Do Svidaniya!

Hasta Lada Vista! – Lada zieht sich aus Westeuropa zurück

Mit Ende 2019 wird es beim Händler keine neuen Ladas mehr geben. Zumindest nicht über den offiziellen Weg. Der russische Hersteller Avtovaz-Lada hat den Liefervertrag mit dem deutschen Importeur gekündigt. Der Grund dafür sind die verschärften Abgasvorschriften.

Die Abgasvorschriften der EU fordern ihr erstes Opfer: Lada. Sie stoßen zuviel CO2 aus. Seit Jahren wird der 1,6 Liter Benziner fast unverändert in allen Lada-Modellen verbaut. Der Lada Vesta SW Cross stößt mit diesem 162 g CO2 pro Kilometer aus. EU-Vorschrift sind aber bald 95 Gramm. Nachdem Lada aber in nächster Zeit keine Elektroautos oder Hybridantriebe entwickelt wird, wird sich an dem Wert nichts ändern.

In Österreich bieten die Russen die Modelle Kalina, Vesta (Limousine), Vesta SW (Kombi) und Verga SW Cross (eine weitere Kombivariante) an. Auch der 4X4, gerne auch Lada Niva, Taiga oder Urban genannt, ist seit Jahrzehnten äußerst beliebt. Fans der Marke dürften vor allem um ihn trauern.

Der deutsche Importeur, der auch für den österreichischen Markt zuständig ist, will über seine Kleinserien-Berechtigung auch nach 2019 pro Jahr etwa 1.000 Ladas an den Mann bzw. die Frau bringen.

Am Service ändert sich durch die Auflösung des Vertrags zwischen Hersteller und Importeur nichts. Die Garantien bleiben weiterhin bestehen und die Ersatzteilversorgung ist ebenfalls gesichert.

Die Zukunft von Lada in Westeuropa ist ungewiss. Laut Importeur „Lada Automobile“ ist eine Rückkehr nicht ausgeschlossen. Neue und umweltfreundlichere Motoren könnten dann von Mehrheitseigentümer Renault-Nissan kommen.