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Porsche 911 RSR: „Elfer“ für die Rennstrecke

Porsche 911 RSR

„Elfer“ für die Rennstrecke

Der 911 RSR wird beim IMSA-Saisonauftakt in Daytona seine Premiere feiern. Jetzt zeigt Porsche das neue Design des GT-Rennwagens. For the fans.

by Patrizia Zernatto

Die Speerspitze der 911er Porsche-Serie vereint Tradition mit Evolution. Obwohl der 911 RSR unverkennbar ein 911er ist, wurde er für die Rennstrecke geschärft, um der über 60 Jahre anhaltenden Tradition im Motorsport zu folgen.

Angefangen vom Fahrwerk über die Karosseriestruktur bis hin zu Motor und Getriebe wurde der Rennwagen vollkommen neu konstruiert. Der 4,0 Liter 6-Zylinder-Saugmotor in Boxer-Anordnung wurde so weit wie möglich nach vorne gerückt und in gedrehter Position verbaut. So werden die dynamischen Fahreigenschaften verbessert und Set-up-Möglichkeiten für die Anforderungen der Rennstrecke erhöht.

„Wir haben beim 911 RSR bewusst auf einen besonders modernen und leichten Saugmotor gesetzt, denn dieser gab unseren Ingenieuren bei der Entwicklung des Fahrzeugs große Freiheiten“, so Porsche Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser.

Der neue Sauger leistet rund 375 kW (510 PS) und verteilt seine Kraft mittels sequenziellen Sechsganggetriebes an die Hinterräder. Durch das neue Klauengetriebe werden die Schaltwege nicht nur verkürzt, sondern auch Störfaktoren beim Schaltvorgang minimiert. Dazu kommt noch der hängend angebundene Heckflügel, der verlängerte Heckdiffusor und die neuen Seitenspiegel, die gemeinsam für noch stärkeren Abtrieb bei weniger Luftwiderstand sorgen. Außerdem verfügt der neue RSR erstmalig über moderne Assistenzsysteme wie ein radargestütztes Kollisionswarnsystem (Collision Avoid System).

Erstmals wird es den Mechanikern möglich sein, komplette Karosseriesegmenten während des Rennens auszutauschen. Das sorgt für schnelle Boxenstopps. Wie seine erfolgreichen Vorgänger auch, muss sich das einsitzige Rennfahrzeug, bei dem der Schalensitz weiter in die Mitte gerückt ist, erst beweisen.

Dazu hat er dann neben dem 24-Stunden-Rennen von Daytona im Januar 2017 auch noch bei 18 weiteren Einsätzen die Gelegenheit. Porsche GT-Werksport Leiter Marco Ujhasi gibt sich allerdings gelassen: „Seit dem ersten Rollout in Weissach im März diesen Jahres haben wir mehr als 35.000 Testkilometer auf Rennstrecken in Europa und Nordamerika abgespult – mehr als bei der Entwicklung jedes anderen Porsche GT-Rennautos zuvor.“ Diese Testreihe führte laut Porsche zur “absoluten Konzeptharmonie”, die bei den Rennen auf den Prüfstand gestellt wird.

Photo & Video Credit: Porsche

Patrizia Zernatto

Unter dem Pseudonym P.S. Hunter war „Pacey“ lange Zeit als US-Korrespondentin für Motorblock tätig.

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