der Formel-E fährt. Zu seinen größten Erfolgen gehört der Klassensieg (LMP2) in Le-Mans vergangenen Jahres.

Auch wenn nicht ganz klar ist, wen diese Werbung ansprechen soll: Sie spricht an. Denn die Aufnahmen können sich wahrlich sehen lassen und gleichzeitig stellt Land Rover unter Beweis, dass es trotz des Ganzen (Kompakt-) SUV-Wahns auch noch Fahrzeuge gibt, mit denen man sich nicht nur im städtischen Verkehr wohlfühlt. Sondern auch auf einer 45 Grad steilen Treppe mit 999 Stufen.