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Bentley Bentayga EWB Chalet Edition: Superdeluxe

Bentley, Mulliner und „The Gstaad Guy“ präsentieren streng limitierte Sonderedition namens Bentley Bentayga EWB Chalet Edition.

Bentley Motors präsentiert dieser Tage den Bentayga EWB Chalet Edition – ein Automobil, das weniger wie ein Fortbewegungsmittel wirkt als wie die fahrbare Verlängerung einer diskreten, sehr gut beheizten Lebensphilosophie. Entstanden ist das Modell aus einer Zusammenarbeit zwischen Mulliner, der hauseigenen Manufaktur für jene Wünsche, die man gewöhnlich nur flüstert, und dem unter dem Namen The Gstaad Guy bekannten Chronisten des internationalen Luxusmilieus.

Der Wagen versteht sich als ultimativer Begleiter alpiner Lebenskunst – nicht für Menschen, die auf Berge steigen, sondern für jene, die sich lieber stilvoll zu ihnen chauffieren lassen. In enger Abstimmung zwischen Mulliners Handwerkskunst und dem ausgeprägt sicheren Geschmack des Gstaad Guy entstand eine limitierte Edition, deren Farb- und Materialwelt sich mit beinahe schweizerischer Beharrlichkeit der kultivierten Behaglichkeit eines luxuriösen Chalets verschrieben hat.

Der Gstaad Guy wiederum verdankt seine Popularität jener feinen Form der Satire, die ihre Gegenstände gleichzeitig liebevoll verspottet und bewundert. Seine Figuren leben in einer Welt, in der Understatement niemals zufällig ist und selbst die Bescheidenheit Maßarbeit trägt. Genau diese Haltung wurde nun in automobiles Blech übersetzt: als Bentayga EWB Azure, der weniger durch demonstrativen Prunk auffällt als durch das beruhigende Gefühl, dass sich jemand sehr viel Mühe gegeben hat, damit der Besitzer keinerlei Mühe verspürt.

Im Innenraum herrscht jene gedämpfte Eleganz, die man sonst nur aus sehr guten Hotels oder aus Häusern kennt, deren Besitzer niemals laut sprechen müssen. Vier Komfortsitze sorgen dafür, dass Ermüdung allenfalls den Gedanken befällt, niemals jedoch den Rücken. Eine Mittelkonsole im Fond wacht über das Wohlbefinden der Reisenden mit der diskreten Strenge eines erstklassigen Butlers. Die Farbwelt bewegt sich in warmen Satteltönen; Tweed-Akzente, diamantgesteppte Lederflächen und offenporiges Holzfurnier in Liquid Amber erzeugen jene Atmosphäre, bei der man unwillkürlich erwartet, irgendwo müsse ein Kamin knistern. Fireglow-Akzente setzen dezente Glanzpunkte, während Lautsprechergitter in Sattelfarbe das Naim-Audiosystem beinahe unsichtbar in das Interieur integrieren – als wolle selbst die Musik hier nicht unangenehm auffallen.

Das Emblem des Gstaad Guy erscheint mit bemerkenswerter Zurückhaltung: fein gelasert, dezent eingearbeitet, niemals aufdringlich. Auf Kopfstützen und Kissen findet sich ein gesticktes Alpenblumenmotiv in sattem Rot und Grün – eine kleine Reverenz an die Schweiz, an Familientradition und vermutlich auch an Menschen, die ihre Skitage mit derselben Ernsthaftigkeit planen wie andere Staatsbesuche. Persönlich animierte Welcome Lamps vollenden schließlich das Gefühl, nicht einfach irgendwo anzukommen, sondern genau dort, wo man immer schon erwartet wurde.

Der Gstaad Guy selbst beschreibt seine Figur als jemanden, der kompromisslos das Beste sucht: die besten Häuser, die besten Ferien, die besten Verkehrsmittel zwischen beiden. Entscheidend seien dabei Werte wie Wärme, Zusammengehörigkeit und eine gewisse Selbstverständlichkeit von Exzellenz – in der Luft, auf dem Meer und auf der Straße. Und weil ein Mulliner-Bentley seiner Ansicht nach die einzig angemessene Wahl für einen echten „Gstaad Guy“ sei, entstand daraus folgerichtig die Idee zum Chalet Bentayga.

Auch Hugo R. Chizlett, Chefdesigner von Mulliner, betont die ungewöhnliche Klarheit der Vorstellungen seines prominenten Partners. Ziel sei niemals demonstrativer Luxus gewesen, sondern eine Form von Raffinesse, die sich nicht erklären muss. Jeder Farbton, jede Oberfläche und jede Materialentscheidung solle jene stille Souveränität ausdrücken, die echten Luxus seit jeher von bloßem Reichtum unterscheidet. Äußerlich zeigt sich diese Haltung in einem eigens entwickelten Lackton namens Light Tudor Grey, dessen Aufbringung rund sechzig Stunden Handarbeit erfordert – eine Zeitspanne, in der andernorts vermutlich ganze Automobile entstehen. Bronze-farbene Akzente und eine feine Fireglow-Zierlinie verleihen dem Wagen zusätzliche Tiefe, ohne die gelassene Zurückhaltung zu stören, die dieses Fahrzeug mit beinahe aristokratischer Konsequenz ausstrahlt.

Wer den Chalet-Gedanken bis in den Kofferraum tragen möchte, kann diesen mit eigens angefertigten Schutzmatten aus Sattelleder ausstatten lassen, versehen mit Fireglow-Einfassungen und alpiner Stickerei – passend sowohl für Skischuhe als auch für jene Strandutensilien, die Menschen besitzen, deren Kalender grundsätzlich zwischen Bergen und Meer pendelt.

Erhältlich ist der Bentayga EWB Chalet Edition ausschließlich über Mulliner – was vermutlich auch besser so ist. Manche Dinge wirken überzeugender, wenn sie nicht allzu leicht zu bekommen sind.

Franz J. Sauer

Liebt Autos, weiß auch ein bissl was, schwurbelt schön drum herum und springt für SUV in die Bresche.

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