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Der erste Ferrari F50 steht zum Verkauf!

1997 wurde Ferrari 50 Jahre alt und beschenkte sich beziehungsweise eine Handvoll ausgewählter Kunden mit dem Ferrari F50. Er hatte es schwer.

Text: Maximilian Barcelli

Immerhin ist er in gewisser Weise der Nachfolger des legendären F40, den die Italiener im Zuge des – suprise, suprise – 40ers produzierten. Und im Gegensatz zu vielleicht DEM Sportwagen aller Zeiten, war die Optik des F50 ein wenig zu unsmooth. Fahrdynamisch war er seinerzeit seinen Konkurrenten unterlegen.

Ja, die Begeisterung hielt sich damals in Grenzen. Was 349 ausgewählte Kunden aber nicht davon abhielt, sich einen anzuschaffen – bevor die Produktion überhaupt noch anlief. Doch die 349 Herrschaften hatten wohl einen guten Riecher: Vom finanziellen Standpunkt aus, hat sich’s mehr als nur ausgezahlt.

Und eine feine Fahrmaschine war der F50, trotz der damaligen Kritik, ja sowieso. Sein V12-Motor kam direkt aus der Formel 1. Gut, statt Maximaldrehzahl 15.000 halt 8.700, aber damit kann man schon leben. 520 PS standen da ganz hoch oben am Drehzahlband an. Unbestreitbar ein ganz bissiges Teil – das nun versteigert wird.

Doch es wird nicht irgendeiner der 349 Ferrari F50 von Autosport Designs Inc. verkauft, sondern das erste Modell überhaupt. Es trägt die Karosserienummer 99.999, war also der letzte fünfstellige Ferrari. Sowohl die fähigen Hände von Gerhard Berger als auch Niki Lauda (Möge er sich schnell erholen!) bewegten das Modell in der Entwicklungsphase.

Ein Preis wird aber nicht genannt. Zur Orientierung: Der Ferrari F50, der von den ebenfalls recht fähigen Händen (in einem anderen Zusammenhang eben) von Mike Tyson gelenkt wurde, ging 2017 für schlanke 2.640.000 US-Doller weg. Ein F50 kann aber durchaus auch schon für 1,2 Millionen US-Dollar erworben werden. Ein Schnäppchen, sozusagen. Wird der mit der Karosserienummer #99999 wohl weniger sein.

Bilder: © Autosport Designs