GT4 Clubsport mal anders

Porsche baut einen Rallye-Cayman

Die Boliden, die man aus der WRC so kennt, basieren in der Regel auf eigentlich relativ unspektakulären Klein- und Kompaktwagen. In der RGT-Klasse hingegen kommen Fahrzeuge zum Einsatz, die schon unaufgemotzt deutlich aufregender sind. Porsche hat jetzt einen Cayman GT4 Clubsport zum Rallyeauto umgebaut.

Text: Jakob Stantejsky

Der Einstieg von Porsche in das Rallyegeschäft ist damit aber leider noch lange nicht fix – oder, wie es der Leiter für Motorsport und GT-Fahrzeuge, Frank-Steffen Walliser, blümerant formuliert: „Unter Berücksichtigung dieser Reaktionen und des Kaufinteresses potenzieller Kunden werden wir dann bis Ende des Jahres entscheiden, ob wir mittelfristig auf Basis eines zukünftigen Porsche-Modells ein Wettbewerbsfahrzeug für den seriennahen Rallyesport entwickeln.“ Von demnächst kann also keine Rede sein, wir hoffen aber einfach mal, dass Porsche genügend Argumente für den Rallye-Cayman findet.

Der GT4 Clubsport ist an sich schon als Rennstreckenauto konzipiert und kann von Privatkunden fürs eigene Vergnügen erworben werden. Die Motorleistung bleibt bei seinem Rallyebruder gleich, was 385 PS bedeutet, die ein 3,8 Liter großer Boxersechszylinder produziert. Der Mittelmotor treibt dabei nur die Hinterachse an und die Kraft wird per Doppelkupplungsgetriebe sortiert. Zusätzlich gönnt Porsche seiner Studie noch einen Unterfahrschutz und energieabsorbenden Schaum in den Türen, um ihn fit für den Dreck zu machen.

Seinen ersten Auftritt bekommt der Rallye-Porsche Cayman GT4 Clubsport bei der ADAC Rallye Deutschland vom 16. bis 19. August, wo er als Vorausfahrzeug eingesetzt wird. Hinter dem Steuer nimmt dabei niemand anderer als Tausendsasse Romain Dumas Platz, der für so manchen Rekord bekannt ist. Bei dem ganzen Drumherum wäre es doch eine Schande, wenn das gute Stück nie in Produktion ginge…