Der Hyundai Ioniq 3 steht im Finale um das „Car of the Year 2027“. Sieben Autos sind übrig, alle elektrisch, und der kompakte Hyundai aus türkischer Produktion zählt mit einem österreichischen Listenpreis ab 29.990 Euro zu den leistbarsten Kandidaten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Hyundai Ioniq 3 ist einer von sieben Finalisten für das „Car of the Year 2027“. Der Sieger wird am 8. Jänner 2027 auf der Brussels Motor Show gekürt.
- Preis in Österreich: laut Preisliste ab 29.990 Euro (42,2 kWh), mit bis zu 7.000 Euro Hyundai-Boni ab 22.990 Euro.
- Reichweite: bis zu 497 Kilometer nach WLTP mit dem 61-kWh-Akku (Herstellerangabe).
- Format: 4,155 Meter lang, 441 Liter Kofferraum, cw-Wert 0,263.
- Verfügbarkeit: in Österreich seit Herbst 2026 bestellbar, gebaut im Hyundai-Werk İzmit in der Türkei.
Manchmal reicht ein Satz in einer Presseaussendung, um zu zeigen, wie sich der Markt gedreht hat. Unter den sieben Finalisten für Europas wichtigsten Autopreis findet sich kein einziger Verbrenner. Mittendrin: ein Hyundai, der mit seinem Preisschild punktet, nicht mit seiner Leistung.
Das „Car of the Year“ wird seit 1964 vergeben. Für 2027 bewerten 65 Motorjournalisten aus ganz Europa unter anderem Design, Innovation und Preis-Leistung.

Gegen wen tritt er an?
Die Konkurrenz im Finale ist breit aufgestellt: BMW iX3, Cupra Raval, Kia EV2, Renault Twingo, VW ID.Polo und Volvo EX60. Auffällig ist das Übergewicht der Kleinen: Twingo, ID.Polo, EV2 und Raval sind wie der Ioniq 3 leistbare Stromer, darunter mit dem Kia EV2 sogar die eigene Konzernschwester.
Was kostet der Ioniq 3 in Österreich?
Laut österreichischer Preisliste (Stand September 2026) startet der Ioniq 3 Select mit 42,2-kWh-Batterie bei 29.990 Euro, mit dem 61-kWh-Akku bei 33.990 Euro. Die Ausstattung Trend kostet 33.990 beziehungsweise 37.990 Euro, Prime gibt es ab 42.990 Euro und die sportlich gestylte N Line Evo ab 43.990 Euro, beide nur mit großem Akku. Beworben wird der Einstieg mit 22.990 Euro. Dieser Preis setzt aber voraus, dass alle Teile des Hyundai-Superbonus von bis zu 7.000 Euro greifen: bis zu 2.000 Euro Frühbucherbonus, bis zu 4.200 Euro Finanzierungsbonus bei Leasing über Denzel Leasing und bis zu 800 Euro Versicherungsbonus.
Wie viel Akku und Leistung stecken drin?
Die Abstufung der zwei Batterien ist ungewöhnlich. Der kleine 42,2-kWh-Akku in Lithium-Eisenphosphat-Technik kommt mit 107,8 kW, das sind 147 PS. Der große 61-kWh-Akku mit Nickel-Kobalt-Chemie leistet 99,5 kW oder 135 PS. Das Drehmoment liegt in beiden Fällen bei 250 Newtonmetern, angetrieben werden die Vorderräder. Von 0 auf 100 km/h soll es in 8,7 beziehungsweise 9,5 Sekunden gehen, Schluss ist bei 170 km/h. Die Basis ist also der flottere Ioniq 3.
Die Reichweite schwankt stark mit der Felgengröße. Mit dem kleinen Akku soll der Ioniq 3 nach WLTP 344 Kilometer schaffen, mit dem großen bis zu 497 Kilometer. Dieser Bestwert gilt allerdings nur für den Select auf 16-Zoll-Rädern, alle anderen Versionen mit 61 kWh nennt die Preisliste mit 428 Kilometern. An der Schnellladesäule soll der Akku in rund 29 beziehungsweise 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent kommen. Serienmäßig lädt er mit 11 kW Wechselstrom, ein 22-kW-Lader samt V2L-Anschlüssen ist im EV-Paket um 1.500 Euro zu haben (ab Ausstattung Trend).
Wie viel Platz bietet der Ioniq 3?
Mit 4,155 Metern ist der Ioniq 3 gut zwölf Zentimeter kürzer als ein VW Golf, der Radstand misst aber 2,68 Meter. Der Kofferraum fasst 441 Liter, bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.213 Liter. Für diese Länge ein starker Wert. Das „Aero Hatch“-Design kommt laut Hyundai auf einen cw-Wert von 0,263, was der Reichweite direkt hilft.

Innen debütiert „Pleos Connect“, Hyundais neue Infotainment-Plattform auf Basis von Android Automotive. Statt 12,9 Zoll gibt es optional 14,6 Zoll Bildschirmdiagonale.

Motorblock-Fazit
Ob der Ioniq 3 in Brüssel gewinnt, entscheidet die Jury, und die Konkurrenz ist stark. Sein Argument ist aber klar: ein kompaktes Elektroauto mit viel Kofferraum, ordentlicher Reichweite und einem österreichischen Listenpreis knapp unter 30.000 Euro. Wer die 497 Kilometer will, muss genau hinschauen, denn die gibt es nur in einer einzigen Konfiguration. Die Nominierung ist trotzdem verdient.











